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AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse

Rund um Demenz

Leistungen bei Demenz

Mehr für Demenzkranke

Für Versicherte, die eine „Pflegestufe unterhalb der Pflegestufe I“ („Pflegestufe 0“) und eine eingeschränkte Alltagskompetenz haben, gibt es innerhalb der Pflegeversicherung eine Vielzahl von Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten.

Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, beispielsweise Demenz und die bereits eine Pflegestufe haben, erhalten in vielen Bereichen der Pflegeversicherung erhöhte Leistungen.

Leistungen bei Demenz

Für alle Leistungen gilt: Die AOK geht auf Ihre persönlichen Bedürfnisse bei der Planung der Pflege ein. Diese werden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten realisiert.

Eingruppierung in Pflegestufen

Viele demenzkranke Menschen sind körperlich durchaus noch fit. Dennoch brauchen sie oftmals eine sehr intensive Betreuung. Deshalb hat der Gesetzgeber die Pflegestufe 0 eingeführt. So erhalten pflegende Angehörige Leistungen für die Betreuung, auch wenn keine körperliche Einschränkung vorliegt und demnach keine Einstufung in den Pflegestufen I-III  beim Pflegenden festzustellen ist.

Liegt neben der Demenz jedoch eine weitere Pflegebedürftigkeit vor, erhält der Versicherte je nach Pflegebedarf und Fortschreiten der Erkrankung Leistungen der Pflegestufen I bis III, bei denen die Hilfeleistungen bei Verrichtungen im Alltag zugrunde gelegt werden.

Zusätzliche Entlastung

Betroffene können zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen beantragen. Pflegende sollen entlastet werden, wenn die Betreuung eines Pflegebedürftigen mit einer psychischen oder demenziellen Erkrankung erschwert wird. Neben Betreuungsleistungen, wie z.B. anerkannte niedrigschwellige Betreuungsangebote, gibt es auch so genannte Entlastungsleistungen. Damit sind haushaltsnahe Dienstleistungen wie der Hausputz gemeint. Je nach Betreuungsaufwand sind das bis zu 104 Euro monatlich (Grundbetrag), bzw. bis zu 208 Euro monatlich (erhöhter Betrag) für Pflegebedürftige mit einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz wie z.B. einer Demenzerkrankung. Der Betreuungsaufwand wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) festgestellt.

Einige Leistungen in der Pflegeversicherung sind flexibel miteinander kombinierbar. So können bis zu 40% des Pflegesachleistungsbudgets für nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote eingesetzt werden. Unser AOK-Pflegeberaterteam berät Sie gerne, um eine passgenaue Versorgung und Nutzung der Pflegeleistungsbudgets für Sie zu ermitteln. 

Diese Voraussetzungen gelten

Wenn der Pflegebedürftige in seiner Alltagskompetenz dauerhaft eingeschränkt ist, stehen ihm Betreuungsleistungen zu. Das prüft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Rahmen seiner Begutachtungstätigkeit. Folgende Verhaltensauffälligkeiten werden im Beurteilungsverfahren berücksichtigt:

Der Pflegebedürftige ...

  • ... verlässt unkontrolliert die Wohnung.
  • ... verursacht gefährliche Situationen.
  • ... geht mit gefährlichen Dingen nicht sachgerecht um.
  • ... verhält sich aggressiv (mit Worten oder Taten).
  • ... verhält sich der Situation nicht angemessen.
  • ... erkennt nicht seine eigenen körperlichen und seelischen Bedürfnisse.
  • ... wehrt sich gegen therapeutische und schützende Maßnahmen.
  • ... kann wegen der gestörten Hirnfunktion soziale Alltagssituationen nicht mehr bewältigen.
  • ... ist in seinem Tag-Nacht-Rhythmus gestört.
  • ... kann seinen Tagesablauf nicht planen und strukturieren.
  • ... erkennt Alltagssituationen nicht und reagiert unpassend.
  • ... ist starken Schwankungen der Gefühle ausgeliefert.
  • ... ist überwiegend verzagt, niedergeschlagen, hilflos und hoffnungslos (nicht therapierbare Depression).
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