Betriebliche Gesundheit im November

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Vegetarisches Kantinenessen * Zeit und Arbeitsgedächtnis * Berufskrankheit Hautkrebs

Junge Beschäftigte möchten vegetarisches Kantinenessen

Junge Menschen sind heute deutlich kritischer gegenüber Fleischwirtschaft und -konsum ein­ge­stellt als die Generationen vor ihnen. Sie wünschen sich deshalb eine größere vegetarische Es­sens­aus­wahl in Schul- und Betriebskantinen. Das ist das Ergebnis des „Jugendreports zur Zukunft nachhaltiger Ernährung“ der Georg-August-Universität Göttingen. Bereits 12,3 Prozent der 15- bis 29-Jährigen in Deutschland bezeichnen sich selbst als Vegetarier. Im Vergleich dazu ernährten sich Mitte der 2000er-Jahre lediglich 3 Prozent fleischlos. Das birgt für Arbeitgeber die Mög­lich­keit, ihre Unternehmen durch vegetarische Angebote in der Kantine attraktiver für Azubis und Nachwuchskräfte zu gestalten. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) haben eine Liste mit zahlreichen vegetarischen Rezeptideen zusammengestellt, die auch in Be­triebs­kan­ti­nen einfach umzusetzen sind.

Die AOK unterstützt Unternehmen mit vielen praktischen Tipps und individueller Beratung rund um das Thema gesunde Ernährung am Arbeitsplatz. Mehr dazu lesen Sie hier.

Flow: Wenn die Zeit wie im Flug vergeht

Jeder kennt das Gefühl: Macht man seine Arbeit gerne, vergeht die Zeit wie im Flug. Doch was passiert, wenn die Uhr tatsächlich schneller läuft? In einem Experiment des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) mussten Probanden komplexe Ge­dächt­nis­auf­ga­ben lösen, während ihnen eine Uhrzeit angezeigt wurde, die je nach Versuchsgruppe um 20 Prozent beschleunigt oder verlangsamt wurde.

Das Ergebnis: Während des Blocks mit der schneller gestellten Uhr konnten die Versuchspersonen ihre Aufgaben in einer kürzeren Zeit und mit besseren Ergebnissen lösen. Die Wissenschaftler des IfADo erklären das damit, dass die Versuchsaufgaben als positiver wahrgenommen werden und die Motivation steigt, wenn die Zeit scheinbar schneller vergeht. Das ist vergleichbar mit dem so­ge­nann­ten „Flow“-Gefühl, also dem erlebt beschleunigten Zeitgefühl, wenn man vertieft und mo­ti­viert in einer Tätigkeit aufgeht.

Selbstverständlich können Unternehmen die Uhren nicht einfach schneller stellen. Was aber dabei hilft, den „Flow“ zu erreichen, ist eine Balance zwischen Über- und Unterforderung – mit leichter Tendenz zur Überforderung. Wenn Führungskräfte ihre Beschäftigten also dazu motivieren, ihre eigenen Grenzen auszuloten, können diese sich in neue Aufgaben vertiefen – und die Zeit schein­bar schneller vergehen lassen.

Motivierte und gesunde Beschäftigte sind die Basis für den nachhaltigen Erfolg eines Un­ter­neh­mens. Was Führungskräfte noch dafür tun können, lesen Sie hier.

Heller Hautkrebs – oft unterschätzte Berufskrankheit

Im vergangenen Jahr ging fast jede fünfte gemeldete Berufskrankheit in der Bauwirtschaft und im Bereich der baunahen Dienstleistungen auf Hautkrebs zurück. Das zeigt jetzt eine vorläufige Aus­wer­tung für 2020 der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Weißer Haut­krebs, der durch natürliche Ultraviolettstrahlung (UV-Strahlung) verursacht wird, war dabei die am häu­figs­ten angezeigte Berufskrankheit am Bau: 18 Prozent aller Mel­dun­gen entfielen auf dieses Krank­heits­bild.

Durch den Klimawandel werde das Problem weiter verstärkt, so die Experten der BG Bau. Haut­krebs­er­kran­kun­gen treten oftmals erst nach 20 bis 30 Jahren auf. Gerade bei Arbeiten im Freien ist präventiver Schutz vor UV-Strahlung daher wichtig. Die Fachleute empfehlen:

  • schattige Arbeitsplätze im Freien: Schutzzelte, Sonnenschirme oder Sonnensegel aufstellen
  • Arbeitszeiten nach Möglichkeit in die frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden ver­le­gen, wenn die UV-Belastung geringer ist
  • leichte, luftdurchlässige und körperbedeckende Kleidung tragen (d. h. lange Ärmel und Hosen)
  • Kopf mit Mütze oder Helm schützen
  • Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50-plus verwenden und auch Nacken, Nase und Ohren ein­cremen
  • UV-Schutzbrillen verwenden, um die Augen zu schützen.

Wie Sie als Arbeitgeber die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Beschäftigten außerdem ge­währ­leis­ten können, erfahren Sie hier.

Stand

Erstellt am: 16.11.2021

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