#Ernährung am 13.11.2020 aktualisiert am 18.11.2020

Bowl mit Linsensalat – einfach und gesund

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In der Küche von Bio-Spitzenkoch Simon Tress spielen regionale Zutaten die Hauptrolle. Dazu lässt sich der Küchenprofi von saisonalen Lebensmitteln aus seiner Heimat, der schwäbischen Alb, inspirieren. Das Ergebnis: nachhaltige und gesunde Gerichte mit dem gewissen Etwas. Für die GESUNDNAH-Community hat er das Rezept für seine herbstliche Bowl mit Linsensalat mitgebracht. Nachkochen lohnt sich: Denn Linsen sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund!

Bei einer Bowl sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Viele gesunde und abwechslungsreiche Komponenten ergeben in ihrem Zusammenspiel ein köstlich-aufregendes Gericht. Bio-Spitzenkoch Simon Tress setzt bei seiner Herbst-Bowl mit Linsensalat und Grünkerntalern auf Saisonalität: Den fein-erdigen Geschmack von Pastinake und Rote Bete krönt er mit einem süßen Zwetschgen-Chutney.

Bowl mit Linsensalat

Linsensalat

Zutaten:

  • 300 g Linsen (z.B. Alblinsen)
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
  • ½ Knoblauchzehe
  • 4 Zweige Thymian
  • ½ Bund Petersilie
  • 8 EL Apfelessig
  • 2 Msp. Zimtpulver
  • 1 Msp. Cayennepfeffer
  • Jodsalz
  • Pfeffer
  • Honig

 

Zubereitung:

In einem Topf Wasser zum Kochen bringen. Die Alblinsen für ca. 15 Minuten darin weichkochen, anschließend durch ein Sieb abgießen. Währenddessen die Karotte schälen und in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel würfeln, Knoblauch sehr fein hacken. Thymian und Petersilie waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und grob hacken. Warme Linsen mit den anderen Zutaten in einer Schüssel mischen. Linsensalat mit Essig, Zimt, Cayenne, Salz, Pfeffer und Honig abschmecken. Linsensalat beiseitestellen.

 

Pastinakenpüree

Zutaten:

  • 250 g Pastinaken
  • 1 große Kartoffel
  • 300 ml Milch
  • Jodsalz

 

Zubereitung:

Pastinaken und Kartoffel schälen, beides in Würfel schneiden. In einem Topf Milch und 100 ml Wasser erhitzen. Pastinake und Kartoffel dazugeben und mit aufgesetztem Deckel bei mittlerer Temperatur einkochen lassen. Wenn die Flüssigkeit eingekocht ist, alles fein pürieren und mit Salz abschmecken.

Pastinakenpüree bei kleiner Temperatur warmhalten.

 

Für die Grünkerntaler

Zutaten:

  • 100 g Grünkern, geschrotet
  • 1 kleine Zwiebel
  • ½ kleine Knoblauchzehe
  • 4 Stiele Petersilie
  • 1 Ei
  • Jodsalz
  • Pfeffer
  • Rapsöl

 

Zubereitung

Grünkern in einem Topf nach Packungsangabe weichkochen. Zwiebel und Knoblauch schälen, beides fein würfeln. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Grünkern mit Zwiebel und Knoblauch in einer Schüssel vermengen. Die Masse lauwarm abkühlen lassen. Dann Knoblauch, Ei und Petersilie unterheben und alles gut mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Grünkernmasse zu kleinen Talern formen und in einer Pfanne mit heißem Öl von beiden Seiten ausbraten. Dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

 

Zwetschgen-Chutney

Zutaten:

  • 200 g Zwetschgen
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 TL Rapsöl
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Apfelessig
  • 2 Zweige Thymian
  • Jodsalz

 

Zubereitung:

Die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. In einem Topf das Öl erhitzen und die Zwiebeln darin goldbraun anbraten. Anschließend den Honig dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Zwiebeln mit dem Apfelessig ablöschen und die Zwetschgen dazugeben. Alles bei mittlerer Temperatur einkochen, bis die Konsistenz leicht dickflüssig ist. Thymian waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und zu den Zwetschgen geben. Zwetschgen-Chutney mit Salz abschmecken. Dann beiseitestellen.

 

Marinierte Rote Bete

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 Rote Bete
  • ¼ Apfel
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 TL Apfelessig
  • Jodsalz
  • Pfeffer

 

Zubereitung:

Rote Bete und Apfel schälen, dann beides in feine Stifte hobeln. In einer Schüssel Rote Bete und Apfel mit Sonnenblumenkernen, Apfelessig und Rapsöl vermengen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rote-Bete-Salat kaltstellen. Linsensalat, Pastinakenpüree, marinierte Rote Bete, Grünkerntaler und Zwetschgen-Chutney in einem tiefen Teller anrichten und servieren.

Simon Tress – Bio-Koch auf der Schwäbischem Alb

Es gibt nur wenige Köche, die die Themen Bio-Küche, Nachhaltigkeit und Genuss so vereinen wie Simon Tress. Das Motto des gebürtigen Riedlingers lautet: „Respekt vor Mensch, Natur und Tier“. Im Familienbetrieb ROSE in Hayingen-Ehestetten steht er mit Leidenschaft in der Küche – und stellt Ökologie und Nachhaltigkeit bei seinen Gerichten in den Mittelpunkt. Sein neuestes Projekt: Das im Sommer 2020 eröffnete Bio-Fine-Dining-Restaurant 1950. Hier vereint Simon Tress höchste Bio-Qualität mit exklusivem Genuss. Die Lebensmittel kommen nicht nur aus der Region, sondern werden komplett, das heißt mit möglichst wenig Abfall, verarbeitet. Sein Ziel ist klar: Klimafreundlich essen, ohne auf den Genuss zu verzichten.

Warum kochst du ausschließlich mit Bio-Produkten?

Meine Familie besitzt schon seit 1950 eine Demeter Landwirtschaft. Ich bin daher mit Biolebensmitteln groß geworden bin. Es ist ein fester Bestandteil in meinem Leben und so auch in meiner Gastronomie. Weil es besser schmeckt und weil Bio die Landwirtschaft der Zukunft sein wird. 

 

Ist die Bowl mit Linsensalat ein geheimes Familienrezept? Wie ist dir die Idee zu dem Rezept gekommen?

Für mich war klar: Wenn ich mal eine Bowl entwickle, dann für die Herbst- und Winterzeit. Denn im Sommer ist es einfach: Da gibt es viele Zutaten, die man dafür verwenden kann. Das Rezept vom Linsensalat ist schon ein paar Jahre alt, ich habe es in den Wintermonaten kreiert – deshalb auch die Prise Zimt, die den Salat zu etwas Besonderem macht.

 

Was ist dein Lieblingsgericht?

Diese Frage ist echt schwer zu beantworten, muss ich sagen. Ich liebe die einfache Küche. So esse ich gerne mal Käsespätzle oder Salat mit Ziegenkäse – oder auch leckere Maultaschen. Eigentlich gibt es nicht das absolute Lieblingsgericht. :-)

Aus heimischem Anbau

Du interessierst dich auch für nachhaltiges Kochen? Dann schau dir unseren praktischen Saisonkalender an und sei immer auf dem Laufenden darüber, wann welches Obst und Gemüse aus heimischem Anbau angeboten wird.

Warum sind Linsen so gesund?

Hülsenfrüchte als pflanzliche Eiweißquelle

Ob gelb, rot, schwarz oder grün: Rund um den Globus gelten Linsen und andere Hülsenfrüchte als wichtiges Grundnahrungsmittel. Sie versorgen uns mit pflanzlichem Eiweiß, auch Protein genannt, und sind daher besonders in einer vegetarischen Ernährung eine beliebte Zutat. Unabhängig von der Ernährungsform wird der Konsum pflanzlicher Proteinlieferanten im Rahmen einer gesunden Ernährung empfohlen. Übergewicht sowie chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden kann so entgegengewirkt werden. Auf 100 Gramm bieten Linsen rund 28 Prozent Rohprotein, dabei nur magere 2,5 Prozent Fett. Zudem ist die kleine Hülsenfrucht eine wertvolle Quelle für Eisen sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

 

Lange satt dank Ballaststoffen

100 Gramm Linsen enthalten rund zwölf Prozent Ballaststoffe. Der Richtwert für die Ballaststoffzufuhr liegt am Tag bei mindestens 30 Gramm. Das Tolle an Ballaststoffen ist, dass sie das Sättigungsgefühl verlängern und unsere Verdauung positiv beeinflussen. Sie können somit das Risiko von Darmkrankheiten senken. Wer regelmäßig Ballaststoffe zu sich nimmt, beugt zudem Adipositas und Bluthochdruck vor.

Schon gewusst?

2016 haben die Vereinten Nationen das Jahr daher offiziell zum „Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte“ erklärt. Bis vor ca. hundert Jahren war der Anbau von Linsen in Deutschland noch weit verbreitet. Die Kulturpflanze ist heute hingegen eher eine Nischenkultur und wird nur noch in wenigen Anbaugebieten wie auf der Schwäbischen Alb gepflegt. Bio-Alblinsen, in der Schwäbischen Alb Alb-Leise genannt, bekommst du unter anderem bei Lauteracher Alb-Feld-Früchte in Lauterach am Südrand der Schwäbischen Alb. Der Begriff Alb-Leisa umfasst mehrere alte Sorten von traditionsreichen Linsen.

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veröffentlicht am 13.11.2020 aktualisiert am 18.11.2020
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