Betriebliche Gesundheit im Dezember

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Yoga im Job * Schichtpläne für mehr Aufmerksamkeit * Kritik von weiblichen Vorgesetzten * Glücksatlas

Yoga am Arbeitsplatz: Studie belegt positiven Gesundheitseffekt

Yoga am Arbeitsplatz verbessert die Gesundheit der Beschäftigten. Das geht aus der 2019 er­schie­ne­nen Studie „Yoga in the workplace and health outcomes: a systematic review“ mehrerer Autoren rund um die Wissenschaftlerin Laura M. Puerto Valencia hervor. Demnach ist Yoga beson­ders gut für die psychische Gesundheit, weil nachweislich Stress abgebaut wird. Auch auf die Schlafqualität haben Yoga-Übungen, die bspw. in der Mittagspause durchgeführt wurden, einen Einfluss. Bezogen auf das subjektive, emotionale und psychologische Wohlbefinden ist Yoga laut Studie effektiver als andere körperliche Aktivitäten. Für ihre Ergebnisse werteten die Autoren 13 Studien aus, die die Effekte von Yoga-Übungen am Arbeitsplatz untersuchten.

Bewegung, Entspannung und Stressbewältigung sind wichtig für eine gesunde Arbeits- und Lebensweise. Die AOK-Gesundheitskurse bieten ein abwechslungsreiches Programm – unter anderem auch Yoga.

Nachtarbeit: gleichbleibende Arbeitszeiten verbessern Aufmerksamkeit

Gleichbleibende Schichtpläne können dazu beitragen, dass weibliche Beschäftigte während der Nachtschicht aufmerksamer arbeiten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts für Prä­ven­ti­on und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Demnach fördert Regelmäßigkeit im Schichtsystem bei Frauen die Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen.

Ihre Reaktionszeiten sind durch wechselnde Schichten deutlich verringert. Das ergab der so­ge­nann­te „Psychomotorische Vigilanz Test“, bei dem 74 Frauen im Pflegedienst in der Nachtschicht in unregelmäßigen Abständen auf ein Signal hin so schnell wie möglich einen Knopf betätigen mussten. Aus mehreren Durchläufen ließ sich eine mittlere Reaktionszeit errechnen. Verglichen wurde dieser Wert bei mehreren aufeinanderfolgenden Tag- oder Nachtschichten.

Ergebnis: Nach einer Nachtschicht waren sowohl eine deutlich verlängerte mittlere Reaktionszeit als auch eine höhere Zahl an Auslassungsfehlern festzustellen. Dabei fanden die Wissenschaftler auch heraus, dass sich die Reaktionszeiten schon ab der zweiten Nachtschicht verbesserten. Sie schließen daraus, dass unregelmäßige oder schnell wechselnde Schichtpläne vermieden werden sollten.

Wie Führungskräfte Schichtarbeit gesundheitsgerecht organisieren können, lesen Sie hier.

Das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg unterstützt Ihre Mitarbeiter im Schichtsystem mit Tipps für ein gesundheitsbewusstes Leben mit dem Se­mi­nar­an­ge­bot „Fit für die Schicht“.

Kritik von Männern und Frauen wird unterschiedlich wahrgenommen

Beschäftigte können mit der Kritik weiblicher Vorgesetzter schlechter umgehen als mit dem ne­ga­ti­ven Feedback männlicher Führungskräfte, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit. Dafür sollten 2.700 Arbeitnehmer einen Auftrag für ein fiktives Unternehmen erfüllen und bekamen ein schriftliches Feedback von männlichen oder weiblichen Vorgesetzten. Kam negative Kritik von einer Frau, ging die Jobzufriedenheit der Beschäftigten um 70 Prozent stärker zurück als bei der Kritik durch einen Mann. Auch bekundeten doppelt so viele Be­schäf­tig­te, nicht mehr an einer Zusammenarbeit mit dem Unternehmen interessiert zu sein. Die Autoren begründen das unter anderem damit, dass Arbeitnehmer weibliche Vorgesetzte häufiger mit Lob verbinden als mit Kritik – erfüllen Frauen diese Rollenerwartung nicht, könne das negative Reaktionen hervor­rufen.

Konstruktive Rückmeldungen sind wichtig für einen effektiven Führungsstil. Im AOK-Programm „Gesund führen“ lernen Führungskräfte unter anderem, wie sie ihren Mitarbeitern erfolgreich Feedback geben.

Mehr über gesundes Führen erfahren Sie auch bei den Experten des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg. Sprechen Sie Christine Spanke an unter Telefon 0221 27180-109 oder unter christine.spanke(at)bgf-institut.de.

Glücksatlas: Frauen und Männer arbeiten gern zusammen

64 Prozent der Deutschen sind im Job zufriedener, wenn Frauen und Männer zusammenarbeiten. Das ist ein Ergebnis des diesjährigen Sonderteils des Deutsche Post Glücksatlas. Für den Report wurden neben Umfragen auch die Daten einer Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Wirt­schafts­for­schung ausgewertet. In Teams mit Mitarbeitern beider Geschlechter empfinden 42 Pro­zent der Befragten das Arbeitsklima als besser als in nicht gemischten Teams. Außerdem steigert die Zusammenarbeit laut 31 Prozent der Befragten die Kreativität. Auch familienfreundliche An­ge­bo­te der Arbeitgeber wirken sich dem Report nach positiv auf die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten aus.

Lesen Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber, warum das Thema Life-Balance auch für Betriebe immer wichtiger wird.

Stand

Erstellt am: 11.12.2019

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