Gesunde Mittagspause dank Meal Prep

Zu Hause vorkochen, neudeutsch auch Meal Prep genannt, kann Bewusstsein für gesunde Ernährung schaffen und dabei helfen, das eigene Wohlbefinden zu verbessern. Wie Arbeitgeber aktiv dabei unterstützen können, erklärt Tanja Lehnort, Ernährungsberaterin beim Institut für Betriebliche Ge­sund­heits­för­de­rung in Köln.

Clever vorkochen

An stressigen Arbeitstagen kommt gesunde Ernährung oft zu kurz. Um das nicht die Regel wer­den zu lassen, empfehlen Experten wie Lehnort, auf das sogenannte Meal Prep zu setzen. Was so modern klingt, ist nichts anderes als das Vorbereiten und Vorkochen von Mahlzeiten. Das Prinzip dahinter ist einfach: Statt jeden Tag neu zu überlegen, was man essen möchte, werden die Mahl­zei­ten gleich für mehrere Tage zubereitet. Bis zum Verzehr werden sie eingefroren oder kommen in den Kühlschrank.

„Das A und O dabei ist eine strategische Herangehensweise“, sagt Lehnort. Die Expertin emp­fiehlt, einen Speiseplan für die gesamte Woche zu erstellen und nach diesem Plan einzukaufen. Damit sparen Beschäftigte im hektischen Arbeitsalltag nicht nur Zeit. „So vermeidet man auch versteckte Fett- oder Zuckerfallen von Snacks, behält die Kontrolle über den Nährstoffgehalt und letztlich über die Kalorien, die man zu sich nimmt“, sagt Lehnort. Sie ist sich sicher: „Meal Prep ist ideal für alle, die sich im Job gesünder und bewusster ernähren möchten.“ Und das gelingt im Homeoffice ebenso wie im Betrieb. Ihr Tipp: Die Mahlzeiten in bruch- und auslaufsicheren Be­häl­tern aufbewahren, die sich gut stapeln lassen und fürs Aufwärmen geeignet sind. Dadurch sind sie zu Hause stets portioniert und griffbereit, können aber auch bequem ins Büro mitgenommen werden.

Wie sinnvoll es für Arbeitgeber ist, ihre Beschäftigten bei einer gesunden Ernährung zu un­ter­stüt­zen, verdeutlicht das Ergebnis der jährlichen repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ernährung und Landwirtschaft. Demnach ist es der überwiegenden Mehr­heit der Menschen (90 Prozent) zwar wichtig, sich gesund zu ernähren. Allerdings schaffen es viele im Alltag nicht, regelmäßig zu kochen. 40 Prozent finden nur zwei- bis dreimal die Woche Zeit dafür. Warum also nicht die Gelegenheit nutzen und gleich für mehrere Tage vorkochen? Schließlich sind ausgewogene Mahlzeiten eine wichtige Grundlage für Topleistungen im Beruf, weiß Ernährungsberaterin Lehnort: „Sie steigern nicht nur die körperliche und geistige Leis­tungs­kraft, sondern sorgen für mehr Zufriedenheit bei den Beschäftigten.“

Fünf Tipps für Arbeitgeber

Auch Sie können Ihre Beschäftigten bei der gesunden Ernährung in Form von Meal Prep un­ter­stüt­zen und für gute Rahmenbedingungen sorgen. Dabei helfen folgende Tipps:

  • Eigene Rezeptbörse erstellen. Rufen Sie einen Rezeptaustausch, zum Beispiel im Intranet, ins Leben. Appellieren Sie an Ihre Beschäftigten, neue Ideen beizutragen. Das weckt den Team­geist und hilft dabei, zum gesunden Vorkochen zu motivieren. Die Rezepte können auch via Rundmail versendet werden. Fürs Vorkochen eignen sich zum Beispiel sogenannte One-Pot-Rezepte. Ob Gemüse, Fleisch, Nudeln oder Kartoffeln – alles wird gemeinsam in einem Topf gekocht. Das spart Kochgeschirr. Solche Gerichte sind im Kühlschrank drei bis fünf Tage halt­bar, eingefroren sogar zwei bis drei Monate.
     
  • Feste Strukturen schaffen. Erinnern Sie Ihre Beschäftigten daran, dass sie auch im Homeoffice geregelte Pausen für Mahlzeiten einhalten. Wenn man schon Zeit investiert, strategisch und gesund vorkocht, dann sollen die Mahlzeiten auch bewusst genossen werden – in Ruhe und nicht vor dem Bildschirm.
     
  • Auf genügend Wasserversorgung achten. Zu gesunder Ernährung gehört auch ausreichend Flüssigkeit – bestenfalls zwei Liter Wasser am Tag. Damit regelmäßiges Trinken nicht vergessen wird, können Sie Ihren Beschäftigten kostenlose Apps empfehlen, die ans Trinken erinnern. Stellen Sie im Betrieb außerdem frei verfügbare Wasserspender oder Wasserkästen auf.
     
  • Einladende Pausenräume. Natürlich lässt sich Meal Prep auch nach der Homeoffice-Zeit in Ihren Büroräumen fördern. Bieten Sie Ihren Beschäftigten einen Pausenraum, in dem sie ihre Mahl­zei­ten in Gesellschaft und ohne Ablenkung durch die Arbeit einnehmen können. Außer­dem wichtig ist eine gut ausgestattete Büroküche, die über Stauraum sowie Kühl- und Auf­wärm­mög­lich­kei­ten verfügt.
     
  • Vorkochen fürs Team. Regen Sie dazu an, dass die Kollegen abwechselnd füreinander vor­ko­chen. Ein Poster mit Tipps und Anregungen liefert dazu Inspirationen. Einfach im Ge­mein­schafts­raum aufhängen oder der Belegschaft nach Hause schicken.

So unterstützt die AOK

Ernährungsfachkräfte der AOK unterstützen Sie dabei, gesunde Ernährungsideen wie Meal Prep in Ihrem Unternehmen umzusetzen und die Beschäftigten dabei zu fördern. Die Experten or­ga­ni­sie­ren passgenaue Angebote, liefern vielfältige Anregungen und Rezeptideen. Was Sie außer­dem dazu beitragen können, die Ernährung im Unternehmen zu verbessern, erfahren Sie hier.

Stand

Erstellt am: 14.07.2021

gesundes unternehmen – der Arbeitgeber-Newsletter der AOKAOK/Region ändern

Dieser Beitrag stammt aus dem Arbeitgeber-Newsletter der AOK. Bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie einmal im Monat kostenfrei Informationen aus den Themenbereichen Sozialversicherung und Gesundheit im Betrieb sowie zu den Angeboten und Leistungen der Gesundheitskasse speziell für Arbeitgeber.

Kontakt zur AOK AOK/Region wählen
Grafik Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner steht Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
Grafik e-mail
Melden Sie uns Ihr Anliegen, wir antworten umgehend oder rufen Sie zurück.