Expertenforum - Minijob - Stundenaufteilung

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Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

Fragen Sie Experten zu allen Aspekten der Sozialversicherung – im Expertenforum der AOK. An Werktagen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.

Fragen zum Jahreswechsel

Zum Jahresbeginn 2021 und auch schon im Herbst 2020 stehen wieder zahlreiche Neuerungen in der Sozialversicherung auf dem Programm. Darüber informieren wir bereits ab September in einem Themenspezial. Für Fragen zu den einzelnen Themen haben wir ein spezielles Expertenforum Jahreswechsel eingerichtet.

  • 01
    Minijob - Stundenaufteilung
    Hallo Expertenteam,
    ich habe einen MA auf Minijob-Basis. Dazu hab ich auch einen Arbeitsvertrag mit den Tagen, an welchen er wieviel Stunden arbeitet (Mindestlohn).
    Darf von diesen Tagen/Stunden (im Arbeitsvertrag) auch geringfügig abgewichen werden, oder muss dann eine Regelung mit Arbeitszeitkonto gefunden werden?
    Vielen Dank vorab
  • 02
    RE: Minijob - Stundenaufteilung
    Guten Tag,
     
    Ihre Fragen bzgl. Mindestlohn und Arbeitsverträgen betreffen das Arbeitsrecht. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in diesem Forum zu Fragen des Arbeits- und/oder Privatrechts keine Stellungnahme abgeben können.
     
    Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen erhalten Sie u. a. von Arbeitgeberverbänden, Kammern (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer) sowie Fachanwälten für Arbeitsrecht- und Privatrecht.
     
    Ganz allgemein geben wir Ihnen gerne einige Informationen:
     
    Aufgrund der Neuregelung des § 12 Abs. 1 TzBfG (Teilzeit- und Befristungsgesetz) kann es zu Auswirkungen auf geringfügige Arbeitsverhältnisse kommen. § 12 Abs. 1 TzBfG verpflichtet die Parteien bei der Vereinbarung von Abrufarbeit eine wöchentliche Regelarbeitszeit („verfestigte Arbeitszeit“) festzulegen. Fehlt es daran, gilt ab dem 1.1.2019 nicht mehr eine solche von 10 Stunden, sondern nunmehr von 20 Stunden als vereinbart. Dementsprechend kann in diesem Fall das Mindesteinkommen des Arbeitnehmers 795,85 Euro im Monat betragen. Damit geht in jedem Fall das sozialrechtliche Geringverdienerprivileg des § 8 Abs. 1 SGB IV verloren.
     
    Aufgrund dieser Änderungen empfehlen wir Ihnen ggf. nach Rücksprache eines Fachanwalts für Arbeitsrecht oder Ihrem Berufsverband, die wöchentliche Stundenzahl – ohne Angabe spezieller Arbeits-/Wochentage – anzugeben, damit die Geringfügigkeitsgrenze eingehalten werden kann.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
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