BSH Hausgeräte GmbH, Fabrik Dillingen

Steckbrief
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Wo täglich 13.000 Geschirrspüler vom Band laufen, wird auch auf die Gesundheit der Mitarbeiter geachtet: Die rund 2.400 Beschäftigten der BSH Hausgeräte in Dillingen profitieren seit über 20 Jahren vom Einsatz des Arbeitskreis Gesundheit.
Branche
Herstellung von Haushaltsgeräten
Region
Bayern
Unternehmensgröße
ca. 2.400 Beschäftigte in der Fabrik Dillingen

Arbeitsleben gesünder gestalten

Die BSH Hausgeräte GmbH steht dafür, mit modernsten, hochwertigen und leistungsstarken Hausgeräten das Leben zu Hause angenehmer zu gestalten. Am Standort in Dillingen an der Donau laufen tagtäglich rund 13.000 Geschirrspüler an sieben parallelen Montagelinien vom Band. Die Leistung der über 2.400 Beschäftigten ist Grundlage des Erfolges. Daher wird insbesondere auch ein Augenmerk auf die gesundheitsgerechte Gestaltung des Arbeitslebens gelegt.

Professionelle Strukturen und Prozesse sowie vertrauensvolle Partnerschaften als Erfolgsfaktoren im BGM

Von Anfang an wurde im BGM auf systematisches Vorgehen und vertrauensvolle Partnerschaften gesetzt. Bereits im Mai 1996 gründete sich der „Arbeitskreis Gesundheit“ (AKG) unter der Leitung des Betriebsarztes, in dem auch die Gesundheitskasse festes Mitglied ist. Gemeinsam analysieren Geschäftsleitung, Betriebsarzt, Mitarbeitervertretung, Sicherheitsfachkraft und Gesundheitsexperten der AOK in regelmäßigen Treffen aktuelle Gesundheitsstände, legen passgenaue Strategien fest und organisieren konkrete Maßnahmen für die Belegschaft. Um den Überblick zu behalten, wird eine nach Handlungsfeldern, Aktivitäten und Verantwortlichkeiten unterteilte BGM-Maßnahmenliste als Steuerungstool eingesetzt. Auch die Wirksamkeit der durchgeführten Projekte wird von dem Gremium bewertet.

Spürbar ist dabei immer der Wille, sich kontinuierlich zu verbessern. Ziel ist es, Arbeitsplätze und Arbeitsorganisation nachhaltig zum Nutzen von Mitarbeitern und Unternehmen gesundheitsgerecht zu gestalten. So legt der AKG großen Wert darauf, die zahlreichen, teilweise parallel laufenden Projekt im Unternehmen durch die „Gesundheitsbrille“ zu begutachten. Dabei bleibt kritisches Hinterfragen, welche Auswirkungen die Projekte langfristig auf die Gesundheit der Mitarbeiter haben, auf der Leitungsebene nicht aus.

Fundierte Analysen und konsequente Maßnahmenumsetzung als Grundlage kontinuierlicher Verbesserung

BSH am Standort Dillingen hat sich dafür entschieden, Gesundheitszirkel bedarfsorientiert zur mitarbeiterorientierten Begleitung von Veränderungsprozessen einzusetzen. In einem zweistufigen Verfahren werden Arbeitsbedingungen in einem bestimmten Bereich / Abteilung detailliert analysiert. Hierzu gibt es zuerst Zirkelsitzungen ausschließlich mit Mitarbeitern, im Anschluss werden die Meister als Vorgesetzte hinzugeholt. Auf diese Weise wird „in die Belegschaft hineingehört“, Stimmungen werden eingefangen und die Kommunikation verbessert sich untereinander. Mitarbeiter können aktiv an der Optimierung ihrer Arbeitsplätze mitwirken und fühlen sich wertgeschätzt. Die Zirkelergebnisse werden im AKG diskutiert sowie konkrete Maßnahmen abgeleitet. Dabei konnten Belastungen verringert, die Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter gesteigert und innovative Lösungen konsequent in den betrieblichen Alltag integriert werden. Die Erfahrung mit dem Vorgehen ist durchweg positiv – BSH hat bereits in 16 Bereichen Gesundheitszirkel erfolgreich durchgeführt.

Neben den bereichsspezifischen Angeboten profitieren die Mitarbeiter von Rückenschulen, Nordic-Walking-Kursen oder auch Raucherentwöhnungsseminaren. Ebenso haben Gesundheitstage im Betrieb einen festen Platz im Jahreskalender. Neben der ergonomischen Arbeitsplatzoptimierung wurden Mitarbeiter zu sogenannten „Bewegungs-Scouts“ durch AOK-Experten geschult, um für ihre Kollegen bewegte Pausen aktiv gestalten zu können. Dieses Engagement kommt bei der BSH-Belegschaft gut an. „Es ist sehr erfreulich zu sehen, dass unsere Mitarbeiter sensibilisiert werden und die vielfältigen individuellen Anregungen, das Leben gesünder zu gestalten, überaus positiv annehmen“, erklärt Dr. Gerd Schmid, Betriebsarzt bei BSH am Standort Dillingen.

Der Erfolg des BGM, das mit überdurchschnittlichem Engagement des Betriebsarztes seit mehr als zwei Jahrzehnten vorangetrieben und von der Personalleitung unterstützt wird, lässt sich sehen: Im November 2016 konnte der AOK-Gold-Standard für BGM erreicht werden. Dies zeigt, dass die Mitarbeitergesundheit Teil der Unternehmenskultur geworden ist. Zeitgleich ist es Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen.

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Das könnte nützlich sein
Zertifizierung Gesundes Unternehmen

Mit dem Zertifikat Gesundes Unternehmen können Unternehmen dokumentieren, dass sie sich in besonderer Weise im BGM engagieren. Zudem erfahren sie, wo sie im BGM stehen und wie Maßnahmen optimiert werden können.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Dr. Ariane Förster
Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement
AOK Bayern - Die Gesundheitskasse
Zentrale Gesundheits­förderung
Carl-Wery-Straße 28
81739 München
089 62730-832
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