Coronaregeln werden nochmals verlängert
23.06.2021 | Coronapandemie

Coronaregeln werden nochmals verlängert

Die Schließungen in der Pandemie sind noch nicht für alle Unternehmen Vergangenheit. Viele Betriebe haben noch mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen. Daher wurden einige befristete Regeln, die die Krise abfedern helfen, jetzt verlängert.

Erleichterte Stundung von SV-Beiträgen gilt auch für Monat Juni

Unternehmen, die von Schließungen betroffen sind, erhalten Überbrückungshilfen. Doch bei der Auszahlung der Hilfen kommt es immer noch zu Verzögerungen. Um die betroffenen Unternehmen in der Wartezeit bei ihren Beitragszahlungsverpflichtungen zu entlasten, hat der GKV-Spitzenverband beschlossen, dass das vereinfachte Stundungsverfahren auch für die Beiträge des Monats Juni 2021 in Anspruch genommen werden kann.

Regeln für Kurzarbeit werden verlängert

Die im März 2020 eingeführten Sonderregeln bei der Kurzarbeit laufen bis Oktober weiter. Die ursprünglich zum 30. Juni auslaufenden Maßnahmen werden auf den 30. September 2021 befristet.

Das betrifft vor allem die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bis Ende September. Ab Oktober 2021 wird dann nur noch die Hälfte erstattet, wenn das Unternehmen keine Qualifizierung im Rahmen der Kurzarbeit anbietet. Ausgeschlossen wird die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen für Unternehmen, die Insolvenz angemeldet haben.

Der Zugang zu Kurzarbeit bleibt weiterhin möglich, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Die dritte Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung ist am 23. Juni in Kraft getreten.

Coronabonus kann noch bis März 2022 gezahlt werden

Viele Mitarbeiter leisten in der Pandemie mehr und unter belastenderen Umständen als im Normalfall üblich. Unternehmen, die ihren Beschäftigten einen Coronabonus zahlen wollen, können das noch bis zum 31. März 2022 tun. Zahlungen von bis zu 1.500 Euro, die zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt werden, bleiben dabei steuer- und beitragsfrei.

Krankschreibung per Telefon weiterhin möglich

Ebenfalls verlängert wurde durch einen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung. Arbeitnehmer, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können bis zum 30. September 2021 von niedergelassenen Ärzten telefonisch für bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

Epidemische Lage gilt weiter

Der Bundestag hat am 11. Juni erneut die epidemische Lage von nationaler Tragweite verlängert. Damit gelten Regelungen über den 30. Juni hinaus, die dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Bewältigung der pandemiebedingten Auswirkungen auf das Gesundheitswesen und auf die Pflege dienen. Dazu gehören auch die Entschädigungsregelungen für erwerbstätige Eltern, die bei Schul- und Kitaschließungen wegen Covid-19-Fällen nicht ihrer Arbeit nachgehen können, weil sie ihre Kinder betreuen müssen.

Stand

Erstellt am: 23.06.2021

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