AU-Feststellung wieder telefonisch möglich

Bis Ende des Jahres dürfen Ärzte wieder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU-Bescheinigungen) für maximal sieben Tage am Telefon ausstellen.

Ausnahmeregelung wird wieder eingeführt

Angesichts bundesweit wieder steigender COVID-19-Infektionszahlen hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut auf eine Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verständigt. Arbeitnehmer, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können ab dem 19. Oktober 2020 bis vorerst 31. Dezember 2020 wieder von niedergelassenen Ärzten telefonisch für bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden. Die Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

„Wir erleben eine erschreckende Entwicklung der Neuinfektionen. Wenn wir in dieser ernsten Situation eines nicht brauchen, sind es volle Wartezimmer. Denn allein durch mögliche Kontakte auf dem Weg in die Praxis oder beim Warten in geschlossenen Räumen steigt das Risiko, sich anzustecken. Mit der Krankschreibung per Telefon gibt es für Menschen mit leichten Atemwegserkrankungen eine gute Alternative zum Praxisbesuch. Die Erfahrungen aus dem Frühjahr mit der Krankschreibung per Telefon haben gezeigt, wie umsichtig Versicherte damit umgehen“, erläutert Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des G-BA.

Die Ausnahmeregelung hatte sich bereits im Frühjahr bewährt, so G-BA-Vorsitzender Hecken. Das vereinfachte Verfahren soll auch vermeiden, dass Patienten mit anderen Erkrankungen, die Risikogruppen angehören, aus Angst vor Ansteckung den Weg in die Arztpraxen scheuen. Unabhängig von der Ausnahmeregelung zur telefonischen Krankschreibung sollten Arbeitnehmer bei typischen COVID-19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-19-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.

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Erstellt am: 19.10.2020

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