#Burnout am 27.02.2019 aktualisiert am 01.03.2019

Habe ich einen Burnout? Mach jetzt den Test!

Burnput einer jungen Frau – Stocksy 455076 © BONNINSTUDIO
BONNINSTUDIO / Stocksy United

Immer „on“ sein, immer abliefern, immer optimieren. Egal ob im Job, Studium oder Privatleben – Dauerstress kann krank machen.

Gehörst du auch zu den Menschen, die immer 200 Prozent geben? Die immer als Erste kommen und als Letzte gehen? Willst du dich in deiner Freizeit immer weiter optimieren? Besser aussehen, gesünder essen, mehr Sport treiben – da geht noch was. Die anderen schaffen es auch – siehst du ja auf den vielen Social-Media-Plattformen, die du abonniert hast, um nichts zu verpassen. Doch Achtung, wenn du ständig unter Strom stehst, läufst du Gefahr, irgendwann auszubrennen.

Mach den Test!

Willst du wissen, ob du ausgebrannt bist? Dann mach hier den Burnout-Test:

Fühlst du dich immer häufiger erschöpft, auch wenn der Tag gar nicht so anstrengend war?

Würdest du am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben?

Wird dir alles zu viel?

Wünschst du dir mehr Anerkennung für das, was du tust?

Bist du in letzter Zeit schnell gereizt?

Zweifelst du an dir selbst oder an deinen Fähigkeiten?

Würdest du gerne mal wieder einem deiner Hobbys nachgehen, kannst dich aber nicht dazu aufraffen?

Ziehst du dich in letzter Zeit immer mehr zurück und willst niemanden sehen?

Hast du Probleme damit, ein- oder durchzuschlafen?

Leidest du immer häufiger unter körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenproblemen oder Magenschmerzen?

Vergisst du immer wieder wichtige Dinge?

Ist dir alles egal?

Ergebnis: Je mehr Fragen du mit Ja beantwortet hast, desto wahrscheinlicher ist es, dass du unter einem Burnout leidest. Wenn du fünf oder mehr Fragen mit Ja beantwortet hast, solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe holen.

Raus aus dem Burnout: fünf Tipps

Entspannung finden: Einfach mal loslassen. Mit Yoga, autogenem Training und Co. lernst du abzuschalten und gelassener zu werden.

Nein sagen: Du darfst ruhig auch mal Nein sagen. Das ist kein Egoismus, sondern gesunder Selbstschutz. Wer zusammenbricht, kann niemandem mehr helfen.

Ausgleich schaffen: Sport baut Stress ab, egal ob allein oder in der Gruppe. Aber Achtung: Nicht wieder in das alte Leistungsdenken verfallen! Sport soll Spaß machen und nicht stressen.

Freunde treffen: Soziale Beziehungen und der Austausch mit anderen sind wichtig für unsere Gesundheit. Also einfach mal wieder Freunde treffen.

Probleme ansprechen: Auch wenn es schwerfällt, sprich Probleme am Arbeitsplatz oder im Privatleben immer direkt an. Versucht gemeinsam eine praktikable Lösung zu finden.

Wenn das alles nichts hilft und du dich immer noch schlecht fühlst, solltest du überlegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dein Hausarzt ist dabei dein erster Ansprechpartner. Er kann dich bei Bedarf an einen Spezialisten, beispielsweise einen Psychotherapeuten, überweisen.

Burnout ist keine anerkannte psychische Krankheit. Vielmehr vermittelt der Begriff, dass der Betroffene Schwierigkeiten hat, sein Leben zu bewältigen. Doch nicht jeder, der erschöpft ist, ist ausgebrannt. Hinter einem Burnout können sich auch Krankheiten wie eine Depression oder Angststörungen verbergen. Umgekehrt können bestehende Erkrankungen wie chronische Schmerzen zu einem Burnout führen. Daher ist es wichtig, immer die Ursache für die starke Erschöpfung zu finden.

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veröffentlicht am 27.02.2019 aktualisiert am 01.03.2019
AOK-Expertin Psychische Gesundheit