Betriebliche Gesundheit im September

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: DASA – Ausstellung für Arbeitsschutz * 19 Grad Raumtemperatur im Büro * Pflegekräfte besonders oft psychisch erkrankt * Das BGF-Bike-Mobil macht Radfahren noch gesünder

Eine Frau macht Dehnübungen am Arbeitsplatz.

DASA – Deutschlands größte Arbeitsweltausstellung

In Dortmund befindet sich die DASA , die Deutsche Arbeitsschutzausstellung, die auf der Größe von fast zwei Fußballfeldern dauerhaft viele Facetten der Arbeitswelt präsentiert. In Wechselausstellungen geht es ergänzend um Themen wie „Bildschirmarbeit“ oder „wie wir 2030 arbeiten werden“. Darüber hinaus stellen sich Arbeitswelten aus den Bereichen Elektrizität oder Gesundheit vor. Die DASA ist eine Einrichtung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA), die hier auch Aspekte der Arbeitssicherheit in den Fokus rückt. Wer die Ausstellung nicht vor Ort besuchen kann, erfährt schon viel Wissenswertes über die Homepage.

19 Grad im Büro

In öffentlichen Gebäuden, Büros und kommerziellen Gebäuden gilt europaweit nun die „19-Grad-Regel“. Die Maßnahme ist Bestandteil eines Notfallplans der EU-Kommission, um der drohenden Gasknappheit in den EU-Mitgliedstaaten entgegenzuwirken.

Um die „19-Grad-Regel“ mit den bisher in Deutschland geltenden Arbeitsschutzgesetzen in Einklang zu bringen, hat sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz verständigt. Nun ist die neue Arbeitsplatztemperatur in der Arbeitsstättenschutzverordnung geregelt.

Mehr über gesunde Arbeitsbedingungen erfahren Sie im AOK-Arbeitgeberportal.

Pflegekräfte besonders oft psychisch erkrankt

Im Rheinland und dem westlichen Ruhrgebiet fallen Pflegekräfte wesentlich häufiger wegen psychischer Erkrankungen und Burnout aus als Mitarbeitende anderer Branchen. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle, die durch psychische Probleme ausgelöst wurden, lag bei den Beschäftigten in Pflegeberufen im vergangenen Jahr rund 63 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Berufsgruppen. Das hat eine Auswertung der Daten von rund 66.000 Pflegerinnen und Pflegern ergeben, die bei der AOK Rheinland/Hamburg versichert sind.

Analysen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigen, dass psychische Erkrankungen und Burnouts in der Pflege seit Jahren zunehmen. Für das Rheinland und das westliche Ruhrgebiet heißt das: Allein von 2020 bis 2021 war ein Anstieg um 17,1 Prozent auf 10.753 Fälle zu verzeichnen. Die daraus resultierenden AU-Bescheinigungen führten 2021 zu insgesamt 386.735 Fehltagen, im Jahr zuvor waren es noch 342.051. 

Demografischer Wandel, steigende Lebenserwartung, mehr von Demenz betroffene und chronisch kranke Menschen, die besondere Zuwendung und Hilfe benötigen: Die Anforderungen in der Pflege werden immer komplexer. Für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser ist es schwer, qualifiziertes Personal zu finden und Pflegekräfte zu halten. Im Ergebnis müssen weniger Pflegekräfte eine höhere Aufgabenlast bewältigen.

„Ihre hohen physischen und psychischen Belastungen erweisen sich für viele Pflegekräfte immer häufiger als Barriere. Entlastung und Ausgleich werden für die Beschäftigten deshalb umso wichtiger. Hier kann die Betriebliche Gesundheitsförderung einen wertvollen Beitrag leisten“, erklärt Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) trägt dazu bei, Arbeitsbelastungen zu senken und die Gesundheit der Pflegerinnen und Pfleger zu stärken. Die AOK Rheinland/Hamburg und ihr BGF-Institut begleiten Pflegekräfte und unterstützen Einrichtungen dabei, sich gesundheitsgerechter aufzustellen. Dazu hat die AOK auch die Initiative „Pflege.Kräfte.Stärken“ gestartet, die mit Angeboten etwa zur Stärkung von Resilienz, zum Stressmanagement oder zur gesunden Gestaltung von Schichtdiensten zur Entlastung beiträgt.

Mehr zu den Angeboten des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg für die Pflegebranche unter BGFcare.

Das BGF-Bike-Mobil macht Radfahren noch gesünder

Das BGF-Mobil, das direkt zu den Betrieben auf den Firmenhof rollt, hat sich auf den aktuellen Trend eingestellt, dass immer mehr Menschen das Fahrrad als Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit einsetzen. Im Mittelpunkt stehen daher Expertenberatungen rund ums Radfahren, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern anbieten können.

Mit welchen potenziellen Gefahren müssen Radfahrer im Straßenverkehr rechnen? Unter welchen Voraussetzungen kommt man am sichersten durch den Verkehr? Das „Virtual Bike Training“ sensibilisiert die Teilnehmenden für Gefahrensituationen durch Einflüsse von Licht bzw. Sichtbarkeit oder durch Ablenkung etwa beim Handygebrauch und vermittelt die Fähigkeit, sich verantwortungsbewusst im Verkehr zu bewegen.

Weitere Angebote des BGF-Bike-Mobil sind das „Bike Fitting“, also die ergonomische Anpassung des Rades auf die individuellen Körpermaße und den persönlichen Fahrstil, oder das „Bike-Coaching“, eine maßgeschneiderte Beratung, wie jeder Einzelne entsprechend seiner Voraussetzungen und Zielsetzungen die gesundheitlichen Vorteile des Radelns voll ausschöpfen und genießen kann. 
Weitere Infos zu den Einsatzmöglichkeiten des BGF-Bike-Mobil erhalten Sie von Tobias Adler vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg.

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