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AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse

Rund um Demenz

Leistungen bei Demenz

Mehr für Demenzkranke

Auch ohne Pflegestufe erhalten Demenzkranke zu den bislang gezahlten Betreuungsleistungen von 100 Euro bzw. 200 Euro monatlich erstmals Pflegegeld oder Sachleistungen. Den Antragsvordruck können Sie herunterladen. Selbstverständlich sind Ihnen die AOK Geschäftsstellen beim Ausfüllen des Antrags behilflich.
Aber auch die Leistungen in den Pflegestufen erhöhen sich für Sie. Im Pflegeheim allerdings bleiben die Leistungen gleich.

Leistungen bei Demenz

Für alle Leistungen gilt: Die AOK geht auf Ihre persönlichen Bedürfnisse bei der Planung der Pflege ein. Diese werden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten realisiert.

Eingruppierung in Pflegestufen

Viele demenzkranke Menschen sind körperlich durchaus noch fit. Dennoch brauchen sie oftmals eine sehr intensive Betreuung. Deshalb hat der Gesetzgeber die Pflegestufe 0 eingeführt. So erhalten pflegende Angehörige Leistungen für die Betreuung, auch wenn keine körperliche Einschränkung vorliegt und demnach keine Einstufung in den Pflegestufen I-III  beim Pflegenden festzustellen ist.

Liegt neben der Demenz jedoch eine weitere Pflegebedürftigkeit vor, erhält der Versicherte je nach Pflegebedarf und Fortschreiten der Erkrankung Leistungen der Pflegestufen I bis III, bei denen die Hilfeleistungen bei Verrichtungen im Alltag zugrunde gelegt werden.

Zusätzliche Entlastung

Betroffene können zusätzliche Betreuungsleistungen beantragen. Damit sollen Pflegende entlastet werden, deren Betreuung durch die psychische oder eine demenzielle Erkrankung erschwert werden. Zusätzliche Betreuungsleistungen gibt es auf Antrag. Je nach Betreuungsaufwand sind das bis zu 100 Euro monatlich (Grundbetrag), bzw. bis zu 200 Euro monatlich (erhöhter Betrag). Pro Jahr ergeben sich bis zu 1.200 € bzw. 2.400 €.

Diese Voraussetzungen gelten

Wenn der Pflegebedürftige in seiner Alltagskompetenz dauerhaft eingeschränkt ist, stehen ihm Betreuungsleistungen zu. Das prüft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Rahmen seiner Begutachtungstätigkeit. Folgende Verhaltensauffälligkeiten werden im Beurteilungsverfahren berücksichtigt:

Der Pflegebedürftige ...

  • ... verlässt unkontrolliert die Wohnung.
  • ... verursacht gefährliche Situationen.
  • ... geht mit gefährlichen Dingen nicht sachgerecht um.
  • ... verhält sich aggressiv (mit Worten oder Taten).
  • ... verhält sich der Situation nicht angemessen.
  • ... erkennt nicht seine eigenen körperlichen und seelischen Bedürfnisse.
  • ... wehrt sich gegen therapeutische und schützende Maßnahmen.
  • ... kann wegen der gestörten Hirnfunktion soziale Alltagssituationen nicht mehr bewältigen.
  • ... ist in seinem Tag-Nacht-Rhythmus gestört.
  • ... kann seinen Tagesablauf nicht planen und strukturieren.
  • ... erkennt Alltagssituationen nicht und reagiert unpassend.
  • ... ist starken Schwankungen der Gefühle ausgeliefert.
  • ... ist überwiegend verzagt, niedergeschlagen, hilflos und hoffnungslos (nicht therapierbare Depression).

Betreuungsleistungen

Der Betreuungsbetrag wird nicht bar ausgezahlt. Er lässt sich einsetzen für professionelle Angebote, die von der Pflegekasse zugelassen bzw. vom jeweiligen Bundesland anerkannt sind. Das sind beispielsweise:

  • Tages- oder Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Anleitungs- und Betreuungsangebote von zugelassenen Pflegediensten (ohne Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung)
  • Nach Landesrecht anerkannte Betreuungsangebote

Diese rechnen dann direkt mit der Pflegekasse ab.Weitere Informationen hierzu finden Sie beim Bundesgesundheitsministerium.

Mehr zum Thema finden Sie hier: Nachbarschaftshilfe

 

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