Betriebliche Gesundheit im April

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Bewegung fördern * Masken nicht wiederverwenden * jüngere Beschäftigte unterstützen * Website zur Krank­heits­lage

Coronapandemie: Auswirkungen auf die Gesundheit

Die Restriktionen im Zuge der Pandemiebekämpfung beeinflussen die körperliche Gesundheit der Menschen, insbesondere mit Blick auf das Körpergewicht. Laut einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) haben viele Menschen in Deutschland im Verlauf des pandemiebedingten Ausnahmezustands im Durchschnitt ein Kilo zugenommen. „Dieser Unterschied ist statistisch signifikant“, heißt es seitens des RKI. Mögliche Gründe dafür können neben dem veränderten Essverhalten auch weniger Bewegung durch das Arbeiten im Homeoffice sein, wie die Forscher angeben. Arbeiten Beschäftigte im Bürogebäude, bewegen sie sich automatisch mehr – durch Wege in andere Büroetagen oder Besprechungsräume.

Auch die Mittagspause nutzen sie häufiger für Spaziergänge. Wer dauerhaft im Homeoffice ar­bei­tet, verzichtet auf diese Wege. Geschlossene Sporteinrichtungen und Vereine verschärfen den Bewegungsmangel zusätzlich. Die Studie zeigt außerdem, dass die zur Bekämpfung der Pan­de­mie getroffenen Lockdown-Maßnahmen auch die psychische Gesundheit beeinflussen. Das liegt in Bezug auf den Job vor allem an einer schlechteren Abgrenzung von Privat- und Berufsleben. Führungskräfte geben deshalb am besten feste zeitliche Angaben zu Arbeitszeiten und behalten das Verhalten ihrer Beschäftigten im Blick.

Die AOK hat spezielle digitale Angebote entwickelt, mit denen Unternehmen ihre Beschäftigten fit halten und ihre psychische sowie körperliche Gesundheit stärken können. Klicken Sie hier, um mehr darüber zu lesen.

Masken im Berufsalltag wiederverwenden? Bitte nicht!

Für Arbeitgeber ist es sehr sinnvoll, ihren Beschäftigten täglich neue filtrierende Halbmasken wie zum Beispiel FFP2-, FFP3- oder OP-Masken mit CE-Siegel zur Verfügung zu stellen. Dazu rät die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einer Pressemitteilung. Weil neue Masken gelegentlich aber nur schwer zu bekommen seien und ihre Anschaffung hohe Kos­ten verursache, gebe es in der Öffentlichkeit immer wieder Fragen nach Möglichkeiten der Wie­der­auf­be­rei­tung von medizinischen Atemschutzmasken, heißt es von der BAuA weiter. Der ein­deu­ti­ge Tipp: Mehrmaliges Verwenden über eine Acht-Stunden-Schicht hinaus oder eine Wie­der­auf­be­rei­tung seien dringend zu vermeiden. Denn solche chemischen oder thermischen Rei­ni­gun­gen sind problematisch für die Passform sowie für die Filterfunktion der Masken und von daher aus arbeitsschutz- und produktsicherheitsrechtlicher Sicht keine Alternative. Die BAuA betont in dem Zusammenhang die Fürsorgepflicht der Arbeitgeber für den Zeitraum, in dem sich Be­schäf­tig­te am Arbeitsplatz in Büros oder Werkhallen befinden.

Medizinische Masken gehören längst zum Alltag – auch und vor allem bei der Arbeit. Was Sie beach­ten sollten, damit Masken ihren Zweck erfüllen und Sie sowie Ihre Beschäftigten vor An­steckun­gen schützen? Das lesen Sie hier.

Ältere Beschäftigte kommen besser mit dem Homeoffice klar

Beschäftigte im fortgeschrittenen Alter kommen besser mit dem Arbeiten im Homeoffice zurecht als jüngere Kollegen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des TÜV Rheinland. Demnach geben rund 67 Prozent der über 50-jährigen an, gut zu Hause arbeiten zu können. Bei den 18- bis 29-jährigen sind es nur 30 Prozent. Der entscheidende Un­ter­schied liegt der Studie zufolge bei der Berufserfahrung und beim Selbstmanagement in den ei­ge­nen vier Wänden. Jüngeren Menschen sind der Teamspirit und die gegenseitige Unterstützung wichtig.

Deshalb seien Führungskräfte in der heutigen Situation besonders gefordert. Die Experten für be­triebs­psy­cho­lo­gi­sche Fragestellungen des TÜV Rheinland empfehlen, Feedbacks in Ein­zel­ge­sprä­chen oder Chats einzuholen. Bei solchen Gesprächen sollte es nicht nur um die Ar­beits­auf­ga­ben gehen, sondern auch um das Befinden und weitere Fragen, beispielsweise die Organisation oder den Umgang mit Pausen betreffend, raten die Studienautoren. Idealerweise finden sie mit den betroffenen Arbeitnehmern Wege, das Arbeiten im Homeoffice zu verbessern.

Kommunikation mit den Beschäftigten läuft heute oft ausschließlich digital ab. Wie Sie am besten mit Ihren Mitarbeitern kommunizieren und worauf es ankommt, lesen Sie hier.

Erkrankungsraten: Wohnort und Geschlecht spielen eine Rolle

Bei psychischen Erkrankungen, Krebserkrankungen, Herzkrankheiten oder Diabetes Typ 1 und Typ 2 hängt die Häufigkeit der Erkrankungen stark von Alter, Geschlecht und Wohnort ab. Das zeigt eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut und dem Umweltbundesamt.

Das WIdO hat auf der Webseite www.krankheitslage-deutschland.de Informationen zur Ver­brei­tung von 18 typischen Krankheitsbildern in Deutschland veröffentlicht. Die Seite stellt dar, wie häufig diese in 96 unterschiedlichen Regionen auftreten. Zusätzlich sind die epidemiologischen Kennzahlen für verschiedene Alters- und Geschlechtsgruppen abrufbar.

  • Demnach zeigt sich bei den meisten der betrachteten Erkrankungen: Je älter die Menschen wer­den, desto höher ist auch deren Erkrankungsrisiko. Das gilt insbesondere bei Herz­krank­heiten.
     
  • Aus der Auswertung geht auch hervor, dass Frauen zwar nur halb so oft wie Männer einen Herzinfarkt erleiden, dafür aber häufiger psychische Erkrankungen wie Depressionen haben.
     
  • Zudem gibt es regionale Unterschiede: So erleiden in Sachsen-Anhalt beispielsweise doppelt so viele Menschen einen Herzinfarkt wie in Hamburg. Chronische Atemwegserkrankungen zum Bei­spiel sind in Baden-Württemberg am wenigsten ausgeprägt, in Nordrhein-Westfalen am häu­figs­ten.

Arbeitgeber können mithilfe der interaktiven Website viel über Gesundheit und Krankheit der Menschen in ihrer Region und ihrer Belegschaft erfahren. Die AOK unterstützt sie mit Tipps zur Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Stand

Erstellt am: 14.04.2021

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