Arbeitnehmer können Elternzeit verschieben
15.05.2020 | Systemrelevante Berufe

Arbeitnehmer können Elternzeit verschieben

Eltern in systemrelevanten Berufen werden an ihrem Arbeitsplatz in der Corona-Krise dringend benötigt. Eine geplante Elternzeit dürfen sie deshalb jetzt verschieben. Auch beim Elterngeld gibt es keine Nachteile.

Reform bei Elterngeld und Elternzeit

Bundestag und Bundesrat haben eine Reform von Elternzeit und Elterngeld beschlossen. Anlass ist die Covid-19-Pandemie. So werden Arbeitnehmer in systemrelevanten Berufen etwa in der Pflege, im Lebensmitteleinzelhandel oder bei der Polizei zurzeit dringend gebraucht und treten daher eine bereits geplante Elternzeit nicht an. Andere arbeiten in Kurzarbeit und befürchten Nachteile bei der Berechnung des Elterngelds.

Diese Regelungen gelten rückwirkend zum 1. März 2020:

  • Eltern in systemrelevanten Branchen und Berufen können ihre Elterngeldmonate aufschieben. Sie erhalten damit die Möglichkeit, die Elterngeldmonate auch nach dem 14. Lebensmonat ihres Kindes zu nehmen, spätestens zum Juni 2021. Die später genommenen Monate verringern die Höhe des Elterngelds bei einem weiteren Kind nicht. 
  • Der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit der Eltern fördert, entfällt nicht, wenn Eltern aufgrund der Covid-19-Pandemie mehr oder weniger arbeiten als geplant.
  • Einkommensersatzleistungen wie etwa Kurzarbeitergeld, die Eltern aufgrund der Pandemie erhalten, werden bei der Berechnung der Höhe des Elterngelds nicht berücksichtigt.

In der Elternzeit bleibt die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse bei pflichtversicherten Arbeitnehmern beitragsfrei bestehen.

Stand

Erstellt am: 15.05.2020

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