Azubiprämie startet zum Beginn des Ausbildungsjahrs
06.08.2020 | Bundesprogramm

Azubiprämie startet zum Beginn des Ausbildungsjahrs

Betriebe, die in diesem Jahr einen neuen Ausbildungsplatz anbieten, obwohl sie von den Herausforderungen der Corona-Pandemie betroffen sind, können jetzt eine Prämie beantragen.

Teil des Konjunkturpakets

Mit dem Maßnahmenpaket „Ausbildungsplätze sichern“ in Höhe von insgesamt 410 Millionen Euro fördert die Bundesregierung von der Corona-Krise betroffene kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die trotz der schwierigen Lage 2020 und 2021 eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen durchführen.

Eine Ausbildungsprämie von 2.000 Euro wird einem Ausbildungsbetrieb für eine ab August 2020 neu beginnende Ausbildung gewährt, wenn 

  • der Betrieb durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen ist,
  • er die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungsverträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre hält.

3.000 Euro gibt es für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag, wenn die Zahl der Verträge sogar erhöht wird.

In erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen ist ein Ausbildungsbetrieb, wenn er im ersten Halbjahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.

Die Ausbildung muss spätestens am 15. Februar 2021 beginnen. Bedingung für die Ausbildungsprämie ist außerdem, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht. Der Antrag muss spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit gestellt werden. Die Prämie wird nach dem Ende der Probezeit ausgezahlt.

BfA
Bundesagentur für Arbeit

Die Antragsunterlagen für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ stehen auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung

Zusätzlich können Betriebe Förderungen in Höhe von bis zu 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat erhalten, wenn sie ihre Ausbildungsaktivität trotz Corona-Belastungen fortsetzen und Auszubildender und Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringen. Die Förderung erhält der Betrieb befristet bis zum 31. Dezember 2020 für jeden Monat, in dem er einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent hat.

Wenn ein Betrieb Azubis von einem anderen Betrieb übernimmt, der wegen der Corona-Pandemie übergangsweise die Ausbildung nicht fortsetzen kann, erhält der Betrieb wegen der Übernahme des Azubis eine Prämie von 3.000 Euro.

Passendes zum Thema
Ausbilden

Weitere Tipps für ausbildende Betriebe und Informationen zu Besonderheiten in der Sozialversicherung bei Auszubildenden.

Stand

Erstellt am: 03.08.2020

Kontakt zur AOK Hessen AOK/Region ändern
Grafik Firmenkundenservice
Besuchen Sie uns oder vereinbaren Sie einen Termin in Ihrem Unter­nehmen.
Grafik e-mail
Melden Sie uns Ihr Anliegen, wir antworten umgehend oder rufen Sie zurück.
Grafik Ansprechpartner
Gerne stehen wir Ihnen für Ihre Kritik und Anregungen zur Verfügung.