KÖLN - Eine Studie von einem Team um Ruth Ley von der US-amerikanischen Cornell University, die einen kleinen Jungen von der Geburt bis zum Alter von zweieinhalb Jahren begleitete, konnte zeigen, wie sich die Darmflora in diesem Zeitraum veränderte. Sie legt zudem die Vermutung nahe, dass die Darmflora in dieser Zeit eventuell doch noch beeinflussbar ist. In der Stillzeit gewannen Bakterien die Oberhand, die Milchzucker abbauende Gene enthielten, später nach der Nahrungsumstellung solche, die für den Abbau von Stärke verantwortlich sind. Die größten Veränderungen der Darmflora gab es nach der Zugabe von Säuglingsnahrung auf Milchbasis, Erbsen und einer Antibiotika-Therapie wegen einer Ohrenentzündung. Ley geht davon aus, dass im Untersuchungszeitraum die Zusammensetzung der Baby-Darmflora noch beeinflussbar sei. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS).
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