Friseurunternehmen DOMINO

Steckbrief
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An 13 Standorten gibt es Domino Friseursalons in Hessen. Um die Mitarbeiter fit für den fordernden Berufsalltag zu machen, schickt der Chef seine Azubis an den Start: Mit einem Ergo-Führerschein lernen sie, ihre Kollegen zu gesunder Bewegung anzuregen.
Branche
Erbringung von sonstigen überwiegend persönlichen Dienstleistungen
Region
Hessen
Unternehmensgröße
130 Mitarbeiter

Belastungen ausgleichen

Beim Friseurunternehmen DOMINO lernen Azubis nicht nur, wie man sich während der Arbeit um seine Gesundheit kümmert. Sie tragen ihr frisch gelerntes Wissen als Multiplikatoren von Salon zu Salon – und motivieren so auch ältere Kollegen.

Langes Stehen, eine ungewohnte Körperhaltung oder die einseitige Belastung der Hände – die Arbeit im Friseurhandwerk ist für den Körper oft sehr strapazierend. „Damit die jungen Leute ihren Beruf möglichst bis zur Rente und ohne gesundheitliche Schäden ausüben können, brauchen sie gerade in der Ausbildung unsere Unterstützung“, sagt DOMINO-Geschäftsführer Rolph Limbacher. Der Marburger Friseurmeister betreibt 13 Salons und arbeitet seit 2010 fest mit der AOK Hessen zusammen.

Unmittelbar nach Ausbildungsbeginn starten die Azubis direkt mit dem Ergo-Führerschein. Hier setzt sich der Friseurnachwuchs mit den berufsspezifischen Belastungen auseinander, etwa der ungünstigen Haltearbeit beim Föhnen oder der Überlastung der Handsehnen durch die Arbeit mit Kamm und Schere. Mit Ausgleichsübungen und Kurzentspannungstipps lernen die jungen Leute, sich richtig zu dehnen und alle Muskelgruppen zu kräftigen, um so die einseitigen Belastungen auszugleichen. Auch im Ausbildungssalon des Unternehmens gibt es regelmäßige Angebote zur Gesundheitsförderung, etwa die Stehschule oder kurze Impulsvorträge zu den Themen Zucker und Fett in der Ernährung. Um den Erfolg des Ergo-Führerscheins nachhaltig zu sichern, erarbeiten die Azubis in einem weiteren Workshop sogenannte Aktivitätskärtchen. Hier legen sie selbst fest, wo sich die erlernten Übungen an den unterschiedlichen Einsatz­orten in ihrem Salon während der Arbeit leicht einstreuen lassen. So können sie beispielsweise am Haarwaschbecken im Einbeinstand abwechselnd die Füße kreisen lassen – das regt die Venenpumpe an und wirkt Blutstauungen in den Beinen entgegen. Durch die permanente Erinnerung an das Gelernte integrieren die Azubis die Übungen schließlich ganz selbstverständlich in ihren Arbeitsalltag.

Indem sie die Kärtchen in ihrem Salon an verschiedenen Einsatzstellen aufhängen, werden auch ältere Mitarbeiter immer wieder motiviert, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Im Rahmen von Bewegungsschulungen lassen sich die Kärtchen später auch in andere Salons übertragen – angepasst an die Gegebenheiten am jeweiligen Standort.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Irene Hausmann
AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen
0641 7009-120
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