#Lagerkoller am 02.11.2020

Lagerkoller: Das hilft dir bei Quarantäne und Isolation zu Hause

Lagerkoller kann schnell aufkommen, wenn man viel Zeit zu Hause verbringen muss.
iStock: Marjan Apostolovic

In der Corona-Zeit sind wir mehr zu Hause als sonst – und das kann ganz schön auf die Stimmung drücken, Beziehungen auf die Probe stellen und schlimmstenfalls zu depressiven Symptomen führen. Was dir bei einem Lagerkoller in Quarantäne helfen kann und wann es ratsam ist, psychologische Hilfe zu suchen.

Gerade jetzt in Zeiten der Coronavirus-Pandemie kann einem zu Hause schon mal die Decke auf den Kopf fallen. Durch Ausgangsbeschränkungen, Quarantäne oder Home-Office sehen wir unsere Freunde seltener und die Abwechslung im Alltag fehlt.

Für Familien, Paare und in WGs kann das manchmal eine ganz schöne Belastungsprobe werden, wenn man sich zu viel in den eigenen vier Wänden aufhält. Auch Alleinlebende können unter der zunehmenden Isolation leiden.

Die gute Nachricht: Es gibt Wege, wie du dem Lagerkoller entgegenwirken und dein psychisches und körperliches Wohlbefinden steigern kannst! Wir haben fünf Tipps für dich, die dich wieder ins Gleichgewicht bringen können.

5 Tipps gegen Lagerkoller zu Hause

1. Bewegung

Ob im Wohnzimmer oder draußen an der frischen Luft – Bewegung hilft, den Kopf frei zu bekommen und sich körperlich gut zu fühlen.

Denn sportliche Aktivität bringt den Kreislauf in Schwung, stärkt deinen Körper, hebt durch die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin die Stimmung und kann sogar bei Depressionen helfen. Täglich 15 bis 30 Minuten Sport sind ideal.

Wenn du neue Ideen brauchst für dein Work-out, probiere gerne Trailrunning oder Trimm-dich-Pfade in Baden-Württemberg aus, insofern du dich nicht in verordneter Quarantäne befindest und das Haus nicht verlassen darfst.

Und wenn du lieber zu Hause trainierst, bieten sich Functional Fitness oder Übungen mit Alltagsgegenständen an.

2. Tagesstruktur

Das viele Zuhause-sein birgt die Gefahr, dass der Tagesrhythmus durcheinandergerät. Gerade wer keine Kinder hat und viel im Home-Office arbeitet, schläft vielleicht länger und bleibt bis in die Puppen wach.

Doch feste Strukturen sind für die emotionale Stabilität wichtig. Achte deshalb darauf, zu gleichen Zeiten schlafenzugehen, aufzustehen und deine Mahlzeiten einzunehmen. Sich feste Termine für Sport oder Hobbys zu setzen, ist ebenfalls sinnvoll.

Wer Kinder neben der Arbeit zu Hause betreuen muss, ist doppelt belastet. Achte auch hier auf einen Rhythmus, der zum neuen Familienalltag passt.

Sprich mit deinem Arbeitgeber, wie Aufgaben neben der Kinderbetreuung trotzdem noch gut erledigt werden können, und ob du gewisse Dinge auch in die Abendstunden verlegen kannst.

3. "Me-Time"

Hast du dich schon einmal mit dir selbst verabredet? Vielleicht verbringst du aufgrund der Corona-Situation sowieso schon viel Zeit allein – doch du kannst das Alleinsein mehr genießen, wenn du dir bewusst Zeit für dich nimmst.

Das schult den achtsamen Umgang mit dir selbst und die Konzentration auf das Hier und Jetzt. Tägliches Journaling hilft zum Beispiel dabei, Selbstfürsorge zu lernen und dankbar für die kleinen Dinge im Leben zu sein.

Eine andere Möglichkeit ist es, nach Feierabend einen Tee zu genießen und dabei sein Lieblingsbuch zu lesen – wichtig ist nur, dass du dir diese Zeit gezielt nimmst.

Wenn die „Me-Time“ schwerfällt und eher das Gefühl von Einsamkeit aufkommt, kannst du auch hier entgegenwirken und dich emotional stärken. Lese hier, was gegen Einsamkeit hilft.

4. Positiver denken

Klar, die derzeitige Situation kann belastend sein. Aber warum nicht auch die Chancen für dich darin sehen?

Du hast viel mehr Zeit für dich oder die Familie, kannst neue Hobbys ausprobieren oder dich endlich mal mit Themen beschäftigen, die du schon lange angehen wolltest – sei es eine gesündere Ernährung, mehr Sport oder ein nachhaltiger Lebensstil.

Wie du positiver denken lernen kannst, erfährst du hier.

5. Soziale Kontakte

In der Corona-Zeit mag vielen bewusster als vorher sein, wie wichtig Freunde, Familie oder der kleine Nachbarschaftsplausch sind.

Auch wenn du gerade nicht viele Menschen sehen kannst, gibt es immer noch Möglichkeiten, deine sozialen Kontakte aufrechtzuerhalten – denn wir sind soziale Wesen und brauchen einfach das Miteinander für unser Wohlbefinden.

Verabrede dich mit Freunden zu einem virtuellen Spieleabend, rufe deinen besten Freund öfters an oder skype mit deiner Familie. Wichtig: Mache dir bewusst, dass der derzeitige Ausnahmezustand vorübergeht und ihr euch bald wieder persönlich sehen könnt.

Lagerkoller: Wann du dir psychologische Hilfe suchen solltest

Studien deuten darauf hin, dass die Isolation zu Hause zu ernsthaften psychischen Problemen führen kann. Dazu zählen dauerhafter Stress, aber auch Ängste und Depression bis hin zu posttraumatischen Belastungsstörungen.

Wenn du seit längerer Zeit unter Schlafstörungen oder starken negativen Gefühlen leidest und dich zunehmend zurückziehst, wende dich in jedem Fall an einen Arzt oder suche dir Hilfe bei einem Psychotherapeuten. Mehr Infos zur ambulanten Psychotherapie findest du hier. Darüber hinaus hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Website ins Leben gerufen, die psychologische Hilfe in Corona-Zeiten bietet.

Die AOK Baden-Württemberg unterstützt dich dabei, frühzeitig die Anzeichen zu erkennen oder dir bei bestehenden Symptomen selbst helfen zu können, zum Beispiel mit diesen Angeboten:

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