Checkliste: Mitarbeiter wirksam schützen

Unternehmen können und müssen viel tun, um Mitarbeiter angesichts hoher Infektionszahlen wirksam in der Coronapandemie zu schützen. Das Angebot, im Homeoffice zu arbeiten, gehört ebenso dazu wie die 3G-Regelung am Arbeitsplatz und das Fördern der Impfbereitschaft. Was außerdem hilft, das Infektionsrisiko zu begrenzen, zeigt diese Übersicht.

Erneute Pflicht zum Homeoffice-Angebot

Das geänderte Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass die Pflicht zum Homeoffice-Angebot zum 24. November 2021 wieder eingeführt wird. Demnach ist der Arbeitgeber noch bis zum 19. März 2022 verpflichtet, den Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause anzubieten, wenn dem keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten müssen ihrerseits das Angebot annehmen, soweit keine Gründe dagegensprechen. Das können zum Beispiel räumliche oder technische Mängel in ihren Wohnungen sein.

3G am Arbeitsplatz

Für Beschäftigte, die vor Ort im Betrieb arbeiten, gilt ab dem 24. November laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die 3G-Verpflichtung. Das bedeutet konkret:

  • Der Zutritt zur Arbeitsstätte ist nur Beschäftigten mit 3G-Status erlaubt.
  • Der Nachweis über den Impf- beziehungsweise Genesenenstatus oder ein gültiger Negativtest muss beim Betreten der Arbeitsstätte kontrolliert und dokumentiert werden.
  • Ausnahmen gelten nur, wenn unmittelbar vor Ort ein Test gemacht oder ein Impfangebot wahrgenommen wird.
  • Verstoßen Arbeitgeber oder Beschäftigte gegen die Regelung, kann dies mit einem Bußgeld geahndet werden.
  • Beschäftigte, die keinen 3G-Nachweis vorlegen können oder wollen und infolgedessen die Arbeitsleistung nicht erbringen, müssen arbeitsrechtliche Konsequenzen befürchten.
  • Die Daten über den Geimpft-, Genesen- oder Getestet-Status dürfen von den Arbeitgebern im Rahmen der Kontroll- und Dokumentationspflicht verarbeitet werden – auch um die betrieblichen Hygienekonzepte besser anpassen zu können. Nach spätestens sechs Monaten sind die Daten zu löschen.
BMAS
Fragen & Antworten zum Infektionsschutz im Betrieb

Das BMAS hat auf seiner Seite alle Fragen und Antworten zu den Details der geänderten Regeln zum Betrieblichen Infektionsschutz zusammengestellt.

Zusätzliche Tests in Pflegeeinrichtungen

Arbeitgeber und Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen müssen bei Arbeitsantritt – auch, wenn sie geimpft oder genesen sind – zusätzlich den Nachweis eines negativen Schnell- oder Selbsttests beziehungsweise PCR-Test vorlegen. Das Gleiche gilt für Besuchspersonen wie Angehörige oder Dienstleister wie Handwerker und Paketlieferanten.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung verlängert

Auch die bisherigen grundlegenden Regeln zum betrieblichen Infektionsschutz, wie sie in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung festgelegt sind, gelten bis einschließlich 19. März 2022 unverändert weiter, wie diese kompakte Checkliste zeigt:

1. Impfbereitschaft fördern

Um die Impfquote in der Bevölkerung weiter zu steigern, sind Arbeitgeber verpflichtet

  • Beschäftigte über die Risiken einer COVID-19-Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung zu informieren.
  • Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten zu unterstützen.  
  • Beschäftigte zur Wahrnehmung von Impfangeboten freizustellen.
2. Coronatests anbieten

Arbeitgeber müssen Mitarbeitern, die nicht im Homeoffice arbeiten, zweimal pro Woche einen Coronatest anbieten. Erlaubt sind Antigen-Schnelltests sowie Selbsttests. Ausnahmen gelten für vollständig Geimpfte beziehungsweise von einer COVID-19-Erkrankung genesene Beschäftigte. Ist ein Mitarbeiter weder geimpft noch genesen, muss er sich für die übrigen Tage, die er an den Arbeitsplatz kommen möchte, selbst einen entsprechenden Test besorgen.

3. Kontakte vermeiden

Betriebsbedingte Personenkontakte sind einzuschränken. Mitarbeiter mit direktem Kunden- oder Lieferantenkontakt müssen geschützt werden, etwa durch Trennwände. Der Zugang zum Gebäude sollte nur mit Anmeldung möglich sein. Unternehmen müssen dokumentieren können, welche Mitarbeiter miteinander oder mit Kunden Kontakt hatten, um im Falle einer bestätigten Infektion umgehend das Gesundheitsamt informieren zu können.

4. Maskenpflicht durchsetzen

Wo kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann, ist das Tragen medizinischer Masken verpflichtend. Sie müssen vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden. Außerdem ist zu prüfen, ob in allen Räumen ausreichend Lüftungsmöglichkeiten vorhanden sind.

5. Hygienekonzept befolgen

Türklinken, Räume und Arbeitsmittel sind regelmäßig zu desinfizieren. Das gilt auch für gemeinsam genutzte Dienstwagen. Alle Regelungen müssen in einem betrieblichen Hygienekonzept zusammengefasst und in der Arbeitsstätte allen Beschäftigten zugänglich gemacht werden. Der Infektionsschutz ist auch in den Pausenbereichen und während der Pausenzeiten zu gewährleisten.

6. Betriebliche Gesundheitsförderung anpassen

Ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, aber auch psychische Unterstützung in Stress- und Krisenzeiten sind wichtig. Bei vielen Aktivitäten und Präventionskursen können die Mitarbeiter auf digitale Angebote ausweichen. Als Führungskraft mit den abwesenden Teammitgliedern in Kontakt zu bleiben, ist eine weitere wichtige Unterstützung, um gemeinsam gut durch die Krise zu kommen.

7. Im Verdachtsfall handeln

Arbeitgeber sind dafür verantwortlich, betriebliche Regelungen zur raschen Aufklärung von Verdachtsfällen auf eine Covid-19-Erkrankung zu treffen. Bei bestätigten Infektionen muss das Gesundheitsamt umgehend informiert werden.

Weiterführende Links für Arbeitgeber

Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter fortlaufend über den aktuellen Stand und die Notwendigkeit der Einhaltung der Schutzmaßnahmen informieren, etwa über Aushänge am Schwarzen Brett, in den Büros, Kantinen und Sanitäranlagen wie auch im Intranet oder persönlich im Gespräch mit der Führungskraft und mit dem Team.

Hier finden Arbeitgeber viele weiterführende Informationen:

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Zuletzt aktualisiert: 24.11.2021

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