WIEN - Noch bis Freitag findet in Wien die XVIII. Internationale AIDS Konferenz statt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)schätzt, dass die Zahl von HIV-Infizierten Menschen, die eine medikamentöse Therapie erhalten im letzten Jahr um ungefähr 1,2 Millionen gestiegen ist. Eine Therapie soll bislang eingeleitet werden, wenn eine bestimmte Zellgruppe, die CD4-Zellen, auf Werte unter 200 Zellen pro Kubikmillimeter Blut absinken. Die WHO fordert nun, dass eine Therapie bereits bei CD4-Zahlen von 350/mm3 begonnen werden soll. Damit kann zum einen der Verlauf der Krankheit bei den Betroffenen abgemildert werden. Allerdings zeigen Zahlen aus Kanada, dass eine frühzeitige und konsequente Therapie sich auch positiv auf die Zahl der Neuinfektion auswirken kann. Julio Montaner und sein Team aus Vancouver konnten zeigen dass, ein Therapiebeginn schon bei höheren CD-Zellen-Zahlen einen Rückgang der Neudiagnosen um 23 Prozent auslöste. Die entsprechende Studie wurde jetzt im Lancet veröffentlicht.
Schon im Jahr 2008 hat die Eidgenossenschaftliche Kommission für Aidsfragen (EKAF)eine damals umstrittene Erklärung veröffentlicht, die im Kern lautete, dass HIV-Infizierte, die eine konsequent eingehaltene, regelmäßig ärztlich kontrollierte, antivirale Therapie erhalten und deren Virenanzahl im Blut für mindestens sechs Monate unter der Nachweisgrenze liegt, praktisch keine Überträger für HIV mehr seien Quelle:
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