#Ernährung am 11.05.2021 aktualisiert am 12.05.2021

Energy Balls: gesunder Snack aus der AOK-Küchenwerkstatt

Frau bereitet Energy Balls mit Trockenobst und Nüssen zu.
iStock / Vesnaandjic

Rund, gesund und ohne zusätzlichen Zucker: Selbst gemachte Energy Balls haben unseren Geschmack erobert. Die kleinen Supersnacks sind einfach in der Herstellung, lange haltbar und genau richtig für den kleinen Hunger zwischendurch.

Der Ernährungstrend geht immer mehr in Richtung „Selbst ist der Koch“ und Regionalität. Der Vorteil: Wer selbst den Kochlöffel schwingt, weiß genau was im Essen drinsteckt – wer dabei auf Produkte aus der Region zurückgreift, schont zudem die Umwelt. Was fürs Kochen und Backen gilt, funktioniert auch bei der Zubereitung leckerer Snacks wie Energy Balls. Wie du die kernigen Kügelchen ganz einfach selbst machen kannst – und das sogar nachhaltig, regional und saisonal – zeigen wir dir in unserer Küchenwerkstatt.

Selbst kochen und auf die Umwelt achten

Wer beim Einkauf auf regionale und saisonale Lebensmittel zurückgreift, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes – auch Umwelt und Klima profitieren. Welche Vorteile es bringt, wenn du anstelle von Flugmango, Avocado und Co. zu heimischer Saisonware greifst:

Regional und saisonal einkaufen: Vorteile für dich

Ein Einkauf auf dem Markt oder beim Bauern im Hofladen – gibt es etwas Schöneres? Du kommst ins Gespräch, setzt dich bewusst mit den Erzeugnissen aus der Region auseinander und lernst dabei vielleicht noch neue Produkte kennen. Zudem unterstützt du so mit deinem Einkauf heimische Produzenten und bekommst oft noch einen Rezept-Tipp mit auf den Weg. Weitere Vorteile sind:

  • Obst und Gemüse aus der Region schmeckt besser, da es reif geerntet wird.
  • Reif geerntetes Obst und Gemüse enthält besonders viele Vitamine und Nährstoffe.
  • Saisonware ist günstiger, da das große Angebot den Preis reguliert.
  • Dein Gewissen profitiert, wenn du zu heimischer Ware (am besten unverpackt) greifst.

Regional und saisonal einkaufen: Vorteile für die Umwelt

  • Lange Lebensmitteltransporte entfallen. Diese belasten das Klima.
  • Ein kurzer Transport spart Energie sowie Treibhausgase.
  • Beheizte Treibhäuser entfallen beim Saisonkauf ebenfalls.
  • Heimische Ware enthält meist weniger Pflanzenschutzmittel.
  • Freilandgemüse verursacht beim Anbau zudem bis zu 30 Mal weniger Treibhausgase.

Regionale Lebensmittel zu erkennen, ist dabei nicht immer einfach. Einen Überblick über die verschiedenen Kennzeichnungen und viele weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit bietet der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf seinen Seiten. Informationen zu gesetzlichen Kennzeichnungen findest Du hier.

Erdbeeren im März und Tomaten im Winter? Wann welches Gemüse Saison hat, erfährst du im praktischen Saisonkalender.

Energy Balls: Regionaler Snack dank heimischer Zutaten

Die kleinen runden Kügelchen brauchen im Grunde nicht viel: Die fruchtige und fein-süße Komponente, die zudem für die nötige Bindung sorgt, kommt vom Trockenobst. Nüsse, Samen, Kerne und Haferflocken bringen Eiweiß und Ballaststoffe in die Süßigkeit und verleihen den Energy Balls den richtigen Biss. Exotische Zutaten lassen sich dabei leicht durch regionale Spezialitäten ersetzen:

Trockenobst aus der Region

Obst gedeiht im Ländle wunderbar, da liegt es nahe, dass sich auch einige Obstbauern auf das Dörren und Trocknen heimischer Früchte spezialisiert haben. Naturbelassene Apfelringe aus der Region gibt es zum Beispiel beim Obstbauer Rist in Ravensburg, und bei Bio Pfister in Burladingen-Killer in der Region Zollernalb.

Alternativen für Cashews, Kokos- und Macadamianuss

So manch eine Nuss kommt von weit her. Wer auf Regionalität setzen möchte, greift auf heimische Nüsse zurück. Haselnüsse und Walnüsse schmecken gut und wachsen auch in hiesigen Gefilden. Ob am Mittelrhein, bei Heidelberg oder am schönen Bodensee: Walnussbäume prägen die Landschaft Baden-Württembergs. Hasel- und Walnüsse aus der Region gibt es zum Beispiel bei Knoll‘s Obstbau und Brennerei in Überlingen am Bodensee. Walnüsse bekommst du in der Erntezeit auf dem Weingut Weber in Ettenheim in Südbaden. Hier kannst du auch an einer Führung durch die Walnussplantagen teilnehmen.

Rezept für Energy Balls

Rezept für 20 Kugeln

  • 250 g Trockenobst (z. B. Pflaumen und Aprikosen, ungeschwefelt)
  • 100 g feingehackte Nüsse (z. B. Haselnusskerne, Walnusskerne)
  • 50 g Haferflocken
  • 2 EL Backkakaopulver zzgl. etwas mehr zum Wälzen

Zubereitung

  • Die Trockenfrüchte klein schneiden und in 2—3 EL Wasser circa eine Stunde einweichen. Das schont den Mixstab. Zudem wird die Masse so nach dem Pürieren schön homogen und ist später leichter zu formen.
  • Nüsse und Trockenobst samt Einweichwasser in einen Standmixer oder einen leistungsfähigen Zerkleinerer geben und in kurzen Intervallen je nach Geschmack fein pürieren.
  • Die Kugeln walnussgroß formen, auf einen Teller geben und mindestens dreißig Minuten im Kühlschrank anziehen lassen.
  • Etwas Backkakaopulver auf einen flachen großen Teller geben und die Energy Balls darin wälzen.

Das Rezept lässt sich auf verschiedene Arten variieren:

  • Wer lieber etwas mehr trockene Zutaten wie Haferflocken verwenden möchte, kann zusätzlich zur Masse ein bis zwei Esslöffel Nussmus geben, so bleibt die Masse saftig und das Ergebnis schmeckt herrlich nach Nuss.
  • Auch mit leckeren Gewürzen wie Zimt oder Kardamom können Energy Balls immer aufregend anders abgeschmeckt werden.
  • Wälzen kannst du die ausgekühlten Bällchen zum Beispiel in Leinsamen, Getreideflocken und/oder gemahlenen Nüssen.

Aufbewahrungstipp: Die Energy Balls kannst du in ein Schraubglas oder in eine luftdichte Aufbewahrungsbox geben. So halten sich die Kugeln etwa zwei Wochen frisch.

Energy Balls: Gesunder Energielieferant für einen Tag im Freien.

Ob beim Wandern oder bei der Fahrradtour, die kleinen Power-Kugeln sind genau richtig als Snack für unterwegs.

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veröffentlicht am 11.05.2021 aktualisiert am 12.05.2021
Autorin und Expertin für Ernährung

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