Expertenforum - freiwillige KV / PV Krankenkassen

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Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

Fragen Sie Experten zu allen Aspekten der Sozialversicherung – im Expertenforum der AOK. An Werktagen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.

Fragen zum Jahreswechsel

Zum Jahresbeginn 2021 und auch schon im Herbst 2020 stehen wieder zahlreiche Neuerungen in der Sozialversicherung auf dem Programm. Darüber informieren wir bereits ab September in einem Themenspezial. Für Fragen zu den einzelnen Themen haben wir ein spezielles Expertenforum Jahreswechsel eingerichtet.

  • 01
    Coronabeihilfe und Krankengeld
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ein Arbeitgeber möchte im November die steuer- und sv-freie Coronabeihilfe in Höhe von 1.500,00 € zahlen.
    Ein Arbeitnehmer bezieht seit Mitte September Krankengeld. Ist hierbei etwas an die KK zu melden oder
    besonders in der Lohnrechnung zu beachten? Wird die zusätzliche Zahlung während des Krankengeldbezuges
    auf das Krankengeld angerechnet?

    Mit freundlichen Grüßen
    Helke Kluge
  • 02
    RE: Coronabeihilfe und Krankengeld
    Hallo Frau Kluge,

    in § 23c Abs. 1 Satz 1 SGB IV wird geregelt, dass arbeitgeberseitige Leistungen, die für die Zeit des Bezugs von Sozialleistungen wie z.B. Krankengeld gezahlt werden, nicht als beitragspflichtiges Arbeitsentgelt gelten, wenn die Einnahmen zusammen mit den Sozialleistungen das Nettoarbeitsentgelt nicht um mehr als 50,00 € übersteigen. Das hat zur Folge, dass alle arbeitgeberseitigen Leistungen, die für die Zeit des Bezugs von Sozialleistungen „laufend“ gezahlt werden, bis zum maßgeblichen Nettoarbeitsentgelt nicht der Beitragspflicht unterliegen (SV-Freibetrag).
    Dagegen gilt die von Ihnen angesprochene einmalig gezahlte Coronabeihilfe nicht als weitergewährte Leistung im Sinne des § 23 c SGB IV und ist somit beitragsfrei in der Sozialversicherung zu bewerten.
    Der Anspruch auf Krankengeld ruht, soweit (Höhe) und solange (Zeitraum) der Versicherte während der Arbeitsunfähigkeit laufendes beitragspflichtiges Arbeitsentgelt bezieht.
    Nach § 49 Abs. 1 Nr. 1 SGB V kann die Ruhenswirkung für das Krankengeld nur von laufendem Arbeitsentgelt ausgehen. Zu einer Kürzung des Krankengeldes kommt es in dem von Ihnen beschriebenen Sachverhalt aufgrund der einmalig ausgezahlten beitragsfreien Coronabeihilfe nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Expertenteam
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