Gemeinsame Offensive für psychische Gesundheit
19.10.2020 | Psychische Gesundheit

Gemeinsame Offensive für psychische Gesundheit

Mehr Offenheit im Umgang mit psychischer Gesundheit und ein frühzeitiger Zugriff auf Präventionsangebote sind die Ziele einer gemeinsamen Kampagne von Politik und Präventionspartnern wie der AOK.

Psychische Belastung ernst nehmen

Andauernder Stress, Überforderung, Erschöpfung und Einsamkeit – die Offensive Psychische Gesundheit setzt sich dafür ein, solche Belastungen ernst zu nehmen, offen mit ihnen umzugehen. Dazu gehört zum Beispiel, als Arbeitgeber betroffenen Mitarbeitern Unterstützung anzubieten. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie verschiedener Partner aus dem Bereich Prävention, darunter auch die AOK.

INQA
Drei Ministerien beteiligt

Auf der Internetseite der Initiative für Neue Qualität der Arbeit finden Interessierte alle wichtigen Informationen rund um die Kampagne der drei Ministerien und der Präventionspartner.

Hilfsangebote besser zugänglich machen

Neben einer höheren Aufmerksamkeit und Offenheit für das Thema zielt die Kampagne darauf ab, Hilfsangebote zu verzahnen. Zudem sollen Präventionsangebote leichter auffindbar sein, sodass Betroffene solche Angebote frühzeitig nutzen können.

Psychische Erkrankungen nehmen zu

Wie notwendig solche Maßnahmen sind, zeigt auch der aktuelle Fehlzeiten-Report 2020 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Demnach sind die psychischen Erkrankungen als Ursache für Fehltage im Jahr 2019 bei den erwerbstätigen Mitgliedern der AOK zum ersten Mal an die zweite Stelle gerutscht (11,9 Prozent) nach den Muskel- und Skelett-Erkrankungen (22,4 Prozent). Seit 2008 haben die Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen um 67,5 Prozent zugenommen.

Als Führungskraft Probleme ansprechen

Viele Menschen tun sich dennoch schwer, über seelische Probleme zu sprechen, zum Beispiel, weil sie negative Reaktionen fürchten. Dabei ist klar: Darüber reden kann helfen, einen angemessenen Umgang mit psychischen Belastungen zu finden und sie zu reduzieren. Entsprechend wirbt die Kampagne dafür, aufmerksam bei sich selbst und bei Menschen im Umfeld zu sein. Vermittelt werden unter anderem praktische Hinweise, wie im persönlichen, aber auch beruflichen Umfeld das Thema, zum Beispiel von Vorgesetzten, niedrigschwellig angesprochen werden kann.

Prominente Unterstützung

Bekannte Persönlichkeiten wie Skisprunglegende Sven Hannawald und die Bloggerin Victoria van Violence unterstützen die Initiative, indem auch sie offen über ihre persönlichen Erfahrungen mit psychischer Belastung und die Bedeutung von Prävention sprechen.

Stand

Erstellt am: 12.10.2020

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