Betriebliche Gesundheit im Juli

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Hygienischer Umgang mit Masken * Mobile Luftreiniger * Homeoffice-Bedingungen * Alleinerziehende doppelt gefordert

Richtiger Umgang mit Masken verhindert Hautprobleme

Das intensive Tragen von Masken als Schutz vor einer Coronainfektion kann zu Hautbeschwerden im Gesicht führen – Akne und Ekzeme können sich verschlechtern. Davor warnt das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, das sich auf aktuelle dermatologische Studien beruft. Die Teilnehmer der ausgewerteten Studien be­rich­te­ten etwa über Rötungen oder Schuppungen im Bereich, in dem der Mund-Nasen-Schutz die Haut bedeckt. 50 Prozent beklagten einen Juckreiz. Im Gesundheitswesen hatten sogar 97 Prozent des befragten Klinikpersonals derartige Symptome. Die Experten des IPA empfehlen folgende Tipps, um Hautproblemen vorzubeugen:

  • Masken regelmäßig austauschen. Das verhindert, dass sich Bakterien auf der Innenseite der Maske ansiedeln.
     
  • Auf Make-up unter der Maske verzichten. Es behindert die Hautatmung. In Kombination mit der erhöhten Feuchtigkeit unter der Maske kann das schnell zu Hautunreinheiten führen.
     
  • Die Haut mit möglichst duftstofffreien Pflegeprodukten versorgen. Auf fettige Cremes ver­zich­ten, auch sie stören die Hautatmung.
     
  • Die Haut schonend mit lauwarmem Wasser und nicht zu häufig waschen, damit sie nicht zu­sätz­lich strapaziert und ihre Schutzfunktion geschwächt wird.

Was beim Verwenden von Masken außerdem zu beachten ist, hat die AOK in einer Frage-und-Antwort-Liste für Arbeitgeber zusammengestellt.

Mobile Luftreiniger für kleine Büros

Ob mobile Luftreiniger (MLR) vor einer Coronainfektion in Innenräumen schützen können, darü­ber wird häufig kontrovers diskutiert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat nun eine Broschüre entwickelt, die wesentliche Informationen zu MLR kompakt und leicht verständlich zusammenträgt. Das Ergebnis: MLR haben eine räumlich begrenzte Wirkung. Das heißt konkret, dass sie nur in Büroräumen kleiner bis mittlerer Größe (bis etwa 50 Quadratmeter) geeignet sind, eine Virenbelastung effektiv zu reduzieren. Bei großen und hohen Innenräumen sind sie nicht da­zu in der Lage, virenbelastete Aerosole ausreichend zu entfernen.

Berücksichtigen Sie daher bitte vor der Anschaffung von MLR folgende Punkte:

  • Raumgröße und Filterleistung. Viele MLR bieten Angaben zur Raumgröße und der dafür not­wen­di­gen Filterleistung. Die Leistungsstärke entspricht der Luftmenge, die gereinigt werden kann. Die Geräte sollen zudem nicht auf Maximalleistung laufen müssen, da sie andernfalls zu laut fürs Büro werden.
     
  • Filterklasse. MLR können je nach Ausführung die Pollen-, Staub- oder Keim- und Viren­be­las­tung in der Raumluft reduzieren. Dazu sollten sie möglichst mit hocheffizienten Gewebefiltern der Filterklassen H13 oder H14 ausgestattet sein.
     
  • Standort. Idealerweise werden MLR möglichst zentral im Raum und nicht in unmittelbarer Nähe von Fenstern und Türen aufgestellt, damit die Raumluft hindernisfrei angesogen und die austretende Luft gleichmäßig im Raum verteilt werden kann.

Wie auch das richtige Lüften über die Fenster das Risiko einer Coronainfektion reduzieren kann, hat die AOK hier für Sie zusammengestellt.

Das Homeoffice optimal gestalten

Arbeiten am Küchentisch, vom Sofa aus oder auf starren Holzstühlen: 36 Prozent der Home­of­fice-Nutzer klagen über gesundheitliche Probleme wegen eines nicht ergonomischen Ar­beits­plat­zes. Das zeigt eine neue Umfrage des Forschungsinstituts forsa im Auftrag des Prüfkonzerns Dekra. Die Befragten leiden beispielsweise unter Verspannungen, Rücken- oder Kopfschmerzen.

Arbeitgeber können ihren Beschäftigten mit diesen einfachen Tipps helfen, solche Beschwerden zu vermeiden und den Arbeitsplatz auch in den eigenen vier Wänden ergonomisch zu gestalten: 

  • Richtig sitzen bedeutet, der Rücken ist gerade, wird von einer Lehne gestützt, Ober- und Un­ter­schen­kel bilden einen rechten Winkel zueinander.
     
  • Die Arbeitsfläche ist am besten so hoch, dass Ober- und Unterarm beim Tippen ebenfalls im rechten Winkel sind.
     
  • Um aktiv zu bleiben, eignen sich höhenverstellbare Schreibtische – ein erhöhtes Pult als güns­tige Alternative für zu Hause ist auch möglich. Hier kann mit aufrechter Haltung und einem gera­den Rücken gearbeitet werden. Die Fußsohlen werden gleichmäßig belastet.
     
  • Der Bildschirm wird idealerweise so positioniert, dass der Blick von oben leicht darauf hin­ab­geht – als würde man ein Buch lesen. Der Abstand zum Bildschirm beträgt dabei 50 bis 70 Zen­ti­me­ter.
     
  • Bei der Arbeit mit einem Notebook nutzen Beschäftigte am besten eine zusätzliche Tastatur und Maus sowie einen externen Bildschirm. Das ermöglicht eine ergonomische Haltung.

Genauso wichtig sind regelmäßige und aktive Pausen – auch, um die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen. Welche Möglichkeiten es gibt und was Arbeitgeber dafür tun können, das lesen Sie hier.

Alleinerziehende Beschäftigte sind doppelt gefordert

In etwa jeder fünften Familie mit minderjährigen Kindern in Deutschland gibt es ein allein­er­zie­hen­des Elternteil. Eine Erwerbstätigenbefragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Ar­beits­me­di­zin zeigt, dass alleinerziehende Beschäftigte sich mit beruflichen und finanziellen Un­sicher­hei­ten arrangieren müssen und häufiger gesundheitliche Probleme haben. Die Hälfte der allein­er­zie­hen­den Erwerbstätigen (55,8 Prozent) fühlt sich regelmäßig müde und matt. Auch Kopf­schmer­zen (43,4 Prozent) und emotionale Erschöpfung (35,2 Prozent) nennen sie öfter als andere Befragte. Die Coronapandemie hat diese prekäre Situation weiter verschärft. Al­lein­er­zie­hen­de wa­ren zum Beispiel besonders von Schulschließungen betroffen, da sie Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit nicht als Paar schultern konnten.

Arbeitgeber können Alleinerziehende mit familienfreundlichen Maßnahmen entlasten. Allen vo­ran: flexible Arbeitszeitmodelle. Das entschärft zeitliche Konflikte und Beruf und Familie können besser miteinander vereinbart werden. Auch hilfreich: Schulferienzeiten bei der Urlaubsplanung berücksichtigen und Besprechungstermine so legen, dass Eltern ihren Betreuungspflichten nach­ge­hen können – gerade im Homeoffice. Eine wertvolle Unterstützung können zudem Auf­ent­halts­mög­lich­kei­ten für Kinder im Unternehmen oder ein Tagesmütterservice darstellen.

Wie Arbeitgeber ihre Beschäftigten noch dabei unterstützen können, Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bekommen, erfahren Sie hier.

Stand

Erstellt am: 14.07.2021

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