Willkommen bei Ihrer
AOK – Die Gesundheitskasse
in Sachsen-Anhalt

News

Die benötigte Flash-Player Version ist nicht vorhanden.
Sie können sie hier herunterladen.

Kein Zusatzbeitrag

Jetzt Fan auf Facebook werden

Die elektronische Gesundheitskarte kommt

AOK-Arztnavigaor 

Themen-Spezial - Ausgebrannt?

 

Sexualität & Partnerschaft

17.02.2012

Streiten – aber richtig

Paar am Tisch streiten sich

Wie der Umgang mit Konflikten über das Beziehungsglück entscheidet.

Oft reichen Kleinigkeiten. Ein Wort gibt das andere und schon eskaliert die Situation. Streiten an sich ist nicht negativ und gehört in jede Beziehung. Es kann sie stabilisieren, für dauerhaftes Glück und Nähe sorgen und sich sogar positiv auf die Gesundheit auswirken. Eine aktuelle Studie der Universität in Michigan belegt beispielsweise, dass die Sterblichkeit in Beziehungen, in denen gestritten wird, nur halb so hoch ist wie in Partnerschaften, in denen Ärger und Unmut heruntergeschluckt werden. Von großer Bedeutung ist allerdings, auf welche Art und Weise Partner streiten und in Konfliktsituationen miteinander umgehen. Hier entscheidet sich, ob ein Krach klärend wirkt oder ob er die Partnerschaft beschädigt.

"Du-Botschaften" vermeiden

Partner, die sich darüber austauschen, was sie fühlen und denken, bringen eine besondere Form von Nähe in ihre Beziehung. Gespräche über negative Emotionen und Themen sind jedoch heikel. Am sinnvollsten ist es, Kritik so zu formulieren, dass sie den Partner nicht als Person oder Charakter verurteilt, sondern nur sein Verhalten oder seine Äußerungen. "Das funktioniert am besten, wenn die Partner dabei von sich reden und bei ihren eigenen Bedürfnissen bleiben", erläutert Inka Vasterling, psychologische Psychotherapeutin an der TU Braunschweig.

"Ich fühle mich nicht ausreichend beachtet", klingt anders als "Du beachtest mich nie". Du-Sätze führen außerdem meist nur dazu, dass der Partner zu einem Schlagabtausch ausholt. "Das Paar schraubt sich dann in eine Situation hinein, die man "negative Eskalation" nennt, und aus der es schwer wieder herauskommt", so Vasterling weiter.

Probleme benennen, Wünsche äußern

Paartherapeuten raten dazu, in Auseinandersetzungen möglichst beim aktuellen Thema zu bleiben. Wer bei jedem Streit immer wieder die alten Konflikte aufwärmt, hat am Ende meist nichts wirklich geklärt. "Zudem sollten die Partner versuchen, ihre Kritik und das, was sie sich von dem anderen wünschen, so konkret wie möglich zu benennen. Verhalten kann man nur ändern, wenn man weiß wie", so die Psychotherapeutin. Trotzdem ist es oft schwierig, Kritik anzunehmen, vor allem, wenn sie als ungerecht empfunden wird. "In solchen Situationen ist es ganz wichtig, dass man erst einmal tief durchatmet bevor man emotional reagiert und Dinge sagt, die man später bereut", rät Vasterling. "Mit etwas Abstand lässt sich außerdem besser erkennen, ob in der Kritik nicht doch ein Fünkchen Wahrheit steckt."

Positive Äußerungen sollten überwiegen

Ob Konflikte die Partnerschaft bedrohen oder kompensiert werden können, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie viel positive und liebevolle Zuwendung zwischen den Auseinandersetzungen liegt. "Zufriedene Paare dürfen in einem Verhältnis 5 : 1 Kritik äußern. Das heißt: Fünf positive Äußerungen gegenüber dem Partner können eine negative Kritik ausgleichen. Wenn sich dieses Verhältnis ändert und sich die negativen Äußerungen häufen, nähert sich meist das Partnerschaftsende", weiß die Psychotherapeutin. Wie wissenschaftliche Studien zeigen, lösen grundsätzlich zufriedene Partner Streitsituationen, indem sie einlenken. Unzufriedene Paare hingegen gewöhnen sich an die Eskalationen und etablieren dabei einen Kommunikationsstil, der langfristig zu Unmut und Trennung führt.

Linktipp

Diese News als Newsletter oder RSS

Abonnieren Sie unseren AOK-Newsletter und wir schicken Ihnen regelmäßig per E-Mail die aktuellen AOK-News zu. Alternativ können Sie die News auch als RSS-Feed abonnieren.

Copyright - AOK – Die Gesundheitskasse / wdv OHG: Corporate Publishing