Homeoffice wird immer beliebter
25.06.2020 | Schon vor Corona-Krise

Homeoffice wird immer beliebter

Der Trend zum Homeoffice begann schon vor der Corona-Krise. Die Zahl der Berufstätigen, die von zu Hause arbeiten, hat innerhalb der letzten drei Jahre um 7 Prozent zugenommen, zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga).

Mehr als ein Drittel aller Beschäftigten arbeiten im Homeoffice

Homeoffice war in den letzten Wochen für viele Unternehmen eine gute Option, die Corona-Pandemie zu meistern. Eine repräsentative Befragung von rund 2.000 Erwerbstätigen im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) zeigt jedoch, der Trend hat schon vorher begonnen. Bereits 2019 hatten schon 35 Prozent aller Befragten die Möglichkeit, im Homeoffice oder von unterwegs zu arbeiten. Das ist ein Plus von 7 Prozent gegenüber der letzten Erhebung von 2016.

Die Befragung rund um das Thema Flexibilisierung ist Bestandteil des iga.Barometers, das regelmäßig einen Überblick über den Stellenwert von Arbeit liefert.

iga
Neue Erkenntnisse zu Sinnerleben bei der Arbeit

Mit dem iga.Report 43 führt die Initiative Gesundheit und Arbeit ihre regelmäßigen Befragungen von Erwerbstätigen in Deutschland fort. Neben dem Thema Homeoffice liegt ein weiterer Schwerpunkt auf dem Thema „Sinn und Arbeit“.

Vor allem Führungskräfte und Männer nutzen Homeoffice

Mit 44 Prozent machen vor allem Führungskräfte von der Option Homeoffice Gebrauch. Unter allen Beschäftigten ohne Personalverantwortung liegt der Anteil bei 29 Prozent.

Interessant ist auch der Geschlechtervergleich. Während bei den Männern 39 Prozent mobil arbeiten, sind es bei den Frauen nur 29 Prozent.

68 Prozent der Arbeitnehmer haben Gleitzeitregelungen

Neben Homeoffice und mobilem Arbeiten fragten die Interviewer auch nach weiteren Möglichkeiten der flexiblen Arbeitsgestaltung. So gaben 68 Prozent an, dass sie Gleitzeitregelungen nutzen können. Vor drei Jahren waren es noch vier Prozent mehr.

Nahezu gleich, 29 Prozent gegenüber 28 Prozent im Jahr 2016, blieb die Anzahl der Personen, die auf Basis von Vertrauensarbeitszeit beschäftigt sind.

Vereinbarkeit von Beruflichem und Privatem

51 Prozent derjenigen Befragten, die Vertrauensarbeitszeit haben, gaben an, Arbeit und Privatleben gut vereinbaren zu können. Bei Homeoffice-Beschäftigten lag der Anteil bei 44 Prozent, bei Beschäftigten mit der Option Gleitzeit waren es 40 Prozent.

Digitalisierung ist Voraussetzung für Flexibilisierung

Flexibles Arbeiten und Digitalisierung sind eng miteinander verknüpft, auch das belegt der aktuelle iga.Report. Von den Personen, bei denen Digitalisierung im Job gar keine Rolle spielt, können nur 33 Prozent ihre Arbeit selbstbestimmt und flexibel, zum Beispiel im Homeoffice, gestalten. Bei Berufstätigen, die in sehr hohem Maße digital arbeiten, greifen 69 Prozent auf die Möglichkeit einer flexiblen Arbeitsgestaltung zurück.

Stand

Erstellt am: 25.06.2020

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