Rauchfrei im Job

Zigarettenkonsum am Arbeitsplatz belastet nicht nur die Raucher selbst, sondern auch ihre Umgebung. Mit verschiedenen Maßnahmen können Arbeitgeber zu einem rauchfreien Betrieb beitragen.

Rauchstopp für Beschäftigte – auf den Punkt gebracht

  • Ein rauchfreier Arbeitsplatz unterstützt die Gesundheit aller Arbeitnehmer.
     
  • In Deutschland ist der betriebliche Nichtraucherschutz seit dem Jahr 2002 in der Arbeitsstättenverordnung gesetzlich geregelt.
     
  • Arbeitgeber können Rauchern beim Aufhören helfen.

Positive Folgen des Rauchstopps

„Du siehst aber frisch aus!“ – wenn Raucher den Tabakkonsum einstellen, bleibt das auch am Arbeitsplatz nicht unbemerkt. Denn nach dem Rauchstopp regeneriert sich der Körper, bestätigt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Die Organe werden besser mit Sauer­stoff versorgt, die körperliche Leistungsfähigkeit steigt. Die Lungenfunktion verbessert sich, durch das Rauchen bedingte Kopfschmerzen verschwinden. Mit dem Rauchstopp wird der größte Ri­si­ko­fak­tor für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen abgestellt.

Dazu kommt: Mitarbeiter müssen keine Rauchpausen mehr einlegen, sondern können kurze Pausen zwischendurch für erholsame Tätigkeiten wie kleine Ausgleichsübungen nutzen. Auch gefährden Raucher ihr Umfeld dann nicht mehr durch Pas­siv­rauchen. Das Betriebsklima ver­bes­sert sich durch mehr Nichtraucher – und zwar buchstäblich.

Betrieblicher Nichtraucherschutz

Um das Rauchen am Arbeitsplatz einzugrenzen, ist der betriebliche Nichtraucherschutz seit 2002 gesetzlich vorgeschrieben. Arbeitgeber tragen seitdem Sorge dafür, dass Raucher und Nicht­rau­cher räumlich voneinander getrennt sind. Möglich wird das durch ein allgemeines oder teilweises Rauchverbot.

So können Arbeitgeber beim Rauchstopp unterstützen

  • Rauchmöglichkeiten einschränken: Entfernen Sie zunächst alle zum Rauchen einladenden Einrich­tungen wie Zigarettenautomaten und Aschenbecher aus den Betriebsgebäuden. Richten Sie für die Raucher Flächen für den Tabakkonsum ein, die ausreichend weit vom Gebäude ent­fernt sind, sodass der Rauch nicht direkt ins Gebäude ziehen kann.
  • Zeiten erfassen: Legen Sie zusammen mit dem Betriebsrat fest, dass Raucher regulär Pause machen und die Zeiten erfassen müssen.
  • Ersatz schaffen: Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Alternativen zur Zigarette an: Stellen Sie etwa Obst- und Gemüsestücke in der Teeküche bereit oder organisieren Sie ein Sportprogramm in der Mittagspause.
  • Gruppengefühl stärken: Ermutigen Sie rauchende Mitarbeiter, mit anderen Kollegen zu­sam­men den Rauchstopp anzugehen. In einer Gruppe motivieren sie sich gegenseitig.
  • Hilfe bereitstellen: Organisieren Sie Informationsveranstaltungen, Workshops oder eine Grup­pen­­therapie zur Rauchentwöhnung für Ihre rauchenden Mitarbeiter und unterstützen Sie die Motivation der Aufhörwilligen im Betrieb zum Beispiel mit dem AOK-Poster „Endlich rauch­frei“.
BGFI
Individuelle Beratung durch das BGF-Institut

Die AOK Rheinland/Hamburg und ihr Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) beraten Unternehmen bei der Planung und Durchführung eines maßgeschneiderten Ange­bots zur Rauchentwöhnung. Ein firmeninternes Nichtraucher-Training zum Beispiel bietet den Mitarbeitern konkrete Hilfe. Sprechen Sie die Experten für Betriebliche Ge­sund­heitsförderung an:

Nicole Lazar
Telefon 0221 27180-122
Mail nicole.lazar@bgf-institut.de

Tipps für Ihre Beschäftigten

Mitarbeiter, die vom Rauchen loskommen wollen, können sich im AOK-Expertenforum Nicht­rauchen beteiligen. Im Forum treffen sich Raucher, Ex-Raucher und Experten. Sie tauschen sich darüber aus, welche Methode sich für den Einzelnen eignet und wie man es schafft, langfristig durchzuhalten. Raucher auf dem Weg zu einem Leben ohne Nikotin erfahren hier, wie andere den Ausstieg geschafft haben, und können sich gegenseitig motivieren. Die Forenexperten sind geschult darin, Menschen an die Tabakentwöhnung heranzuführen, und antworten auf direktem Weg in der Community. Das Forum ist exklusiv für AOK-Versicherte geöffnet.

BZgA
Das rauchfrei-Ausstiegsprogramm

Das Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist ein Weg­wei­ser für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen. Das Programm begleitet Betroffene 21 Tage lang mit Informationen und Tipps zum gelungenen Ausstieg. Auch motiviert es angehende Nichtraucher, etwa mithilfe eines Eurozählers, der berechnet, wie viel Geld durch den Rauchstopp bereits gespart wurde.

Stand

Erstellt am: 13.11.2019

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