Betriebliche Gesundheit im September

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Sinnhaftes Arbeiten * Gesundheitsschutz * Homeoffice in Corona-Zeiten * Mobbing

Sinnstiftendes Arbeiten fördert die Gesundheit

Wer seine Arbeit als sinnhaft empfindet, kann besser mit beruflichen Herausforderungen wie Stress und einer hohen Arbeitsdichte umgehen. Das geht aus dem iga.Report 43 der Initiative Gesund­heit und Arbeit hervor. Als sinnstiftend definieren die 2.000 Befragten zum Beispiel eine Tätig­keit, bei der sie authentisch und „sie selbst“ sein können, in der sie sich mit anderen ver­bunden fühlen und ihr volles Potenzial entfalten. Wer unter solchen Bedingungen arbeitet, ist laut der Studie seltener krank und arbeitet motivierter. Weitere wichtige Aspekte einer sinnhaften Ar­beit sind, dass Beschäftigte die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. Auch eine offene Unternehmenskultur und ein gesundes Arbeitsumfeld sind entscheidend. Dazu zählt, dass Mit­ar­bei­ter mitbestimmen und selbst gesteckte Ziele erreichen können und dass Vorgesetzte einen wertschätzenden Umgang pflegen. Vor allem Beschäftigte aus dem Gesundheits- und So­zi­al­we­sen sowie aus den Medien und dem Verlagswesen gaben an, dass sie ihre Arbeit unter diesen Gesichtspunkten als sinnhaft erachten.

Wie Arbeitgeber für ein positives Arbeitsklima sorgen und ihre Teams dabei unterstützen, die eigene Tätigkeit als wirksam und sinnhaft anzusehen, lesen Sie hier.

Das Online-Seminar „Sinnerleben“, angeboten vom Institut für Betriebliche Ge­sund­heits­för­de­rung der AOK Rheinland/Hamburg für Führungskräfte und Mitarbeiter eines Unternehmens, legt ein besonderes Augenmerk auf die Sinnfindung bei der Arbeit in schwierigen Zeiten.

Corona-Gesundheitsschutz in vielen Unternehmen gut

Seit der Corona-Pandemie steht das Thema Gesundheitsschutz für viele Unternehmen an erster Stelle. Mehr als 70 Prozent der Firmen haben während der Pandemie ein individuelles Ge­sund­heits­schutz­konzept entwickelt und setzen es bereits um. Sie stellen zum Beispiel Des­in­fek­ti­ons­mit­tel bereit, weisen auf Abstands- und Hygieneregeln hin, minimieren den persönlichen Kontakt zwischen den Mitarbeitern und reduzieren Meetings. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Online-Jobbörse StepStone unter rund 8.500 Führungskräften und Mitarbeitern. Drei von vier der be­frag­ten Führungskräften berichten, dass der Gesundheitsschutz größtenteils reibungslos funk­ti­o­nie­re. Das sehen auch die befragten Beschäftigten so: 77 Prozent vertrauen ihrem Arbeitgeber beim Gesundheitsschutz im Unternehmen.

Bei der gelungenen Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen sind Unternehmen und Mit­ar­beiter gleichermaßen in der Verantwortung. Wie Arbeitgeber sich und ihr Team für eine sichere Rück­kehr an den Arbeitsplatz rüsten, erfahren Sie hier.

Führungskräfte und Beschäftigte gewöhnen sich ans Homeoffice

Je länger die Covid-19-Pandemie anhält, desto besser kommen Menschen mit der Arbeit im Home­office zurecht. Das geht aus einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Angewandte In­forma­ti­ons­tech­nik (FIT) hervor. Sie läuft bereits seit April und wurde inzwischen von mehr als 2.000 Teilnehmern ausgefüllt. Demnach ist die Zufriedenheit der befragten Beschäftigten und Führungskräfte seit April stetig gestiegen und liegt nun bei 90 Prozent. Die Studienautoren er­klä­ren sich das unter anderem damit, dass die Befragten die Trennung von Berufs- und Privatleben immer weniger vermissen – auch weil nach der Öffnung von Kitas und Schulen die Kinder nicht mehr durchgehend zu Hause betreut werden müssen. Arbeitnehmer der IT-Branche sind be­son­ders zufrieden, was laut Studie mit ihrer Affinität für digitale Lösungen zusammenhängt. Zudem geben die Befragten an, dass sowohl die individuelle Arbeit als auch die Teamaufgaben im Home­office inzwischen besser funktionieren als zu Anfang der Erhebung. Das liegt mitunter daran, dass sich die Befragten nun besser mit digitalen Kommunikationstools auskennen.

In Zeiten der sozialen Distanz ist eine wertschätzende und funktionierende Kommunikation im Team besonders wichtig. Wie sie gelingt, lesen Sie hier.

Wie effizientes Arbeiten im Homeoffice gelingt, vermitteln Experten des BGF-Instituts den Be­schäf­tig­ten eines Betriebes in einem Online-Seminar.

Zum Aufhängen: Das AOK-Poster „Zu Hause arbeiten: Darauf kommt es an“ liegt der aktuellen Ausgabe 3/2020 des AOK-Arbeitgebermagazins „vigo gesundes unternehmen“ bei und steht außerdem hier kostenlos zum Download bereit.

Ausweg gesucht: Der Mobbingbericht 2020 des BGF-Instituts

75,9 Prozent der Anrufer, die sich beim Mobbingtelefon des Instituts für Betriebliche Ge­sund­heits­för­de­rung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg gemeldet haben, waren weiblich. Das hat eine Auswertung der Anrufe im Jahr 2019 ergeben. Mit einem Anteil von 34,9 Prozent gehörten die meisten Anrufer zur Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen. Die Anrufer waren zu 26,8 Prozent in einem Dienstleistungsunternehmen und zu 24,4 Prozent im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Schlafstörungen, Erschöpfung, häufige Kopfschmerzen – Mobbing ruft körperliche und psy­chi­sche Belastungen hervor, die nachhaltig Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Betroffenen be­ein­träch­ti­gen. Mobbing reicht dabei von ständiger Kritik oder Isolation des Mitarbeiters bis hin zu Drohungen und persönlichen Angriffen.

Das Mobbingtelefon des BGF-Instituts hilft bei der Suche nach einem Ausweg aus der Mobbing-Situation. Psychologen und Pädagogen beraten die Anrufer anonym und kostenfrei, sie hören zu, geben praktische Tipps und zeigen mögliche Lösungen auf.

Den vollständigen „Mobbingbericht 2020“ des BGF-Instituts finden Sie hier zum Download.

Das Mobbingtelefon des BGF-Instituts ist jeden Dienstag zwischen 14 und 20 Uhr unter der Te­le­fon­num­mer 0221 27180-200 in Köln und unter 040 2023-4209 in Hamburg für Ratsuchende freigeschaltet.

Stand

Erstellt am: 15.09.2020

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