Konflikthotline weiterhin erreichbar

Schon in wirtschaftlich erfolgreichen Zeiten sind Konflikte am Arbeitsplatz alltäglich. Wenn Unvorhergesehenes, Veränderungen oder Umstrukturierungen hinzukommen, steigt mit dem damit verbundenen Stress automatisch das Konfliktpotenzial in den Unternehmen und Betrieben. All das passiert jetzt in der Corona-Krise. Diese Krise stellt die ganze Gesellschaft vor bisher nie gekannte Herausforderungen: schnelle Digitalisierung, Homeoffice, Kurzarbeitergeld, Entlassungen. Zu den Existenzängsten, die viele Unternehmer, Selbstständige und Mitarbeitende jetzt umtreiben, kommen steigende Konfliktpotenziale innerhalb der verbleibenden Belegschaft hinzu.

Sorgen an der Konflikthotline

Die Wirtschaft erfährt große Veränderungen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind zunehmend unsicher und besorgt, dass sie persönlich davon betroffen sein werden. Dies zeigen auch die aktuellen Anrufe bei der Konflikthotline Baden-Württemberg deutlich.

Ratsuchende, die sich an die Fachstelle für Konflikte am Arbeitsplatz wenden, haben bei­spiels­wei­se Fragen wie: „Wie rede ich mit meinen Mitarbeitern, wenn sie Angst um ihren Arbeitsplatz ha­ben müssen?“, „Außerhalb der Arbeit habe ich kaum Kontakte. Mir fehlen die Kollegen und das Homeoffice fällt mir schwer. Was soll ich tun?“, „Ist stufenweise Wiedereingliederung eigentlich auch im Homeoffice machbar?“, „Ich bin ganz neu in meinem Job. Wie offen soll ich in solchen Zeiten mit meiner Erkrankung umgehen?“

Experten befürchten, dass nach der Krise durch den Konkurrenzdruck genau solche Probleme am Arbeitsplatz noch häufiger auftreten werden. Die Konflikthotline Baden-Württemberg, ein ge­mein­nüt­zi­ger Verein, deren Mitglied auch die AOK Baden-Württemberg ist, wahrt mit ihrem An­ge­bot an telefonischer Erstberatung ihre Solidarität gerade jetzt. Unter dem Motto: „Mit uns kön­nen Sie reden – ein Anruf hilft weiter“ wendet sich die Konflikthotline an alle Menschen, Mit­ar­bei­ten­de wie Führungskräfte, Unternehmer wie Betriebsräte, die derzeit Sorgen, Probleme und Konflikte am Arbeitsplatz haben. Nicht immer wird es eine Lösung geben, aber der mit­mensch­li­che Kontakt und das Zuhören sind in Zeiten von Social Distancing ganz besonders wichtig. Mit­gefühl zu bekommen ist ein menschliches Grundbedürfnis und Voraussetzung dafür, seelisch ge­sund zu bleiben. Im Sinn von Betrieblicher Gesundheitsförderung können Unternehmen die Kon­flikt­hot­line deshalb als kostengünstiges prophylaktisches Angebot nutzen.

Auch jetzt für Ratsuchende da

Unter der Telefonnummer 0711 892 44 300 stehen die Beraterinnen und Berater den Rat­su­chen­den in dieser schweren Zeit zur Seite. Sie haben ein offenes Ohr für ihre Sorgen, zeigen Ver­ständ­nis und Anteilnahme und können zudem Adressen von Fachleuten vermitteln. Die Beratung ist ano­nym und kostenfrei. Es fallen nur die Telefongebühren des jeweiligen Providers an. Be­ra­tungs­zei­ten und nähere Informationen finden Sie unter konflikthotline-bw.de. Hier können auch kos­ten­frei Flyer zum Auslegen im Betrieb bestellt werden. Bitte informieren Sie auch Ihre Belegschaft.

Stand

Erstellt am: 14.04.2020

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