Zuschusspflicht in der betrieblichen Altersversorgung

Bereits seit 2019 müssen Arbeitgeber für Neuverträge in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der Entgeltumwandlung zahlen. Ab dem 1. Januar 2022 gilt diese Regelung nun auch für Altverträge.

Zuschuss auch bei Altverträgen in der bAV

Für umgewandeltes Arbeitsentgelt, das in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder in einen Pensionsfonds einfließt, besteht aufgrund der Steuerfreiheit auch Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung (2022: 3.384 Euro) jährlich. Diese Beitragsersparnis soll ab dem 1. Januar 2022 vom Arbeitgeber auch für Altverträge an die betriebliche Altersversorgung des Arbeitnehmers weitergeben werden. Als Altverträge gelten dabei alle bAV-Verträge, die vor dem 1. Januar 2019 geschlossen wurden.

15 Prozent-Pauschale oder tatsächliche Beitragsersparnis

Der verpflichtende Arbeitgeberzuschuss kann entweder in Höhe der tatsächlichen Beitragsersparnis oder pauschal mit 15 Prozent des beitragsfrei umgewandelten Arbeitsentgelts an den Versicherer oder an das Versorgungsunternehmen abgeführt werden. Fällt keine Beitragsersparnis durch die Entgeltumwandlung an, weil die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung auch nach der Entgeltumwandlung noch überschritten ist, ist auch kein Zuschuss abzuführen.

Mehr Informationen zu den Änderungen bei der betrieblichen Altersversorgung erhalten Sie im Video und im Fachbeitrag, der zum Download bereitsteht.

Die Themen im Überblick

  • Verpflichtende Zuschüsse auch für Altverträge
  • Weitergabe der Beitragsersparnis des Arbeitgebers bei Entgeltumwandlung
  • Berücksichtigung bisheriger Arbeitgeberzuschüsse
  • Auswirkungen auf die Sozialversicherung

Alle Informationen erhalten Sie kompakt und verständlich aufbereitet in unserem Fachartikel zum Download.

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Stand

Erstellt am: 08.11.2021

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