Erzieher besonders oft wegen Covid-19 krankgeschrieben
13.01.2021 | Fehlzeiten

Erzieher besonders oft wegen Covid-19 krankgeschrieben

Krankschreibungen wegen Covid-19 trafen von März bis Oktober 2020 vor allem Menschen in Erziehungsberufen. Auch Beschäftigte im Gesundheitsbereich waren überdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Covid-19 arbeitsunfähig, stehen aber nicht mehr an der Spitze des Rankings.

Mehr als doppelt so oft arbeitsunfähig wie der Durchschnitt

Beschäftigte, die in der Betreuung und Erziehung von Kindern tätig sind, waren von März bis Oktober 2020 am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Das zeigt eine Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Mitglieder durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). 2.672 je 100.000 Beschäftigte fehlten in dieser Berufsgruppe krankheitsbedingt im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz. Damit liegt der Wert 2,2-fach über dem Durchschnittswert von 1.183 Betroffenen je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte.

WIdO
Krankschreibungen nach Berufsgruppen

Die Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zeigt, welche Beschäftigten besonders von der Pandemie betroffen sind.

Auch Gesundheitsberufe stark von Arbeitsunfähigkeit betroffen

Gesundheitsberufe stehen zwar nicht mehr an der Spitze des Rankings. Beschäftigte dieser Gruppe waren aber weiterhin überdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Covid-19 arbeitsunfähig. In einer früheren WIdO-Auswertung für die erste Phase der Pandemie von März bis Mai 2020 belegten Berufe in der Alten- und Krankenpflege die Spitzenplätze, jetzt finden sie sich im Ranking auf Platz 7 und 8.

Deutlich stärker von Arbeitsunfähigkeit (AU) wegen Covid-19 betroffen waren medizinische Fachangestellte. Mit 2.469 Erkrankten je 100.000 Beschäftigte zwischen März und Oktober 2020 stehen sie auf Platz 2 der Liste.

Höheres Risiko durch direkten Kontakt zu Menschen

Auch Beschäftigte, die während der Pandemie weiter am Arbeitsplatz präsent sein mussten und nicht ins Homeoffice gehen konnten, sind im bisherigen Verlauf der Pandemie stärker von Covid-19 betroffen. Dies gilt besonders für Berufstätige mit direktem Kontakt zu anderen Menschen wie zum Beispiel Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten.

Mehr Krankmeldungen bei jüngeren als bei älteren Beschäftigten

Insgesamt erhielten von den 13,2 Millionen AOK-versicherten Erwerbstätigen von März bis Oktober 2020 circa 155.610 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Dabei waren Frauen häufiger betroffen (1.378 je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte) als Männer (1.031 je 100.000). Krankmeldungen mit Bezug zu Covid-19 waren unter den jüngeren Beschäftigten bis zu 19 Jahren am häufigsten (1.773 je 100.000) und bei den über 60-jährigen Erwerbstätigen am seltensten (900 je 100.000).

Hälfte der AU-Bescheinigungen mit gesichertem Virusnachweis

Bei mehr als der Hälfte der betroffenen Beschäftigten wurde der gesicherte Nachweis der Infektion auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dokumentiert (53,9 Prozent). Bei den übrigen Fällen wurde ein klinischer Covid-19-Verdacht ohne Virusnachweis angegeben.

Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter mit vielen wirksamen Maßnahmen vor einer Infektion schützen. Lesen Sie die besten Tipps dazu auf den Seiten der AOK-Kampagne „ZusammenArbeiten – Mit Abstand am besten“.

Stand

Erstellt am: 04.01.2021

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