Betriebliche Gesundheit im September

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Verantwortung durch persönlichen Kontakt * Sinnhaftes Arbeiten * Gesundheitsschutz * Homeoffice in Corona-Zeiten

Persönliche Gespräche wecken bei Chefs Verantwortungsgefühl

Nicht erst durch das verbreitete Arbeiten im Homeoffice seit der Corona-Pandemie, sondern auch als Konsequenz der Globalisierung findet Zusammenarbeit zunehmend virtuell statt. Das hat auch gewisse Nachteile. Denn tatsächlich fühlen sich zum Beispiel Führungskräfte weniger stark für ih­re Mitarbeiter verantwortlich, wenn sie sich nur virtuell mit ihnen austauschen, etwa per Videocall oder Telefon. In einem persönlichen Gespräch steigt das Verantwortungsgefühl hingegen. Das zeigt eine Studie des Leibniz-Instituts für Wissensmedien unter 181 Teilnehmern. Bei dem Ver­suchs­auf­bau sollten sich die Teilnehmer vorstellen, in die Rolle einer Führungskraft zu schlüpfen und mit einem Mitarbeiter Aufgaben zu bearbeiten. In einem Fall kündigten die Studienleiter da­zu ein persönliches Gespräch an, im anderen Fall ein virtuelles. Danach beschrieben die Teil­neh­mer, wie sie sich jeweils in ihrer Rolle fühlten und welche Verantwortung sie für den Mitarbeiter empfanden. Das Ergebnis: Wer ein persönliches Gespräch erwartete, empfand im Vorfeld ein hö­he­res Verantwortungsgefühl für den Mitarbeiter. Das heißt, die Führungskraft hatte den Ein­druck, sich stärker um den Beschäftigten kümmern zu müssen, und dachte eher über die Kon­se­quen­zen seines Handelns nach. Eine virtuelle Zusammenarbeit hingegen könnte laut Stu­di­en­auto­ren den Ein­druck erwecken, dass die andere Person weiter entfernt ist – und der Führungskraft deshalb das Gefühl geben, weniger intensiv auf sie eingehen zu müssen.

Verantwortungsbewusstsein für die Mitarbeiter ist Voraussetzung für eine gesunde Führung. Worauf es dabei noch ankommt, erfahren Sie im AOK-Programm „Gesund führen“.

Sinnstiftendes Arbeiten fördert die Gesundheit

Wer seine Arbeit als sinnhaft empfindet, kann besser mit beruflichen Herausforderungen wie Stress und einer hohen Arbeitsdichte umgehen. Das geht aus dem iga.Report 43 der Initiative Gesund­heit und Arbeit hervor. Als sinnstiftend definieren die 2.000 Befragten zum Beispiel eine Tätig­keit, bei der sie authentisch und „sie selbst“ sein können, in der sie sich mit anderen ver­bunden fühlen und ihr volles Potenzial entfalten. Wer unter solchen Bedingungen arbeitet, ist laut der Studie seltener krank und arbeitet motivierter. Weitere wichtige Aspekte einer sinnhaften Ar­beit sind, dass Beschäftigte die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. Auch eine offene Unternehmenskultur und ein gesundes Arbeitsumfeld sind entscheidend. Dazu zählt, dass Mit­ar­bei­ter mitbestimmen und selbst gesteckte Ziele erreichen können und dass Vorgesetzte einen wertschätzenden Umgang pflegen. Vor allem Beschäftigte aus dem Gesundheits- und So­zi­al­we­sen sowie aus den Medien und dem Verlagswesen gaben an, dass sie ihre Arbeit unter diesen Gesichtspunkten als sinnhaft erachten.

Wie Arbeitgeber für ein positives Arbeitsklima sorgen und ihre Teams dabei unterstützen, die eigene Tätigkeit als wirksam und sinnhaft anzusehen, lesen Sie hier.

Corona-Gesundheitsschutz in vielen Unternehmen gut

Seit der Corona-Pandemie steht das Thema Gesundheitsschutz für viele Unternehmen an erster Stelle. Mehr als 70 Prozent der Firmen haben während der Pandemie ein individuelles Ge­sund­heits­schutz­konzept entwickelt und setzen es bereits um. Sie stellen zum Beispiel Des­in­fek­ti­ons­mit­tel bereit, weisen auf Abstands- und Hygieneregeln hin, minimieren den persönlichen Kontakt zwischen den Mitarbeitern und reduzieren Meetings. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Online-Jobbörse StepStone unter rund 8.500 Führungskräften und Mitarbeitern. Drei von vier der be­frag­ten Führungskräfte berichten, dass der Gesundheitsschutz größtenteils reibungslos funk­ti­o­nie­re. Das sehen auch die befragten Beschäftigten so: 77 Prozent vertrauen ihrem Arbeitgeber beim Gesundheitsschutz im Unternehmen.

Bei der gelungenen Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen sind Unternehmen und Mit­ar­beiter gleichermaßen in der Verantwortung. Wie Arbeitgeber sich und ihr Team für eine sichere Rück­kehr an den Arbeitsplatz rüsten, erfahren Sie hier.

Führungskräfte und Beschäftigte gewöhnen sich ans Homeoffice

Je länger die Covid-19-Pandemie anhält, desto besser kommen Menschen mit der Arbeit im Home­office zurecht. Das geht aus einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Angewandte In­forma­ti­ons­tech­nik (FIT) hervor. Sie läuft bereits seit April und wurde inzwischen von mehr als 2.000 Teilnehmern ausgefüllt. Demnach ist die Zufriedenheit der befragten Beschäftigten und Führungskräfte seit April stetig gestiegen und liegt nun bei 90 Prozent. Die Studienautoren er­klä­ren sich das unter anderem damit, dass die Befragten die Trennung von Berufs- und Privatleben immer weniger vermissen – auch weil nach der Öffnung von Kitas und Schulen die Kinder nicht mehr durchgehend zu Hause betreut werden müssen. Arbeitnehmer der IT-Branche sind be­son­ders zufrieden, was laut Studie mit ihrer Affinität für digitale Lösungen zusammenhängt. Zudem geben die Befragten an, dass sowohl die individuelle Arbeit als auch die Teamaufgaben im Home­office inzwischen besser funktionieren als zu Anfang der Erhebung. Das liegt mitunter daran, dass sich die Befragten nun besser mit digitalen Kommunikationstools auskennen.

In Zeiten der sozialen Distanz ist eine wertschätzende und funktionierende Kommunikation im Team besonders wichtig. Wie sie gelingt, lesen Sie hier.

Stand

Erstellt am: 15.09.2020

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