Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Arbeitswelt 4.0

Die Arbeitswelt wird vernetzter, schneller, flexibler. Damit sind Chancen und Risiken verbunden. Die AOK Niedersachsen untersucht in 21 Unternehmen, wie sie sich auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirken. Anouschka Gronau, Projektleiterin „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“, berichtet im Interview von der Vorgehensweise im Projekt.

Welche Ziele verfolgt das Innovationsprojekt?

Die AOK Niedersachsen möchte zunächst die Wirkungen der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt auf die Gesundheit der Beschäftigten verstehen. Und letzten Endes durch die Modernisierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) positiv beeinflussen.

Wie und mit welchen Partnern wird gearbeitet?

Die AOK Niedersachsen berät 21 Unternehmen, unter anderem aus den Branchen Logistik, Elektroindustrie und Gesundheitsdienstleistung im BGM. Das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V. begleitet unser Projekt mit einer unabhängigen Studie. Es sammelt Informationen über Anforderungen, Problemlagen und Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitswelt 4.0. und identifiziert gesundheitsbezogene Herausforderungen. Schließlich evaluiert das SOFI e.V. den BGM-Prozess, den wir mit den Unternehmen umsetzen.
Ins Leben gerufen wurde das Projekt mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Unternehmerverbände Niedersachsen e. V. und der Deutsche Gewerkschaftsbund Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt begleiten das Projekt sozialpartnerschaftlich.

Digitalisierung verändert die Arbeitswelt

Digitalisierung verändert die Arbeitswelt – wie wirkt sie sich auf die Gesundheit der Mitarbeiter aus?

Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Unternehmen ab?

Anfangs sichten wir die Strukturen des Unternehmens, klären Verantwortlichkeiten und besprechen, wie bisher mit dem Thema Gesundheit umgegangen wurde. In der Analyse- und Umsetzungsphase konzentrieren wir uns auf Bereiche, die sich durch die Arbeitswelt 4.0 bereits verändert haben oder in denen Veränderungen noch bevorstehen. Dabei arbeiten wir unter anderem mit weltweit vernetzten Teams. Online-Befragungen und Webkonferenzen machen es möglich.

Welche Mitarbeiter arbeiten am Projekt?

Das Projekt setzt sich aus einem interdisziplinären Team mit 12 Mitarbeitern zusammen. Dazu gehören unter anderem Gesundheits- und Sportwissenschaftler. Einige Mitarbeiter beraten die Unternehmen und entwickeln die Angebote zur Gesundheitsförderung weiter. Andere planen die Veranstaltungen und sorgen für eine kontinuierliche Evaluation des Projekts.

Welche zeitliche Planung hat das Projekt „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“?

Bis März 2019 haben wir mit der BGM-Beratung in allen 20 Unternehmen begonnen. Im April lernten sich die Unternehmen kennen und tauschten sich über Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 aus. Wir begleiten die Unternehmen die nächsten drei Jahre kontinuierlich. Das Projekt schließt 2021 mit der Publikation der Ergebnisse der AOK Niedersachsen und des SOFI e.V. ab.

Weitere Inforamtionen

Auf der Website zum Projekt Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0 lesen Sie weitere ausführliche Informationen.

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