Sozialversicherung: kurz notiert im August

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Hochwasser – Stundung SV-Beiträge * Neue Geringfügigkeits-Richtlinien * Regelaltersgrenze beachten

Hilfe für Flutopfer: Stundung von SV-Beiträgen möglich

Die AOK hilft Unternehmen, die von der Flutkatastrophe 2021 betroffen sind, unbürokratisch weiter. Auf Antrag des Arbeitgebers können die bereits fällig gewordenen oder noch fällig wer­den­den Beiträge zunächst für die Ist-Monate Juli 2021 bis September 2021 gestundet werden. Einer Sicherheitsleistung bedarf es nicht. Stundungszinsen werden ebenfalls nicht erhoben.

Eine Stundung ist auch möglich, wenn es um Beiträge geht, die bereits vor dem genannten Zeit­raum fällig wurden. Von der Flut betroffene Unternehmen, die etwa im Rahmen der Coronakrise Stundungen oder Ratenzahlungen vereinbart haben, können diese weiter stunden lassen. Die Form der Nachweise besprechen betroffene Arbeitgeber am besten mit ihrer AOK vor Ort.

Neue Geringfügigkeits-Richtlinien für kurzfristige Beschäf­ti­gun­gen

Seit dem 1. August 2021 gelten neue Geringfügigkeits-Richtlinien. Sie regeln, wie kurzfristige Beschäftigungen und Minijobs beitrags- und melderechtlich behandelt werden. Die wichtigsten Neuerungen:

  • Erhöhung der Übungsleiterpauschale von 2.400 Euro auf 3.000 Euro und der Eh­ren­amts­pau­scha­le von 720 Euro auf 840 Euro rückwirkend ab 1. Januar 2021.
     
  • Bei Verzicht auf Rentenversicherungsfreiheit: Eine Beschäftigung wird nicht beendet, weil sie wegen des Bezugs einer Entgeltersatzleistung (etwa Verletztengeld) oder wegen Elternzeit unterbrochen wird.
     
  • Die Anwendung der Zeitgrenze von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen bei kurzfristigen Beschäftigungen hängt nicht vom wöchentlichen Beschäftigungsumfang ab.

Die neuen Richtlinien finden Sie hier.

Beitragsgruppenschlüssel: Regelaltersgrenze beachten

Die Deutsche Rentenversicherung Bund stellt eine zunehmende Anzahl fehlerhafter Bei­trags­grup­pen­schlüs­sel bei beschäftigten Altersrentenbeziehern fest. Der Grund hierfür: Arbeitgeber sind bei der Feststellung der individuellen Regelaltersgrenze eines beschäftigten Al­ters­voll­ren­ten­be­zie­hers häufig unsicher. Für die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung gilt: Bei vorzeitigem Al­ters­voll­ren­ten­be­zug besteht die Rentenversicherungspflicht eines Beschäftigten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze fort. Rentenversicherungsfreiheit wegen Altersvollrentenbezug tritt also erst nach Ablauf des Monats ein, in dem die individuelle Regelaltersgrenze des Arbeitnehmers erreicht wird. Die Deutsche Rentenversicherung unterstützt Arbeitgeber mit einem digitalen Ren­ten­be­ginn­rech­ner.

Stand

Erstellt am: 11.08.2021

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