Sozialversicherung: kurz notiert im Februar

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Brexit und A1-Bescheinigung * Mindestlohn für Pflegekräfte

Brexit: A1-Bescheinigungen bis 2022

Das Vereinigte Königreich hat die Europäische Union am 1. Februar 2020 verlassen. Das ver­abschie­de­te Austrittsabkommen sieht vor, dass in einer Übergangsphase bis zum 31. Dezem­ber 2020 die bisherigen Regelungen unverändert weiter gelten. Das heißt, bis zu diesem Zeit­punkt können A1-Bescheinigungen für Tätigkeiten im Vereinigten Königreich uneingeschränkt weiter ausgestellt werden. Beginnt eine Entsendung in das Vereinigte Königreich innerhalb der Übergangsphase spätestens am 31. Dezember 2020, kann eine A1-Bescheinigung für maximal 24 Monate ausgestellt werden, wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind. Bis längstens 30. Dezember 2022 können also die sozialversicherungsrechtlichen Regelungen Deutschlands weiter gelten.

Pflegebranche: mehr Mindestlohn

Für qualifizierte Pflegehilfskräfte und Pflegefachkräfte hat die Pflegekommission am 28. Janu­ar 2020 eine Empfehlung zur Erhöhung der Mindestlöhne in der Altenpflege abgegeben. Das Bun­des­ministerium für Arbeit und Soziales will auf Grundlage dieser Empfehlung den neuen Pfle­ge­min­dest­lohn per Verordnung erlassen.

Demnach soll für qualifizierte Pflegehilfskräfte ab 1. April 2021 ein Mindestlohn von 12,50 Euro (West) und 12,20 Euro (Ost) gelten. Ab dem 1. April 2022 soll nach den Plänen der Kom­mis­si­ons­mit­glie­der ein bundesweit einheitlicher Mindestlohn von 13,20 Euro festgelegt werden.

Auch für die Pflegefachkräfte ist eine Erhöhung geplant, sie sollen ab dem 1. September 2021 bun­deseinheitlich 15,00 Euro erhalten. Zudem wurde eine nachfolgende Erhöhung zum 1. April 2022 auf 15,40 Euro festgelegt.

Stand

Erstellt am: 12.02.2020

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