#Valentinstag am 04.02.2021 aktualisiert am 10.02.2021

Liebe geht durch den Magen: regionale Rezepte für den Valentinstag

Junger Mann hat am Valentinstag für seine Freundin gekocht und reicht ihr eine Gabel mit Essen an.
Charday Penn

Der Valentinstag fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Ein Grund mehr, unseren Liebsten mit einem köstlichen Menü eine ganz besondere kulinarische Freude zu bereiten. Mit kleinen Tricks zaubern wir aus regionalen Klassikern wie Flädlesuppe, Kraut-Spätzle und Schwarzwälder Kirschtorte ein gesundes und romantisches Menü. So steht dem Candle-Light-Dinner am heimischen Esstisch nichts mehr im Wege.

Da die Restaurants derzeit geschlossen sind, kuscheln wir uns auch am Valentinstag mit den Liebsten zuhause ein. Wer sein Gegenüber am Tag der Liebe überraschen möchte, schwingt für ein leckeres Essen einfach selbst den Kochlöffel. Damit das Candle-Light-Dinner auch perfekt gelingt, findest du hier die passenden Rezeptideen aus deiner Heimat. Freu dich auf ein Drei-Gänge-Menü aus deiner Region – dabei leicht, gesund und mit viel Liebe zum Detail.  

Valentinstags-Suppe mit herzigen Kräuter-Flädle

Die feinen Pfannkuchen sind auch als Frittaten bekannt, was vom italienischen frittate (frittieren) stammt. Eigentlich werden die dünnen Eierkuchen als Suppeneinlage in Streifen geschnitten, für unser Valentinstags-Menü stechen wir sie aber zu kleinen Herzen aus – Überraschungseffekt garantiert! Ganz nebenbei kommen unsere Flädle etwas gesünder daher als die herkömmliche Variante, denn wir verwenden für den Teig griffiges Dinkelmehl statt herkömmlichem Weizenmehl. Die enthaltenen Mineralstoffe sind essenziell für unsere Gesundheit.

Zutaten für 2 Personen:

Für die Flädle:

  • 125 g Dinkelmehl Type 1050
  • 200 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • ½ Bund gemischte Kräuter (z. B. Schnittlauch, Petersilie und Kerbel)
  • Öl zum Braten

 

Für die Suppe:

  • 250 Gramm Suppenfleisch vom Rind
  • 1 Bund Suppengrün (Karotte, Knollensellerie, Lauchzwiebel und Petersilie)
  • 2 Stiele Liebstöckel
  • 1 Gewürznelke
  • 3 Pfefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • Jodsalz
  • 4-8 Schnittlauchhalme

Zubereitung:

1. Für die Flädle in einer Schüssel Mehl, Milch, Ei und Salz verquirlen. Teig zum Ruhen beiseitestellen.

2. Für die Suppe das Fleisch waschen und trocken tupfen.

3. Suppengemüse putzen, waschen und mundgerecht klein schneiden. Petersilie und Liebstöckel waschen.

4. Nelke, Pfefferkörner und Lorbeerblatt in ein Tee-Ei geben.

5. Fleisch, Gemüse, Kräuter, Lorbeerblatt sowie das befüllte Tee-Ei in einen großen Topf geben und ca. 1 Liter kaltes Wasser angießen.

6. Alles bei niedriger Temperatur und mit aufgesetztem Deckel ca. 1 Stunde garen (alternativ 30 Minuten auf mittlerer Stufe im Schnellkochtopf).

7. Währenddessen für die Flädle die Kräuter waschen, auf einem Geschirrtuch trocknen und fein hacken. Kräuter in den Teig geben und unterrühren.

8. Wenig Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Teig darin portionsweise zu dünnen Flädle braten. Fertige Flädle warmhalten.

9. Fleisch aus der Brühe nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden. Dann zurückgeben.

10. Petersilien- und Liebstöckelstiele, Lorbeerblatt und das Tee-Ei aus der Brühe nehmen.

11. Brühe mit Salz abschmecken. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in feine Röllchen schneiden.

12. Flädle übereinanderlegen und mit einem Plätzchenausstecher in Herzform dicht an dicht ausstechen (Flädleabschnitte anderweitig verwerten oder einfrieren).

13. Die Rindersuppe in weite Suppenteller geben, die Flädle-Herzen hineingeben und mit Schnittlauch garniert servieren.

Rosa Vollkornspätzle mit Kümmel-Kraut und Schinken-Knusper

Damit aus dem traditionellen Gericht ein echter Hingucker wird, färben wir den Spätzleteig mit Rote-Bete-Saft ganz einfach rot ein. Das Resultat: Viel Farbe und Liebe auf dem Teller, was das Herz deines Gegenübers sicher erwärmen wird. Für den Teig verwenden wir Vollkornmehl, denn die enthaltenen Ballaststoffe machen länger satt und fördern eine gesunde Darmflora.

Zutaten für 2 Personen:

Für die Spätzle:

  • 100 g Dinkelmehl
  • 130 g Vollkornmehl
  • 1 Ei
  • ca. 200 ml Rote-Bete-Saft
  • evtl. 1 EL Butter zum Schwenken der Spätzle

 

Für das Kraut:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 TL Rapsöl
  • 250 g Sauerkraut
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Wacholderbeere
  • 1 TL Kümmelsamen
  • Jodsalz
  • Pfeffer

 

Außerdem:

  • 4 Scheiben Schinken (z. B. Schwäbischer Landschinken oder Schwarzwälder Schinken)

Zubereitung:

1. Für den Spätzleteig in einer Schüssel Mehl, Salz und Ei mit einem Kochlöffel vermengen. Nach und nach Rote-Bete-Saft unterschlagen bis ein glatter, leicht klebriger Teig entsteht. Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen.

2. Inzwischen für den Schinken-Knusper den Backofen auf 100 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Schinken auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und ca. 30 Minuten im Ofen trocknen. Dann herausnehmen und in kleine Stücke brechen.

3. Für das Kraut die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden.

4. Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Sauerkraut, Lorbeer, Wacholder und Kümmel dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

5. Das Kraut bei niedriger Temperatur und mit aufgesetztem Deckel ca. 20 Minuten köcheln.

6. Für die Spätzle in einem großen Topf Wasser aufkochen, dann salzen. Teig von einem Spätzlebrett ins kochende Wasser schaben. Sobald sie oben schwimmen, sind sie fertig (alternativ mit einer Spätzlepresse oder einem Spätzlehobel arbeiten).

7. Fertige Spätzle abgießen und in einem großen Sieb abtropfen lassen. Wer mag schwenkt die Spätzle danach in einer heißen Pfanne in zerlassener Butter durch.

8. Lorbeerblatt und Wacholderbeere aus dem Sauerkraut entfernen.

9. Spätzle und Kraut auf einem flachen Teller anrichten. Mit Schinken-Knusper garniert servieren.

Mann überreicht seiner Frau nach dem Valentinstags-Menü eine rote Rose.
iStock / Sisoje

Rezept für Schwarzwälder-Kirsch-Traum

Für ein noch entspannteres Candle-Light-Dinner kannst du das Dessert auch schon am Nachmittag zubereiten und einfach abgedeckt im Kühlschrank kaltstellen – dem Geschmack tut das keinen Abbruch, im Gegenteil. Den üppigen Dessert-Klassiker haben wir für unser Menü in eine leichte Nachspeise verwandelt. Unser Geheimnis: Xylit als Alternative zum Haushaltszucker – das spart viele Kalorien!

Zutaten für 2 Personen:

  • 50 g gehackte Haselnusskerne
  • 200 g TK-Sauerkirschen (alternativ Kirschen aus dem Glas)
  • 100 ml Kirschsaft
  • 6 EL Puder-Xucker aus Xylit
  • Zimtpulver nach Geschmack
  • 1 TL Speisestärke
  • 250 g Magerquark
  • abgeriebene Schale und Saft von 1 Bio-Mandarine
  • 2 EL Mineralwasser
  • 50 g Zartbitterschokolade
  • einige Blätter Minze zum Garnieren

Zubereitung:

1. Haselnusskerne in einer heißen Pfanne ohne Zugabe von Fett goldbraun rösten. Dann herausnehmen, beiseitestellen und auskühlen lassen.

2. In einem kleinen Topf Kirschen, Kirschsaft sowie 2 EL Puder-Xucker aufkochen.

3. Speisestärke mit wenig kaltem Wasser glattrühren und die Kirschen damit andicken. Nach Packungsangabe sprudelnd aufkochen. Kirschen nach Geschmack mit Zimt würzen, dann beiseitestellen und auskühlen lassen.

4. In einer Schüssel Quark, Mandarinensaft und -schale, Mineralwasser sowie den Rest Puder-Xucker cremig rühren.

5. Schokolade grob raspeln und mit den Haselnüssen mischen.

6. Fürs Anrichten abwechselnd erst etwas Quarkcreme, dann Kirschgrütze und dann Schoko-Haselnüsse in ein hohes Glas geben. Dabei mit der Kirschgrütze abschließen.

7. Das Schichtdessert mit Minze garniert servieren.

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    veröffentlicht am 04.02.2021 aktualisiert am 10.02.2021
    Autorin und Expertin für Ernährung

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