Häuser bauen und verkaufen aus dem Homeoffice

Nach dem Shutdown Mitte März waren die rund 300 Mitarbeiter der Kern-Haus Unternehmensgruppe binnen zwei Wochen komplett gerüstet für das nahtlose Weiterarbeiten. Dank der schnellen und professionellen Umstellung auf digitales Arbeiten konnte nicht nur die interne Kommunikation, sondern auch der Kontakt mit Interessenten und Bauherren ausschließlich über Videokonferenzen stattfinden.

Betrieb auf einen Blick: Kern-Haus

  • Kerngeschäft: schlüsselfertiger Massivbau von Ein- und Zweifamilienhäusern seit 1980
  • Rund 300 Mitarbeiter bundesweit an 23 Standorten, davon rund 100 im Vertrieb, 50 Bauleiter, 40 Architekten und Bauzeichner sowie 110 Mitarbeiter in der Verwaltung an allen Standorten
  • Krankenrate in Corona: unverändert
  • Kern-Haus baut ca. 400 Häuser im Jahr, ohne Einbußen in der Corona-Krise
  • kern-haus.de
Fassade Kern-Haus
Baustelle

Masken, Videokonferenzen und ein geplatztes Jubiläum

4.000

Masken mit Firmenlogo ließ das Unternehmen für die Beschäftigten herstellen.


4.000

digitale Videokonferenzen mit Interessenten, Kunden, Mitarbeitern und Partnern fanden allein von März bis Mai 2020 statt. Seit dem Sommer gibt es auch wieder Präsenztermine. Bei Erstkontakten mit Bauinteressenten und Teambesprechungen setzen die Beschäftigten aber weiterhin oft auf Onlineaustausch.


40.

Firmenjubiläum war im Jahr 2020 – die geplante Feier dazu fiel ins Wasser, obwohl schon vieles dafür geplant war. Stattdessen feiert Kern-Haus jetzt 2021 das 41. Jubiläum.

Masken für alle Mitarbeiter

Bereits im April wurden Stoffmasken mit Kern-Haus-Logo an alle Beschäftigten verteilt. Auf Fluren und in Gemeinschaftsräumen an allen Standorten herrscht Maskenpflicht. Die halbe Belegschaft darf vor Ort arbeiten, je ein Mitarbeiter pro Zweierbüro.

 

Herausforderung angenommen

Bernhard Sommer, Vorstandsvorsitzender der Kern-Haus AG, Ransbach-Baumbach

Corona stellte Kern-Haus ab März 2020 bundesweit vor einige Herausforderungen, die es zu meistern galt. Seit dem Sommer ermöglichen die Lockerungen zwar eine teilweise Rückkehr zur Präsenz im Büro und beim Kunden. Dennoch arbeiten alle weiter unter strengen Hygieneauflagen. Dass die gesamte Firma auch viele positive Lerneffekte aus der Krise gewinnen konnte, überraschte selbst Bernhard Sommer, den Vorstandsvorsitzenden der Kern-Haus AG.

Wichtig waren diese Punkte:

  • In Kontakt mit Kunden und Handwerkern bleiben.
  • Voraussetzungen für Homeoffice schaffen.
  • Arbeiten auf Distanz zukunftsfähig machen.

Notebooks, Softwareschulungen und Teamgeist

Die IT-Abteilung von Kern-Haus arbeitete nach dem Shutdown im März unter Hochdruck daran, den Bedarf an Notebooks und Monitoren für das Arbeiten im Homeoffice zu decken. Zudem mussten die Beschäftigten im Umgang mit der Videokonferenz-Software geschult werden. Da war auch die Kommunikationsabteilung gefragt, die häufig informierte und viel Austausch ermöglichte.

Digitaler Schub

André Stiller, IT-Leiter der Kern-Haus AG, Ransbach-Baumbach

Virtueller Austausch

Laura Welling, Leiterin Marketing der Kern-Haus AG, Ransbach-Baumbach

„Ab Mitte März fielen alle Bau­be­sich­ti­gung­en aus. Wir ersetzten sie durch Online-Sendungen inklusive vir­tu­el­len Haus­rundgangs und Erfahrungs­austausch mit anderen Bau­herren. Das kam sehr gut an.“

Marina Neuhaus, Geschäftsführerin Kern-Haus Köln-Bonn

Kundenkommunikation neu gedacht

Statt Rohbaufest und Hausbesichtigung standen im Shutdown Livesendungen und Video-Verkaufsgespräche auf der Tagesordnung. So boten die Kern-Haus-Mitarbeiter ihren Kunden in der Pandemie die komplette Kundenbetreuung vom Erstgespräch bis zur Vertragsunterzeichnung via Videokonferenz an. Was als Notlösung begann, hat sich für Erstgespräche mit Bauinteressenten und Abstimmungen unter Kollegen als unkomplizierte Kontaktmöglichkeit etabliert, die weiterhin genutzt wird – jetzt ergänzend zu Treffen vor Ort.

Häuser online verkauft

Bernhard Sommer, Vorstandsvorsitzender der Kern-Haus AG, Ransbach-Baumbach

Eigenes Zuhause im Mittelpunkt

Laura Welling, Leiterin Marketing der Kern-Haus AG, Ransbach-Baumbach

Produktiv und prämiert

Das Umstellen auf virtuelle Konferenzen sparte jede Menge Zeit, etwa weil Anfahrten zu Kundenterminen wegfielen. Die gewonnenen Kapazitäten flossen in Projekte, für die vorher wenig Zeit war.

Weil durch den Shutdown Kapazitäten frei wurden, konnte ein Projekt zur Marktreife gebracht werden: Ergänzend zu der bisherigen Stahlbeton-Bauweise „DuoTherm“ bietet Kern-Haus seit Sommer 2020 nun auch den Hausbau mit Porenbeton, Bims und Ziegel an. Eine Entscheidung, für die zunächst viele technische Baudetails angepasst werden mussten.

Keine Einbußen in der Pandemie hinnehmen zu müssen, ist für viele Unternehmen bereits eine komfortable Situation. Die Kern-Haus-Gruppe ist sogar auf Expansionskurs und stellt weiter Mitarbeiter ein. Außerdem konnte sich das Unternehmen 2020 über Auszeichnungen freuen, zum Beispiel über Platz 2 beim Deutschen Traumhauspreis im Mai und die Prämierung als Top-Innovator 100. Zudem ist Kern-Haus einer von 24 Finalisten aus über 1.800 nominierten Unternehmen für den Großen Preis des Deutschen Mittelstandes 2020.

Um sich als Marke für das gute Leben weiter zu etablieren, entwickelt Kern-Haus in der ruhigen Phase des Shutdowns einen Blog zu Lifestylethemen: Wohn-, Garten- und Genusstipps sollen die Marke Kern-Haus als Experten zu diesen Themen positionieren.

raum-fuer-das-wahre-glueck.de/herzlich-willkommen

Baubranche leidet kaum unter Corona-Krise

77 %

aller Unternehmen in Deutschland rechnen für 2020 mit Umsatzeinbußen, 21 Prozent sogar mit einem Umsatzrückgang von mehr als der Hälfte im Vergleich zum Vorjahr wie eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammern ergab.


3 %

So gering ist der Rückgang, den die gesamte Baubranche laut Zentralverband Deutsches Baugewerbe erwartet.


0 %

Einbußen gibt es dem ZDB zufolge beim Wohnungs- und Hausbau, also der Branche, in der Kern-Haus aktiv ist.

Hygieneregeln auch auf der Baustelle

Die Bauleiter von Kern-Haus haben an ihren Baustellen eine Menge zu tun, um die verschiedenen Gewerke so zu takten, dass nicht zu viele Handwerker auf einmal vor Ort sind. Damit alle Hygieneanforderungen gewahrt werden können, gab und gibt es detaillierte Zeitpläne.

Dresden: gute Zusammenarbeit mit der Zentrale

An einem Strang ziehen

Männlicher Mitarbeiter

 

„Mitarbeiter und Handwerker haben zum Glück die Vorsichts- und Hygiene­maßnahmen so gut eingehalten, dass alle gesund geblieben sind. So konnten wir sämtliche Baustellen weiter betreuen und die Häuser unserer Bauherren ohne große Einschränkungen auch während der Corona-Zeit realisieren.“

Andreas Gläser, Bauleiter Kern-Haus Dresden

Wechsel zu Online lief problemlos

Julia Behnisch, Geschäftsleiterin Kern-Haus Dresden

 

An den bundesweit 18 Kern-Haus-Standorten wussten die Kollegen die schnell funktionierende digitale Kommunikation sehr zu schätzen. Die Kollegen am Standort Dresden waren froh, dass das Arbeiten online fast nahtlos weitergehen konnte.

Als im Sommer die Corona-Auflagen gelockert wurden, fanden auch wieder Termine mit Bauinteressenten statt. Das war besonders für die Auswahl von Grundstücken wertvoll, denn Lage und Größe eines Grundstücks lassen sich nur bedingt digital vermitteln.

Eigener Flyer mit Hygiene-Einmaleins

Die Hygienerichtlinien hat Kern-Haus als Flyer gestaltet. Er bringt den Kunden die Spielregeln auf sympathische Art näher.

PDF LogoDer Flyer als Download

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