Sozialversicherung: kurz notiert im Oktober

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Förderung von Elektromobilität * Sonderregeln für Minijobs enden * Umlage U1 erhöht * Mindestlohn steigt

Steuerfreie Förderung der Elektromobilität

Das Bundesministerium der Finanzen hat mit seinem BMF-Schreiben vom 29. September 2020 die Grundsätze zur Anwendung der einkommensteuerlichen und lohnsteuerlichen Vorschriften in Be­zug auf die Förderung der Elektromobilität dargestellt. Darin werden Vorgaben zur Steu­er­be­frei­ung beschrieben, welche die vom Arbeitgeber gewährten Vorteile zum Aufladen eines Elektro- oder Hy­brid­elek­tro­fahr­zeugs betreffen – sei es im Betrieb des Arbeitgebers, in einem ver­bun­de­nen Unternehmen oder durch das zeitweise private Nutzen betrieblicher Ladevorrichtungen. Ge­re­gelt wird auch die Möglichkeit der pauschalen Besteuerung einer übereigneten Ladevorrichtung sowie der Aufwendungen des Arbeitnehmers für den Erwerb und die Nutzung einer La­de­vor­rich­tung.

Die Leistungen des Arbeitgebers sind steuerfrei, wenn die geldwerten Vorteile und Zuschüsse zu­sätz­lich zum geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die Regelungen gelten vorerst bis zum 31. Dezember 2030. Weitere Informationen finden Sie hier.

Sonderregeln für Minijobs enden

Ab dem 1. November 2020 gelten für kurzfristig Beschäftigte wieder die Zeitgrenzen von drei Mo­na­ten beziehungsweise 70 Arbeitstagen im Kalenderjahr. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Zeitgrenze für kurzfristig Beschäftigte übergangsweise auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage ausgedehnt worden. Diese Sonderregelung läuft am 31. Oktober 2020 aus.

Welche Regelungen bei Minijobs aktuell außerdem gelten, lesen Sie hier.

Minijob: Umlage U1 auf 1 Prozent erhöht

Zum 1. Oktober 2020 haben sich die Umlagesätze der Minijob-Zentrale erhöht. Die Umlage 1 ist auf 1 Prozent gestiegen. Das Umlageverfahren bei Krankheit (U1) wurde geschaffen, um gerade bei kleineren Betrieben die finanzielle Belastung für Aufwendungen der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall aufzufangen. Die Umlage 2 zum „Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft“ beträgt nun 0,39 Prozent.

Mehr Informationen zu Beiträgen und Rechengrößen finden Sie hier.

Der Mindestlohn steigt in vier Schritten

In den beiden kommenden Jahren wird nach dem Anpassungsbeschluss der Mindestlohn-Kom­mis­si­on der Mindestlohn von derzeit 9,35 Euro auf 10,45 Euro angehoben. Die Anhebung erfolgt in vier Schritten:

  • zum 1. Januar 2021 auf 9,50 Euro
  • zum 1. Juli 2021 auf 9,60 Euro
  • zum 1. Januar 2022 auf 9,82 Euro
  • zum 1. Juli 2022 auf 10,45 Euro.

Damit eine geringfügige Beschäftigung durch Anpassung des Mindestlohns nicht unbeabsichtigt die 450-Euro-Grenze übersteigt, sollten Arbeitgeber prüfen, ob der Beschäftigungsumfang von Minijobbern zum Jahresanfang 2021 angepasst werden muss.

Weitere Informationen zum Thema Minjobs und Mindestlohn finden Sie hier.

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