#Tagliatelle am 23.04.2019 aktualisiert am 30.09.2019

Wie kann ich Tagliatelle selber machen?

Pastateig wird auf einer Arbeitsfläche mit Mehl bestäubt.
Stocksy United / Ellie Baygulov

Tagliatelle selber machen ohne Pastamaschine? Mit unserem Rezept zeigen wir Schritt für Schritt, wie der perfekte italienische Nudelteig gelingt.

Fünf praktische Tipps für den Anfang

  • Nutze ein Lineal, um die Tagliatelle in Streifen zu schneiden. So werden sie schön gerade.
  • Möchtest du eine besondere Optik, dann schneide den Pastateig mit einem Teigrädchen statt mit einem Messer.
  • Dein Pastatopf sollte mindestens fünf Liter fassen. Hat der Topf einen Siebeinsatz, kannst du die Pasta später ganz einfach vom Kochwasser trennen.
  • Verwende kein Öl im Nudelwasser – so bleibt die Soße anschließend besser an den Nudeln haften.
  • Hebe dir etwas Nudelwasser für die Soße auf. Die Stärke im Nudelwasser bindet die Soße und verleiht ihr einen besonders leckeren Geschmack.

Tagliatelle selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Zutaten für zwei Personen
Zubereitungszeit: 30 Minuten plus 30 Minuten Ruhezeit

  • 80 g Mehl Typ 405
  • 120 g fein gemahlener Hartweizengrieß
  • 2 frische Eier (Klasse M)
  • 1 TL Jodsalz
  • circa 1/4 l Wasser
  • 2 EL Olivenöl

Für den Pastateig kannst du auch Mehl mit einer höheren Typnummer verwenden. Je höher die Typnummer, desto mehr Mineralien wie Kalium und Magnesium sind enthalten. Eine gute Alternative ist zum Beispiel Dinkelmehl Typ 630. Auch Vollkornmehl eignet sich, um Pasta selber zu machen. Durch den hohen Ballaststoffgehalt des Mehls machen die Nudeln länger satt.

Zubereitung

Das Mehl in einer Schüssel oder auf einer Arbeitsfläche anhäufen und in die Mitte eine Mulde drücken. Den Grieß in die Vertiefung streuen, nochmals eine Mulde formen und dort die restlichen Zutaten hineingeben.

Mit den Fingern die Zutaten in der Mulde mit ein wenig Mehl-Grieß-Mischung vermengen, sodass sie griffiger werden. Dann nach und nach das Mehl vom inneren Rand dazugeben, bis alle Zutaten vermengt sind.

Den Teig für circa 15 Minuten fest durchkneten, bis er nicht mehr klebt und sich zu einer geschmeidigen Kugel mit glatter, glänzender Oberfläche formen lässt. Ist der Pastateig zu trocken, ein wenig Wasser hinzugeben. Ist der Teig zu feucht, etwas Mehl zufügen. Im Anschluss den Pastateig in ein sauberes Geschirrtuch wickeln und für 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Den Teig vierteln und einen Teil direkt verarbeiten. Die anderen Teile wieder in das Tuch wickeln, damit sie nicht austrocknen. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und einen circa 2 Millimeter dicken Pastateig mit dem Nudelholz ausrollen.

Für die Tagliatelle die dünne Teigplatte mit einem Messer oder einem Teigrädchen in Streifen schneiden. Damit die Nudelstreifen nicht verkleben, mit etwas Mehl bestäuben.

Die frischen Tagliatelle in kochendes Wasser geben und etwa zwei Minuten ziehen lassen. Zwischendurch immer mal eine Nudel aus dem Wasser fischen und auf Bissfestigkeit testen.

Welche Soße passt zu Tagliatelle?

Sowohl geschmacksintensive Soßen wie eine würzige Bolognese-Soße als auch leichte Varianten, beispielsweise eine milde Tomaten-Mozzarella-Soße passen zu Tagliatelle. Ebenfalls lecker sind eine feine Lachs-Zitronen-Soße sowie eine Schinken-Erbsen-Soße. Da Tagliatelle etwas breiter sind, bleiben kleine Stücke aus der Soße besonders gut haften.

Herkunft der Tagliatelle

Mittlerweile ist wissenschaftlich belegt, dass die Nudel ursprünglich aus China kommt. 2005 wurde bei Ausgrabungen im Nordwesten Chinas ein circa 4.000 Jahre alter Topf mit Spaghetti gefunden. Aber bereits seit der Antike werden auch in Europa Nudeln verspeist. Heutzutage sogar in unzähligen Sorten, die sich vor allem in den verschiedenen Regionen Italiens entwickelt haben:

  • Die Tagliatelle gehört zum Beispiel zur Familie der Bandnudeln. Sie stammt aus der Region Emilia-Romagna und kam dort laut Überlieferung Anfang des 16. Jahrhunderts anlässlich einer Fürstenhochzeit das erste Mal auf den Tisch.
  • Die Fettuccine ist ebenfalls eine Bandnudel. Sie ist schmaler als die Tagliatelle und wird vor allem in der Abruzzen-Region serviert.
  • Pappardelle sind hingegen breiter als Tagliatelle und werden besonders gern in der Toskana gegessen.
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veröffentlicht am 23.04.2019 aktualisiert am 30.09.2019
AOK-Expertin Ernährung

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