Wiltmann GmbH & Co. KG Westfälische Fleischwarenfabrik

Steckbrief
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Die westfälische Fleischwarenfabrik in Versmold Wiltmann GmbH & Co. KG setzt auf die Arbeit in Gesundheitszirkeln: So verstetigt das Unternehmen die Betriebliche Gesundheitsförderung und setzt dabei auf Kommunikation mit allen Führungskräften, um die erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen.
Branche
Ernährungsbranche
Region
Nordrhein-Westfalen
Unternehmensgröße
800 Mitarbeiter

Praxisbeispiel BGF

Gesundheitsförderung ist Privatsache!? Nicht bei der Fleischwarenfabrik Franz Wiltmann GmbH & Co. KG. In diesem Unternehmen mit ca. 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden hochwertige Wurstwaren hergestellt. Bereits Mitte der neunziger Jahre startete man hier mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Ergebnisse waren überzeugend und der Erfolg unter anderem am gesenkten Krankenstand sichtbar. Dennoch rückte dieser erfolgreiche Ansatz ein wenig in den Hintergrund. 2006 wurde die Gesundheitsförderung neu belebt bzw. intensiviert. Auch der 1995 gegründete Arbeitskreis Gesundheit wurde wieder einberufen und durch einige neue Mitglieder ergänzt. Die Firma wollte durch eine stärkere Einbindung der eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte ein dauerhaftes Managementsystem mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Gesundheitsschutz etablieren.

Die Verbesserung der Arbeitsmotivation, die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Verbesserung des Arbeitsklimas waren ebenso wichtige Ziele wie die Optimierung der Arbeitsplätze, die Minimierung der Fehlzeiten und das Einbeziehen der Beschäftigten in Entscheidungsfindungen.

Die Arbeit in Gesundheitszirkeln als Kern der Betrieblichen Gesundheitsförderung

In den Anfängen der Betrieblichen Gesundheitsförderung startete man bei der Firma Wiltmann mit 5 Gesundheitszirkeln, die von externen Moderatoren (dem Arbeitsmediziner und der Projektkoordinatorin der AOK) geleitet wurden. Bei der Wiederbelebung 2006 wurden diese von den eigenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen moderiert.

Zur Vorbereitung der Zirkel führte die AOK in einer Stichprobe von 176 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Interviews durch, um die subjektiven Sichtweisen bezogen auf die Themen Arbeitsbelastungen, Führung, Betriebsklima und Commitment bei den Beschäftigten zu erfragen. Diese Ergebnisse bildeten die Grundlage für die Arbeit in den Gesundheitszirkeln. Die Zirkelmoderatoren wurden für diese Aufgabe von der Projektkoordinatorin der AOK qualifiziert und in den ersten Sitzungen begleitet. Insgesamt wurden 11 Gesundheitszirkel eingerichtet, die aus maximal fünf gewählten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Moderator zusammengesetzt waren. Jede Gruppe trifft sich jährlich mindestens zweimal, um sich mit den Gesundheitsbelastungen ihres Bereiches auseinander zu setzen. Themen, die in den Zirkeln besprochen werden, sind unter anderem: Betriebsklima, Arbeitsumgebung (Zugluft, Kälte usw.), muskuläre Belastungen (Heben, Bücken, einseitige Haltung usw.), Verletzungsgefahren usw.

Kommunikation im Unternehmen

Um alle Beteiligten frühzeitig einzubinden, wurden zur Vorbereitung der Führungskräfte Workshops mit Unterstützung der AOK angeboten. Dort wurden die Grundlagen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung vermittelt und die betrieblichen Krankheitsschwerpunkte und ihre Ursachen näher beleuchtet. Zudem gab es umfassende Informationen darüber, was im Betrieb geplant war. Fast alle Führungskräfte nahmen an diesen Workshops teil, was entscheidend dazu beitrug, die notwendige Akzeptanz der Beschäftigten für das Vorhaben zu erzielen.

Ergebnisse

Herr Dr. Ingold, Geschäftsführer der Firma Wiltmann bewertet die bisherigen Ergebnisse positiv: "Die Betriebliche Gesundheitsförderung hat mittlerweile einen hohen Stellenwert in unserem Unternehmen. Es war gut, besonders in den Anfängen mit der AOK einen kompetenten Partner an der Seite zu haben.“

Die Kombination einer langfristigen Arbeit in den Gesundheitszirkeln mit anderen, aktuellen Gesundheitsaktionen oder -angeboten führt bei Wiltmann dazu, dass das Thema Gesundheit nicht in Vergessenheit gerät. Ergänzend zur Arbeit in den Zirkeln und den Workshops gibt es mittlerweile für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Vielzahl von Gesundheitskursen, bei denen eine enge Kooperation zu den Krankenkassen besteht, um den Beschäftigten eine kostenlose Teilnahme zu ermöglichen.

Auch die AOK-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ stößt jedes Jahr auf große Resonanz. 2010 legten 56 Beschäftigte ihren Arbeitsweg in den Sommermonaten regelmäßig mit dem Rad zurück. Um dieses Engagement zu belohnen, verloste die Firma neben den Preisen der AOK eigene Gewinne. Nicht nur diese Aktion wird im nächsten Jahr wieder stattfinden, sondern „auch die Betriebliche Gesundheitsförderung wird weiter Thema im Unternehmen bleiben“ ist sich Herr Dr. Ingold sicher.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Mechthild Echterhoff
AOK NORDWEST
Barkeystr. 19
33330 Gütersloh
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05241 / 108-391
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