Betriebliche Gesundheit im März

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Persönlichen Kontakt fördern * Pausen einhalten * Spaß an der Arbeit * Umfrage zu Umwelteinflüssen

Persönlicher Kontakt stärkt die Psyche

Trotz der Herausforderungen der Coronapandemie geht es Beschäftigten in Deutschland psy­chisch überwiegend gut. Lediglich 14,5 Prozent berichten über eine deutliche Verschlechterung ihres psychischen Wohlbefindens. Das zeigt eine repräsentative Studie des Projekts psychische Gesundheit in der Arbeitswelt unter knapp 5.000 Beschäftigten in Deutschland. Auch mit der vermehrten Homeoffice-Situation können die Beschäftigten im Vergleich zum Beginn der Pan­de­mie besser umgehen: Die Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit hat sich im Homeoffice gegenüber März letzten Jahres erhöht. Auch Arbeitgeber schneiden insgesamt gut ab bei der Befragung. Mehr als 60 Prozent der Beschäftigten sind sehr zufrieden mit dem Verhalten ihrer Arbeitgeber. Dabei loben die Befragten insbesondere die Kommunikation über die Situation. Allerdings schwindet mit der andauernden Pandemie zunehmend das „Wirgefühl“. Füh­rungs­kräf­te können dem entgegenwirken, indem sie den persönlichen Kontakt zu ihren Beschäftigten halten und fördern. Dabei hilft es, sie zum Beispiel regelmäßig anzurufen oder sich mit dem Team zu kleinen, privaten Videogesprächen zu verabreden.

Gerade während der Coronapandemie können Führungskräfte viel dafür tun, ihre Mitarbeiter zu unterstützen. Viele hilfreiche Anregungen dazu finden Sie in dem Corona-Special auf dem Fach­portal.

Tiefere Einblicke in die Mitarbeiterführung auf Distanz erhalten Sie in dem Online-Seminar des BGF-Instituts.

Zu regelmäßigen Pausen animieren

Jeder dritte Deutsche arbeitet laut einer Befragung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stif­tung mehr als 40 Stunden pro Woche, jeder Zehnte sogar mehr als 48 Stunden. Solche lan­gen Arbeitszeiten können die Gesundheit beeinträchtigen und zu körperlicher und emotionaler Er­schöp­fung oder Schlafstörungen führen, warnen die Experten der Stiftung. Was dagegen hel­fe und somit die Gesundheit der Beschäftigten fördere, seien zum einen ein gutes Betriebsklima und eine wertschätzende Führungskultur. Zum anderen seien regelmäßige und ausreichend lan­ge Pau­sen essenziell.

Im Idealfall leben Arbeitgeber und Führungskräfte ein gesundes Pausenverhalten vor. Sie können ihre Mitarbeiter auch, etwa mit digitalen Angeboten, zu entspannenden oder aktiven Pausen ani­mie­ren. Beim Einhalten der Pausen kann zudem eine computergestützte Erinnerungsfunktion helfen. Etwas weiter geht ein spezielles Sensorarmband, an dem ein Forschungsteam des Fraun­ho­fer-Instituts für Materialfluss und Logistik derzeit forscht. Das Armband und eine App auf dem Smartphone sollen es Beschäftigten künftig ermöglichen, anhand physiologischer Mess­da­ten individualisierte Pausenempfehlungen zu bekommen. Bei viel Stress sieht der Mitarbeiter dann auf seinem Handy, dass er eine Pause machen soll. Das steigert die Chance, dass Mit­ar­bei­ter trotz hoher Arbeitsbelastung gesund und ausgeglichen bleiben.

Regelmäßig Pausen einzulegen und diese gesund zu gestalten – dabei hilft das BGF-Institut der AOK Rheinland/Hamburg unter anderem mit dem „froach“, einem digitalen Coach in Frosch­ge­stalt, der zu kurzen Bewegungs- und Entspannungspausen anleitet. Ein anderer Vorschlag sind die „Healthy Cubes“ mit Übungen zu Achtsamkeit, Bewegung, Entspannung und Ernährung nach dem Zufallsprinzip.

Spaß an der Arbeit wichtiger als Gehalt

In der vermehrt digitalen und schneller werdenden Arbeitswelt sorgt insbesondere der Spaß an der Arbeit dafür, dass Beschäftigte zufrieden und gesund sind. Das zeigt eine Studie der globalen Jobbörse Indeed in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov. Danach sagen 90 Prozent der insgesamt mehr als 2.000 befragten Beschäftigten in Deutschland, dass der Spaß bei ihrer beruflichen Entwicklung an erster Stelle steht – noch vor ihrem Gehalt (83 Prozent). Der Wunsch nach Selbstverwirklichung liegt mit 64 Prozent auf dem dritten Platz. Das Selbst­ver­ständ­nis von Arbeit hat sich demnach deutlich verändert. Arbeiten nur um der Arbeit willen war ges­tern. Heute steht die Freude an der eigenen Tätigkeit im Vordergrund. Die Studie zeigt, dass ge­ra­de nichtmonetäre Aspekte dafür entscheidend sind, zum Beispiel Teamgeist, flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit zur Weiterbildung. Frust erzeugt hingegen hauptsächlich mangelnde An­er­ken­nung durch Vorgesetzte. Umso wichtiger ist es für Arbeitgeber, engagierte Beschäftigte auf authentische Art wertzuschätzen.

Ein gesunder Führungsstil trägt viel zum Wohlbefinden von Mitarbeitern bei. Wichtige Tipps dazu erfahren Sie hier.

Wie es Unternehmen gelingt, ihren Mitarbeitern zu Sinnerleben im Job zu verhelfen, erfahren Sie in dem Online-Seminar des BGF-Instituts.

WIdO-Monitor: Umweltschutz liegt Menschen am Herzen

Ob in der eigenen Wohnung, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit: Umweltverschmutzungen und -belastungen erzeugen bei vielen Menschen Sorgen und beeinflussen direkt ihre Gesundheit. Das geht aus einer Bevölkerungsumfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor, die Ende September 2020 durchgeführt wurde. Mehr als ein Drittel (38,7 Prozent) der insgesamt 3.000 Befragten ist der Auffassung, dass Umweltverschmutzung und Umweltschadstoffe die ei­ge­ne Gesundheit stark oder sehr stark belasten. Dabei werden in erster Linie psychosomatische Beschwerden genannt, wie etwa:

  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Angstgefühle
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Atemwegserkrankungen
  • Magen-Darm-Beschwerden

Drei Viertel der befragten Menschen sind aufgeschlossen, selbst etwas zum Umweltschutz bei­zu­tra­gen.

Auch von ihrem Arbeitgeber erwarten Beschäftigte zukünftig ein größeres Umweltbewusstsein, wie eine Umfrage der Personalberatungsfirma Königsteiner Gruppe zeigt. 60 Prozent der mehr als 3.000 befragten Mitarbeiter und Führungskräfte in deutschen Unternehmen äußerten, dass ihnen die Haltung des Arbeitgebers zu Umweltfragen sehr wichtig ist. Betriebe, die angeben, das Thema Umweltbewusstsein im täglichen Arbeitsleben besonders zu fördern, erhöhen damit ihre Attraktivität und schaffen laut der Studie einen besonderen Anreiz, sich bei diesen Unternehmen zu bewerben.

Durch welche weiteren Maßnahmen Arbeitgeber ihre Attraktivität erhöhen und wie Betriebe die Gesundheit ihrer Mitarbeiter bestmöglich fördern, erfahren Sie hier.

Stand

Erstellt am: 16.03.2021

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