Mutterschutz und Ausgleichsverfahren

Beschreibung

Es gilt der Grundsatz: Wer Mitarbeiterinnen beschäftigt, die schwanger sind oder ein Kind bekommen haben, muss sowohl die Rechte der Mütter – beziehungsweise die Ansprüche der Eltern – als auch die Arbeitgeberpflichten kennen und berücksichtigen.

Das Mutterschutzgesetz bildet die wichtigste Grundlage für den Schutz von Schwangeren und jungen Müttern. Die Regelungen des Mutterschutzgesetzes für Schutzfristen und Beschäftigungsverbote gelten nicht nur für Arbeitnehmerinnen, sondern unter anderem auch für Frauen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbstständigkeit als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind, und für Schülerinnen und Studentinnen während ihrer Teilnahme am Schul‑ beziehungsweise Hochschulbetrieb.

Beschäftigungsverbote in der Schwangerschaft haben in der Coronapandemie zugenommen. Gegen finanzielle Risiken durch Entgeltfortzahlung bei Schwangerschaft oder Mutterschaft ihrer Beschäftigten sind Arbeitgeber durch die entsprechende Umlageversicherung U2 optimal geschützt.

Nach der Geburt eines Kindes ermöglicht das Elterngeld einen guten Start in das gemeinsame Leben mit dem neuen Familienmitglied. Denn Mütter und Väter können mit dem Elterngeld als finanziellem Rückhalt leichter vorübergehend, ganz oder auch nur teilweise auf eine Erwerbstätigkeit verzichten. Als Alternative zum Basis-Elterngeld können sich Familien auch für das Elterngeld Plus entscheiden – damit ist die Aufnahme einer Beschäftigung bereits während des Elterngeldbezugs noch attraktiver geworden.