JENA - Glück im Unglück hatte ein 25-jähriger Metallbauer aus Thüringen: Bei einem Arbeitsunfall hat ihm eine Maschine die linke Hand völlig abgetrennt. Das Glück daran: der schwere Unfall passierte in der Nähe der Universitätsklinik Jena, in die der Verletzte auch gebracht wurde. So konnten die Spezialisten des Funktionsbereiches für Hand- und Mikrochirurgie unter ihrem Oberarzt Dr. Reinhard Friedel "innerhalb der ersten drei Stunden mit der Replantation beginnen und so die Hand retten. Alle Strukturen der vollständig abgetrennten Hand mussten im sensiblen Bereich des Handgelenks wieder verbunden und zum Teil rekonstruiert werden" berichtet Friedel. Die sehr seltene Operation, die zehn Stunden dauerte, war nicht zuletzt deshalb aufwändig, weil die Hand nicht mit einem sauberen Schnitt abgetrennt wurde, sondern teils auch noch verletzt war. Der Patient sei nach der Operation wohlauf und die Ärzte hoffen, dass sie nicht nur die Hand erhalten konnten, sondern auch ihre gesamte Funktionalität. „Die Reaktion ist bisher sehr gut, völlige Sicherheit über den Erfolg der Operation werden wir allerdings erst in einigen Tagen haben" so der Oberarzt. Ob der Patient die Hand auch wieder uneingeschränkt wird benutzen können, könne allerdings erst in einigen Jahren beurteilt werden, teilte die Klinik der Presse mit.
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