Sozialversicherung: kurz notiert im September

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Mini- und Midijobgrenzen steigen * Voraussichtliche Rechengrößen 2023 * Künstlersozialabgabe nicht in jedem Fall

Mini- und Midijobgrenzen steigen

Ab dem 1. Oktober 2022 steigt der Mindestlohn in diesem Jahr erneut und zwar auf 12 Euro brutto je Zeitstunde. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf Beschäftigungen im Niedriglohnsektor. Denn zum 1. Oktober 2022 werden die Regelungen bei Minijobs (geringfügig entlohnte Beschäftigungen) und Midijobs (Beschäftigungen im Übergangsbereich) angepasst. Die Minijobgrenze steigt von 450 Euro auf 520 Euro. Die Entgeltspanne für die Midijobs verschiebt sich von bisher 450,01 Euro bis 1.300 Euro auf 520,01 bis 1.600 Euro. Nähere Informationen zu den Änderungen im Detail erhalten Sie im Online-Seminar „Änderungen bei Mini- und Midijobs“ Ihrer AOK.

Anmeldungen sind bereits möglich unter: aok.de/fk/seminare

Voraussichtliche Rechengrößen 2023

Jedes Jahr werden die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung an die Einkommensentwicklung angepasst. Daran orientieren sich die weiteren Sozialversicherungswerte. Am 8. September 2022 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die voraussichtlichen Rechengrößen für die Sozialversicherung 2023 in einem Referentenentwurf beschlossen. Die Werte gelten zunächst unter Vorbehalt und sind erst ab dem 1. Januar 2023 rechtsgültig. Hier gelangen Sie zur Übersicht.

Künstlersozialabgabe nicht in jedem Fall

Für die Abgabepflicht eines Auftraggebers zur Künstlersozialkasse ist entscheidend, dass ein Auftrag an einen freien Künstler oder Publizisten regelmäßig und dauerhaft ist. Das bloße Überschreiten der Künstlersozialversicherungsgrenze führe nicht zu einer Beitragspflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz. So hat es das Bundessozialgericht (BSG) am 1. Juni 2022 entschieden (Aktenzeichen B 3 KS 3/21).

In dem Streitfall hatte eine Kanzlei einen Webdesigner für die eigene Homepage beauftragt. Das Honorar hierfür lag zwar über der Künstlersozialversicherungsgrenze, aber der Auftrag war einmalig.

Weitere Informationen zur Künstlersozialversicherung finden Sie im Arbeitgeberportal der AOK.

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