Sozialversicherung: Kurz notiert im Dezember

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Insolvenzgeldumlage * Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung * Beitragssatz zur Rentenversicherung * Rechengrößen in der Sozialversicherung * Inflationsausgleichsprämie * Pflegeversicherung

Kollegen am Arbeitsplatz im Büro

Insolvenzgeldumlage sinkt im Jahr 2023

Die Insolvenzgeldumlage sinkt für das Jahr 2023 voraussichtlich auf 0,06 Prozent (2022: 0,09 Prozent). Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat diesen Wert per Rechtsverordnung bestimmt. Der Bundesrat muss dem noch zustimmen. Arbeitgeber zahlen die Insolvenzgeldumlage allein und werden durch einen sinkenden Insolvenzgeldumlagesatz entlastet. 

Die voraussichtlichen Beitragssätze 2023 finden Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

Beitragssätze in der Arbeitslosen- und Rentenversicherung

Ab dem 1. Januar 2023 gilt in der Arbeitslosenversicherung wieder der gesetzlich geregelte Beitragssatz in Höhe von 2,6 Prozent. Arbeitgeber und Beschäftigte tragen je die Hälfte des Beitrags, also jeweils 1,3 Prozent. Zwischenzeitlich geltende Regelungen zur Absenkung des gesetzlichen Arbeitslosenversicherungsbeitrags laufen zum 31. Dezember 2022 aus.

In der allgemeinen Rentenversicherung gilt auch für das Kalenderjahr 2023 der Beitragssatz von 18,6 Prozent (knappschaftliche Rentenversicherung weiterhin 24,7 Prozent). Die Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt hierzu erfolgte am 18. November 2022.

Die voraussichtlichen Beitragssätze 2023 finden Sie im AOK-Arbeitgeberportal.

Rechengrößen in der Sozialversicherung

Der Bundesrat stimmte am 25. November 2022 der Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen zu. Damit sind die Werte wie beispielsweise die Beitragsbemessungsgrenzen, Jahresarbeitsentgeltgrenzen oder die Bezugsgröße final. 

Die Rechengrößen in der Sozialversicherung finden Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

Inflationsausgleichsprämie

Seit 26. Oktober 2022 bis einschließlich 31. Dezember 2024 dürfen Arbeitgeber ihren Beschäftigten bis zu 3.000 Euro als Inflationsausgleich zukommen lassen, ohne dass darauf Steuern anfallen. Die Zahlung bleibt auch beitragsfrei in der Sozialversicherung. Der Freibetrag ist Teil des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung und eine Reaktion auf die sprunghaft gestiegenen Energiepreise durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Laut Bundesgesetzblatt vom 25. Oktober 2022 trat rückwirkend hierfür das "Gesetz zur temporären Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz" zum 01. Oktober in Kraft. Für Beschäftigte besteht kein Rechtsanspruch auf die Prämie. 

Weitere Informationen zu Änderungen bei Arbeitsentgelt und Beiträgen im Trends & Tipps-Spezial zum Jahreswechsel.

Pflegeversicherung

Bis zum 31. Juli 2023 muss der Gesetzgeber die Beitragszahlung zur Pflegeversicherung für Beschäftigte mit Kindern gerechter gestalten. So fordert es das Bundesverfassungsgericht. Wer mehrere Kinder hat, soll stärker entlastet werden. Aktuell zahlen Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr einen Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung. Beschäftigte, die einen Elternnachweis erbringen, zahlen keinen Zuschlag. Es gibt bislang aber keine Differenzierung der Beitragszahlung für Eltern aufgrund der Anzahl der Kinder. Hier will der Gesetzgeber im nächsten Jahr nachbessern.

Stand

Erstellt am: 15.12.2022

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