Betriebliche Gesundheit im März

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Therapie bei Rückenschmerzen * Hilfe und Lob durch Führungskräfte * Berufskrankheiten * Achtsamkeit macht gesünder

Rückenschmerzen: Physiotherapie ist eher Frauensache

AOK-versicherte Frauen mit Rückenschmerzen lassen sich häufiger von Physiotherapeuten helfen als Männer: Während ein Drittel der Patientinnen (33,2 Prozent) eine Physiotherapie macht, sind es bei Männern nur ein knappes Viertel (24,6 Prozent). Das geht aus dem Heilmittelbericht 2019 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. Jeweils rund drei Viertel der betroffenen Männer und Frauen erhalten Schmerzmittel. Insgesamt ging mehr als ein Viertel der 4,4 Mio. AOK-versicherten Rückenschmerzpatienten in den vergangenen fünf Jahren regelmäßig zum Arzt.

Wer am Arbeitsplatz viel sitzt, sich einseitig und wenig bewegt oder schwer heben muss, riskiert Rückenbeschwerden. Das AOK-Programm „Rückenaktiv“ bietet ein individuelles Trai­nings­pro­gramm, um Schmerzen vorzubeugen.

Gesunde Mitarbeiter in turbulenten Zeiten

Bei Restrukturierungen am Arbeitsplatz spielen Führungskräfte eine wichtige Rolle für die Ge­sund­heit ihrer Mitarbeiter, zum Beispiel wenn ein Unternehmen seinen Standort wechselt oder mit einem anderen Unternehmen fusioniert. So haben Beschäftigte, die Veränderungen am Ar­beits­platz erlebt haben und dabei häufig Unterstützung von ihrem direkten Vorgesetzten er­hiel­ten, seltener psychosomatische Beschwerden als jene, die nur manchmal oder nie Hilfe be­kom­men (41 Prozent versus 61 Prozent). „Unterstützung“ bedeutet dabei, dass Vorgesetzte zwischen dem Management und den Beschäftigten vermitteln, ihre Mitarbeiter auf Ver­än­de­rungs­pro­zes­se vorbereiten und sie dabei begleiten. Das zeigt das Faktenblatt „Gesund durch die Re­struk­tu­rie­rung – Das Führungsverhalten ist wichtig“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Ar­beits­me­di­zin (BAuA).

Für das Wohlbefinden der Beschäftigten ist ein gesunder Führungsstil wichtig. Das AOK-Pro­gramm „Gesund führen“ unterstützt Führungskräfte mit wertvollen Tipps.

Wer welche Berufskrankheit riskiert

Das Geschlecht und die Herkunft von Arbeitnehmern beeinflussen indirekt, welche Be­rufs­krank­heit sie eher betrifft. Das geht aus einer Metastudie des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung des Landes NRW hervor. Die Studienautoren erklären sich die Unterschiede vor allem durch die gen­der­spe­zi­fi­schen Tätigkeitsfelder: Männer gehen häufiger körperlich belastenden Tätigkeiten nach, während Frauen eher Gesundheits- und Sozialberufe ausüben, in denen etwa die Gefahr von Infektionen eine Rolle spielt.

So leiden berufstätige Männer deutschlandweit vor allem unter Lärmbelastung, sonstigen Er­kran­kun­gen (jeweils rund ein Drittel) und Asbestose (etwa 21 Prozent). Bei Frauen hingegen ist rund die Hälfte von sonstigen Er­kran­kun­gen betroffen, gefolgt von Hauterkrankungen und Allergien.

Auch die Herkunft spielt eine Rolle für die Gesundheit: Beschäftigte ohne Migrationshintergrund haben seltener eine Berufskrankheit als Beschäftigte mit ausländischen Wurzeln. So ist der Anteil der Mitarbeiter mit türkischer Staatsangehörigkeit an den anerkannten Berufskrankheiten etwa doppelt so hoch wie ihr Anteil an den Beschäftigten insgesamt. Das liegt laut Studie unter an­de­rem daran, dass Beschäftigte mit Migrationshintergrund häufiger in belastenden Ar­beits­be­din­gun­gen tätig sind.

Wie Unternehmen die Arbeitssicherheit gestalten müssen, ist in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen geregelt, mehr dazu lesen Sie im Fachportal für Arbeitgeber.

Achtsamkeit hilft der Gesundheit und der Arbeit

Trainings und Interventionen wie kognitive Verhaltenstherapien für eine bessere Achtsamkeit wirken sich positiv auf die psychische Gesundheit von Beschäftigten aus. Angst, Stress und Ärger las­sen sich damit reduzieren. Das zeigt der aktuelle Report der Initiative Gesundheit und Arbeit. Acht­samkeitstrainings sorgen insgesamt für ein verbessertes Wohlbefinden, das sich zum Beispiel in einer verstärkten inneren Ruhe äußert. Sie steigern auch die Arbeitsleistung, da Beschäftigte nach den Trainings effizienter arbeiten. Für die Ergebnisse fassten die Autoren des Reports ver­schie­dene Studien zusammen, die die Wirkung von Achtsamkeitstrainings auf Beschäftigte unter­sucht hatten.

Gelassenheit im Job ist wichtig für das psychische Wohlbefinden. Das AOK-Online-Training „Stress im Griff“ hilft Ihnen, Stressauslöser im Job zu identifizieren und damit umzugehen.

Stand

Erstellt am: 11.03.2020

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