Betriebliche Gesundheit im Dezember

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Führung gegen Mobbing* Unternehmenskultur * Herzkrankheiten

Eine Frau macht Dehnübungen am Arbeitsplatz.

Führung gegen Mobbing

Führungskräfte haben einen großen Einfluss auf die Konflikt- und Fehlerkultur. Unternehmen, die die Themen Mobbing und Konflikte angehen wollen, sollten ihre Führungskräfte dafür sensibilisieren und qualifizieren.

Das kann zum Beispiel mittels Schulungen geschehen. Mit deren Hilfe können Arbeitgeber ihre Führungskräfte in die Lage versetzen, schnell aktiv zu werden und sich klar zu positionieren, wenn ein Mobbingfall bekannt wird. Auch präventive Maßnahmen wie eine gelebte Wertschätzung, gute Kommunikation oder auch eine positive Fehler- und Lernkultur können Vorgesetzte im Angebot des AOK-Fachportals erlernen oder verfeinern. Im Fachportal der AOK finden Arbeitgeber zahlreiche Tipps und Tools für den Umgang mit Mobbing unter Beschäftigten.

Wertschätzende Unternehmenskultur

Ein wertschätzender und gesundheitsfördernder Führungsstil trägt nachweislich zu einem gesünderen Betriebsklima und dem Erfolg eines Unternehmens bei. Ein einfaches Dankeschön des Arbeitgebers kann zum Beispiel schon viel bewirken. Ob am Konferenztisch, vorm Bildschirm oder auf dem Büroflur: Danken hebt die Stimmung, nicht nur zu Weihnachten, sondern sogar mehr noch. Danken steigert die Motivation, Effizienz und Produktivität. Danken kann man für vieles, zum Beispiel für die fristgerechte Bereitstellung des Kundenprojekts oder die außergewöhnliche Unterstützung des Teams. 

Arbeitgeber können ihre Wertschätzung für Beschäftigte in vielen Formen zeigen:  

  • Manche Teamleitung beginnt ihre wöchentliche Besprechung mit einer zehnminütigen Dankesrunde, in der alle das Wort ergreifen können, um einer Person Anerkennung auszusprechen, die in dieser Woche Besonderes geleistet hat.
  • In Chats können „Kudos“-Kanäle eingerichtet werden. „Kudos“ ist ein Ausdruck der Anerkennung aus dem Englischen, vergleichbar mit dem französischen Begriff „Chapeau“ und kann mit „Ruhm“ oder „Ehre“ übersetzt werden. Bei „Kudos“-Kanälen handelt sich um Chats oder E-Meetings, in denen Mitarbeitende ihre aufrichtige, persönliche Wertschätzung posten können.
  • Wer lieber handelt als spricht, bindet passende Mitarbeitende in wichtige Projekte oder Aufgaben ein – eine besondere Form der Wertschätzung, die das ganze Jahr gilt.
  • Beschäftigte fühlen sich wertgeschätzt, wenn sie an Entscheidungsprozessen beteiligt werden, wenn ihre Fähigkeiten genutzt werden und diese dem Wohl des Unternehmens dienen. Wird beispielsweise ein neues Produkt eingeführt, ermitteln Vorgesetzte die Personen im Team, die über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und setzen sie für den Auftrag ein. 

Ein weiterer Weg, Wertschätzung zu zeigen: den Ideen und dem Feedback des Teams aufmerksam zuzuhören. 

  • Eine weitere wichtige Form der Wertschätzung ist eine angemessene Bezahlung, auch kombiniert mit Erfolgsprämien. Geld motiviert, auch wenn es nicht der einzige Grund ist.

Im Arbeitgeberpodcast „AOK im Ohr“ erklärt Prof. Dr. Jutta Rump, worauf es bei der Kommunikation mit Beschäftigten ankommt. 
 

Koronare Herzkrankheiten vor allem im Osten

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) tritt in Deutschland regional sehr unterschiedlich auf. Die meisten KHK-Erkrankten unter allen Einwohnerinnen und Einwohnern ab 30 Jahren finden sich mit bis zu 16,1 Prozent im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, die wenigsten mit 5,5 Prozent in München. Das geht aus dem aktuellen „Gesundheitsatlas KHK“ hervor, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) veröffentlicht hat. Demnach ist die Bevölkerung ökonomisch und sozial besonders benachteiligter Regionen mit einem hohen Anteil an Rauchenden stärker von KHK betroffen. Insgesamt leben laut WIdO-Analyse 4,9 Millionen Menschen mit einer Koronaren Herzkrankheit in Deutschland. Damit sind durchschnittlich 8,3 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ab 30 Jahren betroffen.

gesundheitsatlas-deutschland.de
Gesundheitsatlas KHK

Der Gesundheitsatlas macht die unterschiedlichen gesundheitlichen Belastungen der Bewohnerinnen und Bewohner in Deutschland bis auf Landkreisebene transparent. Er steht auf der Website des WIdO zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Eine hohe Arbeitsdichte kann Stress und als Folge sinkende Leistungsfähigkeit bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Die AOK-Broschüre "Gesund im Arbeitsleben" unterstützt Arbeitgeber bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Stand

Erstellt am: 15.12.2022

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