Homeoffice-Regelung verlängert: Arbeitgeber bis 30. April in der Pflicht
10.03.2021 | Homeoffice-Regelung

Homeoffice-Regelung verlängert: Arbeitgeber bis 30. April in der Pflicht

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung wurde von der Bundesregierung bis zum 30. April 2021 verlängert und damit auch die Homeoffice-Regelung. Jeder Zweite machte davon bereits im Februar Gebrauch.

Arbeitgeber müssen Homeoffice länger ermöglichen

Noch bis zum 30. April 2021 sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren Beschäftigten – wo möglich – das Arbeiten im Homeoffice anzubieten. Diese Regelung im Rahmen der Corona-Arbeitsschutzverordnung war zunächst bis 15. März befristet und wurde jetzt von der Bundesregierung verlängert. Weitere Details, die Arbeitgeber beachten müssen, finden sich auf dieser Checkliste.

Jeder Zweite arbeitete im Februar von zu Hause

Seit dem Inkrafttreten der Arbeitsschutzverordnung am 27. Januar wird die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, stark genutzt. Mitte Februar arbeitete annähernd jeder zweite Beschäftigte in Deutschland zumindest stundenweise im Homeoffice. Das ergab eine repräsentative Befragung von über 1.000 abhängig Beschäftigten, die im Februar im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) durchgeführt wurde. Demnach war gut jeder dritte Beschäftigte sogar überwiegend oder ausschließlich im Homeoffice tätig. 22 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im Februar mehr im Homeoffice als noch im Januar. Der Anteil der Beschäftigten, die einen wesentlichen Teil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice erledigen, lag demnach im Februar 2021 deutlich höher, als es am Beginn der zweiten Lockdown-Phase der Fall war.

Ausstattung im Homeoffice

85 Prozent der Befragten mit einer Tätigkeit im Homeoffice geben an, dass ihnen hierfür von ihrem Arbeitgeber ein Computer, Laptop oder Tablet bereitgestellt wurde. 44 Prozent erhielten zu diesem Zweck ein Smartphone oder Handy und 31 Prozent Apps oder Programme für den privaten Computer, Laptop oder Tablet. Nur einem vergleichsweise geringen Anteil von 10 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice wurden auch Büromöbel, wie etwa ein Bürostuhl, für ihre Arbeit von zu Hause aus bereitgestellt.

Nicht alle Tätigkeiten für Homeoffice geeignet

Beschäftigte, die nicht von zu Hause arbeiteten, begründeten das vor allem damit, dass sich ihre Tätigkeiten nicht oder nur teilweise für das Homeoffice eignen (86 Prozent). Nur etwa jeder fünfte Beschäftigte nennt eine mangelnde oder schlechte technische Ausstattung als Grund.

Empfohlene Maßnahmen für Infektionsschutz umgesetzt

Die Befragung im Auftrag des BMAS zeigt auch, dass in vielen Betrieben noch mehr der in der Corona-Arbeitsschutzverordnung empfohlenen Maßnahmen umgesetzt wurden, um das Risiko einer Corona-Infektion zu verringern.

  • Ein Drittel der befragten Beschäftigten gibt an, dass Regelungen zur Kontaktreduktion bei der Arbeit im Vergleich zum Dezember 2020 noch einmal verschärft wurden.
  • 87 Prozent bekamen von ihren Arbeitgebern medizinische Schutzmasken bereitgestellt. Jeder vierte Beschäftigte gibt an, dass dies im Dezember 2020 noch nicht der Fall war.

Aber: Aktuell erhalten 12 Prozent der Beschäftigten von ihrem Arbeitgeber nach wie vor keine medizinischen Schutzmasken. In Kleinbetrieben mit weniger als zehn Beschäftigten ist dieser Anteil mit 22 Prozent deutlich höher.

Überwiegend zufrieden mit Arbeitgebern

Insgesamt schneiden Arbeitgeber in ihren Bemühungen um einen Infektionsschutz aus Sicht der Beschäftigten aber gut ab. So machen sich aktuell nur 17 Prozent große oder sehr große Sorgen, dass sie sich bei der Arbeit mit dem Coronavirus infizieren könnten. Nur einer von zehn Beschäftigten hält die von seinem Arbeitgeber ergriffenen Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung für nicht weitreichend genug. Dagegen halten 82 Prozent der Beschäftigten die Infektionsschutzmaßnahmen ihres Arbeitgebers für gerade richtig.

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Erstellt am: 10.03.2021

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