#Barfuß laufen am 08.07.2020

Barfuß gesund laufen: die schönsten Barfußpfade in Baden-Württemberg

Barfußlaufen ist zum Gesundheitstrend geworden – und das zu Recht, finden wir. Warum du öfters mal auf Schuhe verzichten solltest und die schönsten Barfußpfade im Ländle.

Etwa 5.300 Schritte laufen wir durchschnittlich am Tag – das sind rund zwei Millionen im Jahr und auf ein ganzes Leben hochrechnet, gehen wir insgesamt 150 Millionen Schritte. Eine ganz schön lange Strecke, die unsere Füße also zurücklegen!

Deshalb schenke deinen Füßen gerne mehr Aufmerksamkeit und verstecke sie nicht in Schuhen, die doch meistens unbequem sind und dadurch Fehlstellungen verursachen können. Daher: Selbst, wenn der Schuh gerade nicht drückt, versuch es mal mit Barfußlaufen!

7 Gründe, warum barfuß laufen gesund ist – für Körper und Wohlbefinden

Mehr Freiraum: Deine Füße fühlen sich befreit an, wenn du keine Schuhe trägst. Denn viele Schuhe engen den Fuß ein.

Natürliches Abrollen: Wenn du barfuß gehst oder Socken trägst, kann der Fuß auf gesunde Weise abrollen; Mittel- und Vorderfuß werden dabei belastet. Bei Schuhen hingegen wird die Ferse am meisten beansprucht.

Beschwerden vorbeugen: Wer häufiger barfuß geht, kann Überlastungen, Schmerzen und Fehlstellungen wie Spreizfüße vorbeugen. Denn Barfußlaufen sorgt für einen aufrechten und stoßgedämpften Gang.

Fußmuskeln trainieren: Barfußlaufen stärkt die rund 60 Fußmuskeln und das Gewölbe im Fuß.

Gesunder Rücken: Falsch sitzendes Schuhwerk kann zu Rückenproblemen führen. Durch Barfußlaufen verbessert sich deine Fußstellung, die sich wiederum positiv auf deine Wirbelsäule und somit Körperhaltung auswirken.

Bessere Durchblutung: Barfußlaufen ist besonders für Menschen gut, die an Venenerkrankungen wie Krampfadern leiden. Die Durchblutung in den Füßen und Beinen wird dadurch angeregt.

Stressabbau: Beim Barfußgehen spürst du den Boden unmittelbar, kannst deinen Fokus darauf richten und den Alltag mal Alltag sein lassen.

Hinweis: Solltest du beispielsweise unter einem starken Knick-Senk-Fuß oder Spreizfuß leiden, ist Barfußlaufen nur eingeschränkt oder überhaupt nicht möglich. Für Patienten, die Durchblutungsstörungen, Rheuma oder Diabetes haben, ist Barfußlaufen nicht zu empfehlen.

3 Übungen für starke Füße

Zehen-Ballen-Wippe

Stelle die Füße zunächst hüftbreit voneinander auf, die Fußspitzen zeigen minimal nach außen. Stelle dich auf die Zehenspitzen. Senke beide Fersen wieder zum Boden ab und ziehe anschließend die Zehen kräftig nach oben.

Zwei, drei Sekunden halten, dann die Füße wieder entspannen. Wiederhole die Übung fließend 30 Sekunden lang. Die Übung kräftigt Waden und Füße.

Ball und Bogen

Stelle den rechten Vorfuß im Sitzen oder Stehen auf einen Ball. Drücke die Ballen vom großen und kleinen Zeh sanft auf den Ball, sodass die Zehengelenke einen c-förmigen Boden bilden.

Halte diesen Bogen und hebe den Fuß vom Ball ab. Dabei die Zehen nicht krallen, die Nägel bleiben sichtbar. Halte zehn Sekunden, wiederhole die Übung dreimal und wechsele dann den Fuß. Die Übung stärkt das Quergewölbe.

Nichts liegen lassen

Stelle im Stehen einen Fuß nach hinten, nur Zehen und -ballen haben Bodenkontakt. Drücken die Ballen vom großen und kleinen Zeh zu Boden. Halte diese Spannung und setze den Fuß mit Schwung nach vorne.

Stelle dir vor, du nimmst eine Münze mit den Ballen (nicht mit den Zehen, diese nicht krallen) vom Boden mit oder übe mit einer echten Münze. Fünf Durchgänge, dann wechsele den Fuß. Diese Übung ist gut für ein energiereicheres Gangbild.

Fuß-Übungen für Diabetiker und Rheuma-Patienten

Für Menschen, die zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung ein gestörtes Schmerzempfinden haben, bieten sich leichte, aber effektive Übungen für zuhause an. Ziel der Übungen ist, das Gleichgewicht zu schulen.

Stelle dich dafür hüftbreit auf einen instabilen, wackeligen Untergrund, zum Beispiel auf ein Kissen oder ein sogenanntes „Balance-Pad“ aus Schaumstoff. Wippe 30 bis 40 Sekunden leicht vor und zurück, danach mache kurz eine Pause. Wiederhole die Übung dreimal hintereinander, am besten dreimal in der Woche.

Wenn du es schwieriger haben möchtest, versuche, auf dem Kissen oder Pad auf einem Bein zu stehen. Wer seinen Füßen zusätzlich etwas Gutes tun möchte: Noppen- oder Igelbälle stimulieren die Fußsohlen und wirken entspannend.

Barfußlaufen auch im Alltag

Wo bietet sich Barfußlaufen an – außer vielleicht mal im Strandurlaub? Beginne damit am besten in den eigenen vier Wänden, hier übt es sich am besten. Das Verletzungsrisiko zum Beispiel durch spitze Gegenstände am Boden ist zuhause eher gering. Wenn du dich ans Barfußlaufen gewöhnt hast, deine Fußsohlen eine dickere Hornhaut bekommen hat und Muskeln, Sehnen und Bänder trainierter sind, kann es raus gehen.

Tipp: Wenn es dir unangenehm ist, nackt an den Füßen zu sein, dann probiere es gerne mal mit sogenannten Barfußschuhen. Auch vor Schmutz und kleineren Verletzungen können Barfußschuhe schützen.

Hier sind ein paar Beispielorte und -situationen, an denen du die Schuhe ausziehen könntest:

  • Büro
  • Park und Wiese
  • Sport, zum Beispiel Beachvolleyball
  • Barfußpfade

Barfußpfade in Baden-Württemberg

Im Ländle gibt es mehr als zehn Strecken, die extra für Barfußläufer gemacht worden sind. Also, worauf wartest du noch? Hier sind unsere fünf Lieblings-Barfußpfade.

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Mehr Barfußpfade in Baden-Württemberg findest du hier.

Fußpflege nach dem Barfußlaufen

Wenn du auf Wiesen, Barfußpfaden oder vielleicht sogar auf Gehwegen ohne Schuhe unterwegs bist, solltest du deine Füße hinterher verwöhnen. Tipps für die Fußpflege:

  • Fußbad: Ob lauwarmes Wasser oder ein Wechselbad – deine Füße werden es dir danken! Die Wassertemperatur sollte 38 Grad nicht übersteigen.
  • Milde Seife: Verwende beim Waschen eine Seife, die mit „pH-neutral“ oder „seifenfrei“ gekennzeichnet ist. Alternativ kannst du auch Zutaten aus der Küche als Badezusatz hinzugeben: Du brauchst dafür eine Tasse Olivenöl, etwas Meersalz und ein paar Tropfen Rosmarin- und Minzöl.
  • Vorsicht Fußpilz: Vergesse beim Abtrocknen nicht die Zehenzwischenräume, damit gar nicht erst Fußpilz entstehen kann.
  • Hornhaut: Sollte sich viel Hornhaut auf der Fußsohle gebildet haben, kannst du sie nach dem Fußbad zum Beispiel mit einem Bimsstein behandeln. Wichtig ist, nicht die komplette Hornhaut zu entfernen, weil sie den Füßen einen natürlichen Schutz bietet.
  • Eincremen: Welche Creme du verwendest, kommt auf deinen Hauttyp an. Bei normaler Haut kannst du zum Beispiel auf Bodylotion zurückgreifen. Bei trockenen Füßen bietet sich eine Creme mit dem Inhaltsstoff Urea an.

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