Betriebliche Gesundheit im April

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Selbstmassage lockert Rückenmuskulatur * Inklusion durch Digitalisierung * Diabetes im Beruf * Gründe für Jobwechsel

Rückenverspannungen einfach wegrollen

Wer sich mit einer handelsüblichen Hartschaumrolle selbst massiert, kann Verspannungen der Rückenmuskulatur effektiv lösen. Acht Minuten reichen aus, um nach viereinhalb Stunden pau­sen­lo­sem Sitzen (was Arbeitnehmer natürlich ohnehin vermeiden sollten) den steif gewordenen Rücken zu lockern. Das zeigt eine aktuelle Studie der Technischen Universität Chemnitz unter 59 Teilnehmern. Während sich die eine Gruppenhälfte nach viereinhalb Stunden Sitzen den Rü­cken mit der Rolle massierte, pausierte die andere Hälfte acht Minuten im Stehen. Die Er­geb­nis­se zeigen laut Studienautor Dr. Freddy Sichting, dass langes Sitzen Rückenverspannungen hervorruft – und dass sie durch Selbstmassage vollständig behoben werden können. Die Erkenntnis sei vor allem für Menschen wichtig, die berufsbedingt lange sitzen, etwa Berufskraftfahrer und Bü­ro­an­ge­stell­te.

Um Rückenschmerzen zu vermeiden, können Führungskräfte für mehr Bewegung im Joballtag ihrer Mitarbeiter sorgen. Lesen Sie hier, was schon kleine Änderungen gesundheitlich bewirken können.

Praktische Anleitung für kleine Bewegungsübungen geben Sie Ihren Mitarbeitern mit ver­schie­de­nen Postern aus der Reihe „vigo gesundes unternehmen“. Auf dem Fachportal zum kostenlosen Download.

Wie eine bewegte Pause an den Arbeitsplätzen in Ihrem Unternehmen optimal gestaltet wird, er­fahren Sie von den Experten des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rhein­land/Hamburg. Ihr AOK-Ansprechpartner stellt den Kontakt für Sie her.

Digitale Helfer unterstützen Menschen mit körperlicher Behinderung

20 Prozent aller deutschen Unternehmen setzen digitale Technologien gezielt ein, um Menschen mit Behinderung den Arbeitsalltag zu erleichtern. So stellen sie ihnen zum Beispiel Notebooks zum mobilen, ortsunabhängigen Arbeiten zur Verfügung. Davon profitieren Arbeitnehmer, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Das zeigt ein Report des Instituts der deutschen Wirtschaft. Ein Drittel der Unternehmen achtet bei der Einführung neuer Software zudem auf die Barrierefreiheit. Laut Studie kann die Digitalisierung somit einen Beitrag dazu leisten, Menschen mit schweren ge­sund­heit­li­chen Einschränkungen neue Arbeitsformen zu ermöglichen und ihre Ar­beits­um­ge­bung barriereärmer zu gestalten.

Für Beschäftigte mit körperlichen oder geistigen Behinderungen ist ein gelungenes Di­ver­si­täts­ma­nage­ment wichtig, damit sie ihre Fähigkeiten frei entfalten können. Welche Chancen Diversität einem Unternehmen bietet, lesen Sie hier.

Bestimmte Berufe erhöhen Diabetesrisiko

Einige Berufsgruppen haben ein erhöhtes Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Das zeigt eine Studie des schwedischen Karolinska-Instituts und des Stockholmer Regionalrats unter insgesamt 4,5 Mio. schwedischen Erwerbstätigen, die zwischen 2006 und 2015 eine Dia­be­tes­diag­no­se erhalten haben. Bei den Männern waren vor allem Berufskraftfahrer und Fabrikarbeiter betroffen (mehr als 7 Prozent). Informatiker waren mit 2,5 Prozent am seltensten an Diabetes mel­li­tus Typ 2 erkrankt. Bei den Frauen handelte es sich bei den Diabeteserkrankten vor allem um Fabrikarbeiterinnen, Reinigungskräfte und Küchenassistentinnen. Weniger betroffen waren mit 1,2 Prozent Frauen im mittleren und gehobenen Management. Laut Studie sind die un­ter­schied­lichen Diabetes-Risiken hauptsächlich auf die verschiedenen Lebensstile der Beschäftigten zu­rück­zu­füh­ren. Arbeitnehmer erkranken mit höherer Wahrscheinlichkeit an Diabetes mellitus Typ 2, weil sie eher übergewichtig sind, rauchen und eine geringe körperliche Fitness haben. Insgesamt waren Männer häufiger betroffen als Frauen (5,2 im Vergleich zu 3,2 Prozent).

Gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung reduzieren das Risiko, an Diabetes zu er­kran­ken. Mehr Bewegung in den Berufsalltag bringt zum Beispiel ein Schrittzählerwettbewerb, wie ihn das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg Un­ter­neh­men anbietet. Mehr erfahren Sie auf der Homepage des BGF-Instituts oder bei Ihrem AOK-Ansprechpartner. Wie Sie und Ihre Mitarbeiter Zuckerfallen im Joballtag umgehen, erfahren Sie hier.

Warum Mitarbeiter ihren Job wechseln wollen

Knapp vier von zehn Beschäftigten in Deutschland können sich vorstellen, dieses Jahr den Job zu wechseln. Je nach Region ist die Bereitschaft aber verschieden ausgeprägt: In Hamburg denkt fast jeder Zweite über einen Wechsel nach, in Rheinland-Pfalz hingegen wollen knapp drei Viertel bei ihrem Arbeitgeber bleiben. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Mei­nungs­for­schungs­ins­ti­tuts forsa im Auftrag von Xing E-Recruiting hervor, für das 3.030 Erwerbstätige in Deutsch­land befragt wurden. Als einen der wichtigsten Gründe für einen Wechsel nennen die Stu­di­en­teil­neh­mer mit 53 Prozent das Verhalten von Vorgesetzten. 43 Prozent sind unzufrieden, weil sie nicht genug Anerkennung erfahren.

Mit dem kostenfreien AOK-Onlineprogramm „Gesund führen“ können Führungskräfte in­ter­ak­tiv und flexibel erlernen, wie sie Beschäftigte unterstützen.

Stand

Erstellt am: 14.04.2020

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