Betriebliche Gesundheit im Februar

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Gesunde Schichtpläne * Wohlbefinden im Job * Höhenverstellbare Schreibtische * Gesunde Ernährung gegen Diabetes

Studie: Schichtpläne berücksichtigen Gesundheit der Beschäftigten

70 Prozent der Schichtpläne in deutschen Unternehmen erfüllen mindestens fünf ar­beits­wis­sen­schaft­li­che Empfehlungen für eine gesunde Schichtarbeit. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft hervor, für die rund 720 Schichtpläne aus der Me­tall- und Elektroindustrie untersucht wurden.

Empfehlungen für gesunde Schichtarbeit

  • Die Anzahl der aufeinanderfolgenden Nachtschichten sollte möglichst gering sein.
  • Nach einer Nachtschichtphase sollte eine möglichst lange Ruhephase (arbeitsfreie Zeit) folgen.
  • Die Anzahl der aufeinanderfolgenden Spätschichten sollte möglichst gering sein.
  • Einzelne Arbeitstage sowie einzelne freie Tage sollten vermieden werden.
  • Die Frühschicht sollte nicht zu früh beginnen.
  • Die Schichtpläne sollten vorhersehbar und überschaubar sein und bei Bedarf Flexibilität für Beschäftigte vorsehen.

Beschäftigte, die im Schichtdienst arbeiten – vor allem in der Nacht –, leben gegen den na­tür­lichen Biorhythmus. Damit sie trotzdem konzentriert arbeiten können, ist auch eine gesunde Ernährung wichtig. Lesen Sie hier, worauf es dabei ankommt.

Psychische Gesundheit: Beschäftigte fühlen sich im Job wohl

Fast die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland verbindet ihre Arbeit mit einem positiven Ge­fühl: 48 Prozent sprechen von einem guten oder sehr guten arbeitsbezogenen Wohlbefinden. Sie engagieren sich stark für die Arbeit und weisen eine hohe psychische Gesundheit auf. Auch sind diese Beschäftigten besonders zufrieden, überlegen seltener, den Arbeitsplatz zu wechseln, und identifizieren sich am stärksten mit ihrem Unternehmen. Das geht aus aktuellen Ergebnissen des Projekts „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ hervor, die im Forschungsmonitor „Ar­beits­be­zo­ge­nes Wohlbefinden“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit veröffentlicht wurden.

Führungskräfte spielen eine wichtige Rolle für die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Erfahren Sie hier, wie Sie die Erkenntnisse der positiven Psychologie nutzen können, um Ihre Beschäftigten zu motivieren.

Höhenverstellbare Schreibtische: Sitzdauer sinkt effektiv

Höhenverstellbare Schreibtische, an denen Beschäftigte im Sitzen oder Stehen arbeiten können, reduzieren die im Sitzen verbrachte Arbeitszeit durchschnittlich um 100 Minuten pro Arbeitstag. Das zeigt der aktuelle Report der Initiative Gesundheit und Arbeit. Auch aktive Arbeitsstationen, zum Beispiel Laufbandschreibtische, sorgen dafür, dass Mitarbeiter seltener am Arbeitsplatz sitzen – wenn das Angebot mit einer Beratung einhergeht, die die Mitarbeiter über Funktion und Eig­nung der Arbeitsstationen aufklärt. Hilfreich können auch Aufforderungen durch den Computer sein: Erinnert er die Mitarbeiter regelmäßig ans Stehen oder Gehen, kann das die Sitzdauer mit­tel­fris­tig um durchschnittlich 55 Minuten täglich reduzieren.

Wer regelmäßig die Arbeitsposition wechselt, stärkt damit die eigene Rückenmuskulatur. Lesen Sie hier, wie Sie für mehr Dynamik am Arbeitsplatz sorgen können.

Konkrete Tipps zum Thema Ergonomie am Arbeitsplatz und Angebote der AOK im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) erhalten Sie auch bei den BGF-Experten der Ge­sund­heits­kas­se. Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner.

Gesunde Ernährung und Bewegung im Job senken das Risiko für Diabetes

Das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, lässt sich mit viel Bewegung und gesunder Ernährung reduzieren. Das geht aus dem „Gesundheitsatlas Diabetes“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. Demnach sind in Deutschland 7,1 Mio. Menschen an Typ-2-Diabetes er­krankt, also fast jeder Zwölfte. In Regionen mit vielen älteren Einwohnern und Menschen mit Adi­po­si­tas gibt es tendenziell mehr Typ-2-Diabetiker. Deshalb ist es wichtig, dass Risikogruppen auch am Arbeitsplatz zu einem gesunden Lebensstil motiviert werden und gar nicht erst in die Si­tu­a­ti­on kommen, im Alter zu erkranken. Arbeitgeber können sie mit entsprechenden Bewegungs- und Ernährungsangeboten dabei unterstützen – vor allem dann, wenn die Beschäftigten bei ihrer Tätigkeit überwiegend sitzen.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Angeboten der AOK für Betriebe erhalten Sie von Ihrem AOK-Experten für Betriebliche Gesundheitsförderung. Hier finden Sie die Kontaktdaten. Mehr zum Thema Diabetes lesen Sie auch auf dem Versichertenportal der AOK.

Stand

Erstellt am: 12.02.2020

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